Was können wir tun?

Mit Unterschriften gegen Haushaltsplan protestieren

Die gegenwärtige Situation in der Diskussion zum Haushalt 1999 ist geprägt von drohenden einschneidenden Kürzungen und gleichzeitig verschiedentlichen positiv klingenden Nachrichten aus Kultusministerium und Landespolitik.

Nach Einschätzung des Personalrats läßt die Landesregierung wenig Spielräume für nennenswerte Nachbesserungen erkennen. Alle wesentlichen vorgesehenen Kürzungen sind noch in vollem Umfang wirksam. Für die bisher angekündigte Erweiterung der Handlungsspielräume der Universität (z.B. Berufungen, Stellenbesetzungen) fehlt jedoch jede finanzielle Basis. Alle Zugeständnisse werden mit gleichzeitigen Einschränkungen an anderer Stelle des Hochschulbudgets verknüpft.

Die einschneidendsten Kürzungsvorhaben sind:

7 Mio. DM Kürzung im Personalkostenbereich - im Klartext: 65 Beschäftigte sind in ihrer sozialen Sicherheit gefährdet, 65 Arbeitsplätze (nach Hinweis des Kanzlers sogar 85!) sind gegenwärtig durch den Haushalt nicht abgesichert.

7,7 Mio. DM Kürzung für Sach- und Betriebsmittel - die notwendige Versorgung der Universität mit Gas, Wasser, Wärme und Elektroenergie sowie die Entsorgung (z.B. Abwasser) sind nicht gesichert.

8,9 Mio. DM Kürzung bei Investitionen - neue Studiengänge und Nachwuchsqualifizierung sind gefährdet, hochqualifiziertes Personal wird die Universität und das Land verlassen.

Zur Unterstützung der vielfältigen Bemühungen, eine entscheidende Nachbesserung für den Haushaltsansatz 1999 zu erreichen, führte der Personalrat eine Unterschriftensammlung bei den Angehörigen der Universität durch.

Am 25. Januar 1999 behandelt der Finanzausschuß die Titelgruppe 06, Wissenschaft, des Haushaltsentwurfs und damit auch den Haushalt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Mit unserer Unterschriftensammlung wollen wir den Forderungen unseres Rektors und der Universitätsleitung nach entscheidenden Korrekturen im Hochschulhaushalt zusätzliches Gewicht verleihen.

Noch liegen die Unterschriftenlisten im Personalratsbüro, Gebäude 04, aus, und es besteht die Möglichkeit, sich einzutragen. Unterstützen Sie die Unterschriftenaktion. Jede Unterschrift ist wichtig!

Doch nicht nur die eigene Unterschrift zählt! Beteiligen Sie sich auch aktiv an dieser Aktion. Sprechen Sie mit anderen darüber. Weisen Sie in Lehrveranstaltungen auf die katastrophale Lage hin.
Dr. Günter Sämann