Hochschulentwicklungsplan

Konzil und Senat brachten in intensiven Diskussionen Änderungsvorschläge ein

Bis Anfang Oktober musste die Universität dem Kultusministerium einen Hochschulentwicklungsplan vorlegen. Die Fakultäten trugen ihre perspektivischen Zielsetzungen für Forschung und Studium zusammen; gaben Auskunft über ihr Profil, die Entwicklung der Institute, Studienangebote und Investitionspläne. Im allgemeinen Teil formulierte das Rektorat Leitbild und Profil der Universität, wurden Prioritäten des Ausbaus, Schwerpunkte der Forschung genannt, Aussagen getroffen über die Stärkung der Autonomie, die Stellenstruktur, den wissenschaftlichen Nachwuchs, über Impulse für die Wirtschaft und die Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen. Aber auch zu Studiengängen, Weiterbildung, Frauenförderung, baulicher Entwicklung, Verwaltung, Außendarstellung, zu den zentralen Bereichen und zu einer behindertengerechten Universität sind Ausführungen gemacht worden. Im Senat und auf dem Konzil ist der vom Rektorat und den Fakultäten vorgelegte Entwurf intensiv diskutiert und sind Hinweise zur Überarbeitung gegeben worden.

Basis für Finanzplanung

Mit dem im Kultusministerium vorgelegten Papier soll eine Grundlage für die Haushaltsanmeldungen zum Jahr 2001 und für eine mittelfristige Finanzplanung geschaffen sein. Die Erarbeitung sei schwierig gewesen, betonte Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann vor dem Konzil, weil es seitens des Kultusministeriums keine Vorgaben zur Erarbeitung des Entwicklungsplanes gab. Es konnte auch nicht auf Auswertungen einer externen Evaluation der Universität, die der Planung hätten zugrunde gelegt werden können zurückgegriffen werden. Deshalb gingen Rektorat und Fakultäten vom Stellenplan als Basis für die Erstellung des Hochschulentwicklungsplanes aus. Schwierig war die Erarbeitung aber auch, weil das Ergebnis einer vom Kultusministerium neuerlich angesetzten Planung zur baulichen Entwicklung auf dem Universitätscampus noch nicht vorlag.

Ausführlich und auch kontrovers wurden in den Gremien die Ausarbeitungen zum Leitbild und Profil der Universität, die den dynamischen und interdisziplinären Charakter des Wissenschaftssystems verdeutlichen sollen, diskutiert. Zahlreiche Wortmeldungen gab es auch zum Punkt Stellenstruktur.

Der endgültige Hochschulentwicklungsplan wird demnächst veröffentlicht.

Ines Perl