Das Interesse war gering

Tanz in den Frühling

Bereits zum dritten Mal hatte das Sportzentrum Anfang Mai zum “Tanz in den Frühling" eingeladen. Die Showeinlagen waren beeindruckend, die Musik prima und die Stimmung dufte. So richtig zufrieden aber scheinen die Veranstalter nicht. Uni-Report sprach mit Jürgen Gläser, Leiter des Sportzentrums.

Was ist der Grund für Ihre Unzufriedenheit?

Nun, mit der Veranstaltung an sich waren wir schon zufrieden. Sie war mit viel Engagement und Mühe unter der Regie meiner Kollegin Inge Meier vorbereitet worden und bot alles Nötige für einen geselligen Abend. Nicht zufrieden hingegen waren wir mit der Teilnehmerzahl. All jene jedoch, die gekommen waren, bestätigten uns, dass es ein wunderbarer Tanzabend war.

Woran lag es Ihrer Meinung nach, dass nur so wenige Lust aufs Tanzen hatten?

Da könnte ich einen ganzen Katalog von Entschuldigungen - oder besser Ausreden - aufzählen, die uns genannt wurden. Vielleicht aber war es die Angst, im Gesellschaftstanz nicht gut genug zu sein. Völlig unbegründet, denn uns geht es mit dem ,Tanz in den Frühling' einfach nur um ein gemütliches Beisammensein und Spaß am Tanz, nicht um Leistungssport. Einige sagten uns, der Eintritt sei zu teuer gewesen. Mit fünf Mark für Studierende und zehn für Angestellte war aber die Grenze erreicht. Schließlich mussten GEMA-Gebühren, die Frühlings-Deko der Halle, der DJ und die Show-Einlagen bezahlt werden. Für Speisen und Getränke zu sehr moderaten Preisen hatten Studierende gesorgt. Vielleicht erwies sich auch der Freitagabend als nicht so günstig wie wir ursprünglich dachten. Vielleicht hatten wir auch zu wenig Werbung im Vorfeld gemacht.

Was wurde an diesem Abend denn geboten?

Natürlich viel Musik und ganz viel Platz zum Tanzen. Mit Showeinlagen zeigten Studierende des Instituts für Sportwissenschaft ihr Können. Von der Magdeburger Ballettschule steppte eine Tanzklasse zehn- bis zwölfjähriger Mädchen nach River-Dance-Melodien. Ein Tanzpaar der Spitzenklasse im Nachwuchs führte in die Geheimnisse des Gesellschaftstanzes ein. Moderiert und mit zahlreichen fachlichen Informationen versehen wurde dieser Abend von der Studentin Anja Klepp.

Wird es im nächsten Jahr wieder einen ,Tanz in den Frühling' geben?

Das überlegen wir noch, denn der Aufwand ist doch beträchtlich und die so geringe Interessentenzahl eher enttäuschend. Für Anregungen sind wir jederzeit offen.

Danke für das Gespräch.