Forschung zu globalem Wandel überdenken

Die Integration der Sozialwissenschaften war Thema eines Workshops, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Sommer 1999 unter Mitwirkung von Professor Joachim Weimann, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, durchführte. Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum diskutierten mit Vertretern des Ministeriums u.a. Aufgaben der Sozialwissenschaften innerhalb der Forschungen zum globalen Wandel sowie relevante Problemstellungen und Möglichkeiten der Verzahnung mit der naturwissenschaftlichen Forschung. Ergebnisse des konstruktiv geführten Erfahrungsaustausches werden in die weitere Gestaltung von Forschungsprogrammen zu Fragen der Artenvielfalt und der globalen Wasserversorgung einbezogen.

Die Menschheit ist dabei, ihre eigene Umwelt gravierend zu verändern. Klimaprobleme, Artensterben und der Verlust des tropischen Regenwaldes sind nur einige Stichworte für den globalen Wandel. Die Wissenschaft beschäftigt sich seit langem mit den Ursachen und den Auswirkungen dieser Veränderungen. Die Bundesregierungen haben diese Forschung bereitwillig gefördert, da die Folgen unübersehbar sind. Bisher hatte die Förderung der naturwissenschaftlichen Forschung eindeutig Priorität. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass die Probleme nur im interdisziplinären Kontext erforscht werden können. Soziologie, Politik- und Wirtschaftswissenschaft müssen an Projekten zum globalen Wandel massiv beteiligt werden. Dieser Forderung trug der Magdeburger Workshop Rechnung.

PM