Beratungsangebote für Studierende (1)

Hilfestellung bei Problembewältigung

Prüfungsängste, Trouble mit den Eltern, Ärger mit dem Prof, Sorgen um das Kind, im Klinsch mit Behörden - die Probleme der Studierenden sind vielschichtig. Genauso vielschichtig ist deshalb das Angebot des Studentenwerks Magdeburg an Beratungsmöglichkeiten. "Wir möchten den Studierenden Hilfestellung für die Bewältigung von verschiedensten Problemsituationen anbieten", erläutert Gabriele Montoya Martinez, Abteilungsleiterin Soziale Dienste im Studentenwerk. "Dabei ist uns klar, dass nicht auf jede Frage sofort eine Antwort gefunden wird, in vielen Fällen aber können wir helfen und machmal reicht es auch schon aus, einfach nur zuzuhören."

Sozialberatung

Die erste Anlaufstelle für ratsuchende Studierende ist sicher der Sozialberatungsdienst jeden Dienstag nachmittag und Donnerstag vormittag im Hochhaus am Universitätsplatz. Gabriele Montoya Martinez kümmert sich ebenso engagiert um Freitischmarken wie um die Betreuung von Schwangeren, behinderten Studierenden, Jobsuchenden oder ausländischen Studierenden. Selbst nennt sie sich Mädchen für alles". Die Sozialpädagogin hört zu, klärt auf, gibt Rat, versorgt mit Info-Material. Wenn sie nicht weiterhelfen kann, vermittelt sie an andere Beratungsstellen. Gemeinsam mit der Studienberatung der Universität und dem Hochschulservice des Arbeitsamtes werden zweimal im Jahr spezielle Beratungsveranstaltungen organisiert.

Alle großen und kleinen Sorgen des alltäglichen (Studenten-)Lebens begegnen ihr in ihren Sprechstunden, während ihrer Telefonauskünfte (67-1 15 62) oder in ihrer Mailbox . Oft kann rasch geholfen werden mit einer Telefonnummer oder einem Ansprechpartner in der entsprechenden Behörde, einem richtigen Antragsformular oder der Vermittlung einer Unterkunft. Manchmal begleitet sie ihre "Schützlinge" aber auch über Wochen oder Monate bei der Lösung ihrer Probleme. Und wenn es dann geschafft ist, kommt auch schon mal ein Dankeschön ins Büro geflattert, beispielsweise das Bild eines neugeborenen Babys, dessen Mutter Gabriele Montoya Martinez beraten hat. Das ist Motivation. Nur leider erreicht sie so ein Feedback viel zu selten.

Manchmal, und auch das musste die Sozialberaterin schon erfahren, war sie nicht in der Lage zu helfen: "Wir können auch keine Wunder vollbringen." Das kostet Kraft.

Neuheiten

Das neue Jahr bringt auch im Beratungsdienst des Studentenwerks einige Neuheiten: Im "Glaskasten" im Mensafoyer wird im Januar ein Infopoint eingerichtet. In Zukunft wird Edmund Hartmann den Studierenden so machen Weg in die "Zentrale" im Hochhaus abnehmen können. Er hat Antragsformulare und ein offenes Ohr für Probleme oder weiss Ansprechpartner mit der richtigen Telefonnummer dazu.

Im Laufe des Jahres werden die Beratungsdienste in komfortabel ausgestaltete Räumlichkeiten, z.B. mit einer Kinderspielecke im Wartebereich, in den 15. Stock des Hochhauses umziehen.

Rechtsberatung

Zu diesen Diensten gehört während der Semester auch jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat, von 15 bis 17 Uhr, eine Rechtsberatung durch den Rechtsanwalt Dr. Hans Lüderitz, die von den Studierenden rege genutzt wird. Auch hier reicht die Fragenpalette von A bis Z. Er hilft weiter bei Unterhaltsangelegenheiten, bei Zweifeln über die Rechtmäßigkeit von Prüfungsergebnissen oder Ärger mit dem Vermieter. Und sollte während der regulären Sprechzeit gerade Vorlesung oder Seminar sein, ist Hans Lüderitz auch bereit, einen anderen Termin zu vereinbaren.

Psychotherapeutische Beratung

Für Stressbewältigung in Prüfungssituationen, in partnerschaftlichen Konflikten, bei Suchtproblemen oder für den Prozess der Selbstfindung ist die Medizinerin Cathrin Krause die richtige Ansprechpartnerin. Jeden 2. und 4. Donnerstag besteht von 15 bis 17 Uhr die Möglichkeit zu einem Beratungsgespräch. Jedem "Sorgenkind" widmet sie sich ganz individuell.

So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlichen Problemen begegnen die Beraterinnen und Berater des Studentenwerks, so unterschiedlich gehen die Menschen mit ihren Problemen um und so unterschiedlich sind auch die Lösungen für diese Probleme. Doch ein Fazit bleibt: Nur jenen, die den Weg in den Beratungsdienst finden, kann versucht werden zu helfen. Das Angebot steht. Nutzen müssen es die Studierenden.

Ines Perl