Konzertabend im Kloster mit Gesangsprofessorin Köhler

Frühling läßt sein blaues Band ...

Musikalische Frühlingsgrüße überbrachte Ende April Professorin Monika Köhler, die am Institut für Musik Gesang lehrt, den zahlreichen Gästen ihres romantischen Liederabends "Frühling lässt sein blaues Band ..." im Konzertsaal des Klosters unser Lieben Frauen. Die Mezzosopranistin wurde am Klavier begleitete von Suleika Willmer, die ebenfalls am Institut tätig ist. Beide interpretierten einige der hinreißendsten Frühlings- und Liebeslieder der Romantik; gefühlvolle und ergreifende Werke um die zauberhafteste Jahreszeit und die schönste Sache der Welt - den Lenz und die Liebe.

Stimmgewaltig und doch feinfühlig modulierend, kraftvoll und doch zartfühlend, phantasiereich gestaltet und doch exakt in Musik und Text präsentierte Monika Köhler Werke aus dem reichen Liedgut von Franz Schubert, Robert Schumann, Flix Mendelssohn Bartholdy, Hugo Wolf, Gustav Mahler und Richard Strauss.

Zu einem emotionalen Erlebnis ließ sie durch die breite Skala ihrer gesanglichen Ausdruckskraft die Lieder von Franz Schubert "Frühlingslaube", "Sei mir gegrüßt" sowie "Der Zwerg" werden. Schön und träumerisch waren die Weisen von Robert Schumann. Herausragend präsentierte die Künstlerin ein auf dem Brocken angesiedeltes "Andres Mailied" und ließ eine hexenhaft-dämonische Stimmung aufleben. Munter und spritzig vorgetragen "Das Mausfallen-Sprüchlein" von Hugo Wolf. Mit viel Charme und subtiler Tongebung erklangen aus dem leider viel zu selten zu hörenden Liedgut Gustav Mahlers unter anderem "Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald" und "Das Rheinlegendchen". Höhepunkt und Abschluss des Konzerts bildeten die Lieder "Du meines Herzens Krönelein", "Die Nacht", "Heimliche Aufforderung" und "Zueignung" von Richard Strauss, die höchstes musikalisches Können und stimmtechnische Perfektion abverlangten. Sowohl Sängerin Monika Köhler als auch Pianistin Suleika Willmer überzeugten mit großer nuancenreicher Gestaltungskraft.

Ein gelungener Konzertabend für das sanfte Erwachen großer Frühlingsgefühle.

Elisabeth Scholz