Kontakte intensivieren

"Komplexe Systeme" bilden einen Kern in der Forschungslandschaft Magdeburgs. Deren Erforschung haben sich gleichermaßen das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, das Leibniz-Institut für Neurobiologie sowie mehrere universitäre Institute, die sich u.a. dem Schwerpunkt "Nichtlinearität und Unordnung in komplexen Systemen" widmen, zur Aufgabe gestellt. Die verschiedenartigen Facetten und aktuellen Entwicklungen dieses Forschungsgebietes einmal interdisziplinär zu betrachten, fand Anfang Juni 1999 auf Initiative von Prof. Dr. Stefan Müller, Biophysik, ein Symposium mit Vertretern der drei Magdeburger Forschungseinrichtungen an unserer Universität statt.

Das Anliegen des Symposiums, den Kontakt zwischen Magdeburger Forschungsabteilungen, die auf diesem Gebiet aktiv sind, zu fördern wurde erreicht. Im Ergebnis des Treffens haben sich drei Gruppen herausgebildet, die ihre Zusammenarbeit intensivieren möchten. Dazu gehören Wissenschaftler aus den Bereichen Physik und Mathematik, die sich um die DFG-Forschergruppe "Grenzflächendynamik bei Strukturbildungsprozessen" zusammenfinden. Ein zweiter Kreis beschäftigt sich mit der Identifikation und funktionellen Charakterisierung von metabolitischen Wirknetzen aus Bereichen der Verfahrenstechnik und der Biowissenschaften. Mathematische Methoden, z.B. die diskrete Optimierung, in Anwendung auf komplexe verfahrenstechnische Fragestellungen untersucht eine dritte Gruppe von Wissenschaftlern. Anregungen zur Zusammenarbeit kamen auch aus den Fakultäten Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaft.

Dem Symposium folgen nun kleinere Arbeitstreffen, die zu zahlreichen Synergieeffekten in der Magdeburger Forschungslandschaft beitragen werden.

Ines Perl