Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität

Beziehungen zur Wirtschaft

Die Mitglieder der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg trafen sich Anfang Mai zu ihrer 8. Mitgliederversammlung. Als Gäste konnten u.a. Landtagspräsident Wolfgang Schaefer und Ralf Nagel, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, begrüßt werden.

Wie der Vorsitzende der Gesellschaft, Ernst-Dieter Mehrtens, informierte stieg die Zahl der Mitglieder auf 115. Jährlich stiftet die Gesellschaft Ehrenmedaillen und Geldbeiträge zur Auszeichnung der besten Doktoranden und Absolventen. Sie unterstützte im vergangenen Jahr finanziell das Internationale Begegnungszentrum, die Ringvorlesung "Frauen im Management", den Universitätschor, das Rektoratsfest zu den Studententagen 1999, die Ehrenpromotion an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, den Aufenthalt von indonesischen Gastwissenschaftlern, den Druck der Imagebroschüre für die Universität sowie einige weitere Veranstaltungen.

Vertrag mit IHK

Um mehr über die Beziehungen zwischen der Otto-von-Guericke-Universität und der regionalen Wirtschaft zu erfahren, hatte sich die Versammlung einen kompetenten Gesprächspartner eingeladen, den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, Dr. Klaus Hieckmann. Er machte darauf aufmerksam, dass seit Jahrhunderten die Wissenschaft in Magdeburg durch die wirtschaftliche Entwicklung der Region geprägt sei. Heute stehe in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts eine moderne, interdisziplinäre und internationale Universität. Der Forschungskatalog der Universität zeige, dass anwendungsbezogene Forschung in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Hand in Hand gehe mit einer intensiven Grundlagenforschung.

Klaus Hieckmann machte auf die Riesendefizite aufmerksam, die es in der Entwicklung Ostdeutschlands abzubauen gelte und unterstrich die große Verantwortung von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dabei.

Zur Förderung der Wirtschaft und einer praxisnahen Ausbildung hatten Universität und IHK 1993 einen Vertrag abgeschlossen. Der daraus entstandene Gesprächskreis "Industrie und Forschung" sei zu einer Ideenschmiede gewachsen. Die Zusammenarbeit habe sich bewährt, schätzte Dr. Hieckmann ein, der selbst an der Technischen Universität in Magdeburg studiert hat. Absolventen sollten in der Region gehalten werden, deshalb müsse der Weg in die Selbstständigkeit für junge Existenzgründer geebnet werden. Dazu startete die IHK eine Offensive.

Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann versicherte, dass in der Universität die Diskussion sehr intensiv geführt werde, was zu tun sei, um für die Wirtschaft Impulse zu geben und unterstrich: "Wir brauchen gute Freunde in der Wirtschaft".

Ines Perl