Zu Enzymen

Zum zweiten Mal findet in Magdeburg vom 12. bis 14. 9. 1999 das Internationale Symposium Cellular Peptidases in Immune Functions and Diseases statt, zu dem sich über 150 Experten angemeldet haben. Im Mittelpunkt stehen die "Zellulären Peptidasen" und deren Bedeutung für Immunmechanismen und spezielle Erkrankungen, wie Krebs, Bluthochdruck, Alzheimer'sche Krankheit, Multiple Sklerose oder Rheuma.

Peptidasen gehören zu den sogenannten proteolytischen Enzymen (Proteasen). Sie besitzen die spezielle Fähigkeit, Proteine und Peptide, also Eiweißstoffe, zu spalten und zu verändern. Auch das Immunsystem nutzt diese Enzyme. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen und bei entzündlichen wie Tumorerkrankungen werden zunehmend Fehlfunktionen dieser "Werkzeuge" festgestellt. Ihre medikamentöse Beeinflussung im Sinne der Therapie dieser Erkrankungen ist eines der wichtigsten Ziele der Forschungen auf dem Gebiet.

Dieser Problematik widmet sich der 1995 eingerichtete Sonderforschungsbereich 387 "Zelluläre Proteasen" an der Medizinischen Fakultät. Sprecher des SFB und Gastgeber des Symposiums ist Prof. Dr. Siegfried Ansorge.

PM