Workshop

Vernetzung der Forschung

Der 3. bundesweite Workshop zur Qualitativen Bildungs- und Sozialforschung Mitte November 1999 in Magdeburg stieß, wie die beiden vorangegangenen Workshops in den Jahren zuvor, erneut auf ein großes Teilnehmerinteresse. In sieben Arbeitsgruppen diskutierten über 140 Teilnehmende Materialien aus insgesamt 30 vorgestellten Forschungsprojekten. Der Workshop bot dabei ein gutes Beispiel für die enge interdisziplinäre Kooperation vor allem der erziehungswissenschaftlichen und soziologischen Disziplin im Bereich der qualitativen Bildungs- und Sozialforschung, die sich insbesondere in der disziplinären Verortung der Workshopteilnehmer und der Arbeitsgruppenleiter zeigte. Geleitet wurden die Arbeitsgruppen in bewährter Manier von den Kolleginnen und Kollegen Prof. Dr. Ralf Bohnsack (Berlin), Dr. Burkhardt Schäffer (Magdeburg), Dr. Barbara Friebertshäuser (Siegen), Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger (Halle), Prof. Dr. Winfried Marotzki (Magdeburg), Prof. Dr. Dieter Nittel (Frankfurt), Prof. Dr. Gerhard Riemann (Bamberg), Dr. Thomas Reim, Peter Straus, Prof. Dr. Fritz Schütze (alle drei Magdeburg) und Prof. Dr. Hans-Dieter König (Frankfurt).

Große Bandbreite

Die Bandbreite der Forschungsfelder erstreckte sich von erziehungswissenschaftlichen Arbeitsfeldern im engeren Sinne, wie Schule und außerschulische Bereiche (z.B. Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung), über professionsbezogene Analysen bis zu Analysen historischer und gegenwärtiger Lebenswelten (z. B. Migrationsproblematik, NS-Zeit) und Sozialisationsbereichen bzw. -phasen. Die forschungsmethodischen Zugänge umfassten das breite Spektrum unterschiedlicher Befragungsmethoden und ethnographischer Verfahren sowie dokumentenbezogener Zugänge. Verstärkt kann dabei eine Tendenz zur Anwendung und Verknüpfung unterschiedlicher methodischer Zugänge mit dem Ziel der Methodentriangulation festgestellt werden.

Fester Termin geworden

Der organisatorisch vom 1998 gegründeten ZBBS (Zentrum für Qualitative Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung) durchgeführte Workshop ist für viele Teilnehmende mittlerweile zu einem festen Datum im Tagungskalender geworden, welches neben der Präsentation von eigenen Forschungsvorhaben auch als wichtige Kontakt- und Informationsbörse dient. Die Universität Magdeburg bietet hier mit dem Workshop und dem ZBBS einen wichtigen Beitrag für eine bundesweite Vernetzung der Forschungsaktivitäten gerade für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Dr. Walter Bauer