Gesund arbeiten, lernen und leben - Menschen und Ressourcen mobilisieren (Teil 1) (Teil 2) (Teil 3)

Was bereits getan wird

In den vergangenen Ausgaben des Uni-Reports wurde in der Reihe "Gesund arbeiten, lernen und leben - Menschen und Ressourcen mobilisieren" mit einigem Grundsätzlichem zum Projekt "Gesunde Hochschule" bekanntgemacht und wurden Informationen zum Projektablauf gegeben. Heute stellt Professor Wolfgang Quaas, Leiter des Projektes, in einem abschließenden Beitrag einige Aktionen zur Gesundheitsförderung vor, die bereits an der Universität laufen oder geplant sind.

Analyse von Bildschirmarbeitsplätzen

Es sind bisher rund 400 Bildschirmarbeitsplätze unter dem Aspekt der Gestaltungsgüte und Belastungsfaktoren analysiert worden - Arbeitsplatzbegehung, Interviews mit den Arbeitsplatzinhabern, umfassender Fragebogen zur Bewertung der Arbeit und Arbeitsbedingungen sowie deren Auswirkungen auf die Beanspruchung und das Wohlbefinden.

Ein interessantes Ergebnis ist u.a., dass nicht nur Arbeitsplatzgestaltungsfaktoren, sondern auch die Tätigkeitsinhalte, Arbeitsabläufe, die Zusammenarbeit, die Informiertheit, die Beteiligung an Entscheidungsprozessen, die soziale Anerkennung und das soziale Arbeitsklima aus der Sicht der Arbeitspersonen mit bewertet wurden.

Zu diesen Faktoren zum Teil vorhandene negative Einschätzungen weisen auf die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Gestaltung der Arbeitssituation unter dem Aspekt Gesundheit, Wohlbefinden, Leistungsertrag hin, und sie bilden konkrete Ansatzpunkte dafür.

Bewertung der Arbeit an Bildschirmarbeitsplätzen durch die Arbeitsplatzinhaber - Anteil der Arbeitsplätze mit erlebten Gestaltungsmängeln

 

"Das gesunde Büro"

Eine ganztätige Weiterbildungs- und Informationsveranstaltung mit diesem Titel fand im Februar statt. Schwerpunkte waren:

Zur Veranstaltung wird eine Broschüre für den persönlichen Weiterbildungs- bzw. Informationsbedarf herausgegeben. Anfragen und Bestellungen sind an Professor Wolfgang Quaas oder Daniel Hahn zu richten.

"Gesunde Hochschulen - ein modellhafter Beitrag für eine zukunftsorientierte ganzheitliche Gesundheitsprävention"

Ein ganztätiger Workshop am 11. Juli 2000 mit der AOK Magdeburg als Erfahrungsaustausch zur Gesundheitsförderung mit anderen Universitäten und Hochschulen. Entsprechend einer Anfrage sind 27 andere Universitäten bzw. Hochschulen an einem längerfristigen Erfahrungsaustausch bzw. einer Zusammenarbeit interessiert.

Bewertung der Arbeit an Bildschirmarbeitsplätzen - Anteil der Arbeitsplätze mit erlebten Beeinträchtigungen und gesundheitlichen Beschwerden

 

Partizipativer Verbesserungsprozess im Sportzentrum

Selbstorganisation und Wahrnehmung der Möglichkeiten zur Eigenverantwortung für die Gestaltung der Arbeit und Arbeitsbedingungen sind entscheidende Grundlagen für die Gestaltung von Veränderungsprozessen, die auch die Belange der Gesundheitsprävention bzw. -förderung für die Mitarbeiter voll integrieren.

Im Sportzentrum der Universität waren Unzufriedenheitspotentiale mit der Arbeitssituation entstanden, die das Bedürfnis nach Reorganisation weckten. Es wurde im September 1999 ein Pilotprojekt für einen selbst- und gruppenanalytischen Verbesserungsprozess im Sportzentrum gestartet.

Von Beginn an wurde die Verhütung negativer arbeitsbedingter psychischer Belastungen betont, die sich in der bisherigen Arbeit aus organisatorischen und informationellen Schwächen ergaben.

Vergleichbar mit Gesundheits- bzw. Qualitätszirkeln, aber mit einem besonderen methodischen Ansatz, werden die Probleme ihrer Bedeutung nach bearbeitet und erarbeitete Maßnahmen umgesetzt. Anfänglich betreuen und unterstützen Mitarbeiter aus der Abteilung Arbeitswissenschaft und Arbeitsgestaltung des Instituts für Arbeitswissenschaft, Fabrikautomatisierung und Fabrikbetrieb diesen Prozess durch Moderation, methodische Lösungshinweise und fachliche Hilfestellungen. In zunehmenden Maße übernehmen jedoch die Mitarbeiter im Bereich selbst die Vorbereitung und Durchführung der Analyse-, Bewertungs- und Gestaltungsmaßnahmen.

Parallel zu den ersten Beratungen wurde eine Belastungs- und Beanspruchungsanalyse für jeden einzelnen Mitarbeiter durchgeführt.

Im Ergebnis wird ein Konzept für Vorgehen und Handlungshilfen erarbeitet, das Mitarbeiter befähigt, selbst arbeitsbedingte Fehlbeanspruchungen zu erkennen, zu beurteilen und zu verhüten.

 

Teil 1 und Teil 2 zum Nachlesen.

 

Aufruf zur Mitarbeit

Alle Beschäftigten werden gebeten, das Vorhaben "Gesundheitsförderung - Gesunde Menschen an einer gesunden Universität" zu unterstützen und sich aktiv daran zu beteiligen.

Eine Form ist die aufgeschlossene Mitwirkung an der Befragung, eine weitere die Mitwirkung an einzelnen Teilvorhaben.

Darüber hinaus ist jede Idee, jeder Vorschlag, jede persönliche Erfahrung zur Gesundheit und Gesunderhaltung gefragt. Haben Sie Ideen oder auch Anfragen, so wenden Sie sich bitte persönlich, per Anruf, Fax oder e-mail an:

Prof. Dr. Wolfgang Quaas, Tel. 67-18618, Fax: 67-12765, e-mail: wolfgang.quaas@masch-bau.uni-magdeburg.de oder

Daniel Hahn, Tel. 67-12789, e-mail: daniel.hahn@masch-bau.uni-magdeburg.de