Nur sechs ausgewählt

Koordinierungszentrum Klinische Studien in Magdeburg

Das Bundesforschungsministerium wird der Medizinischen Fakultät Mittel für die Einrichtung eines Koordinierungszentrums Klinische Studien (KKS) zur Verfügung stellen. Fast alle deutschen Medizinischen Fakultäten hatten sich um die ausgeschriebenen Mittel beworben. Sechs von ihnen werden nach erfolgter Begutachtung ab Januar 99 gefördert.

"Das KKS soll als Serviceeinrichtung multizentrische klinische, vorklinische und epidemiologische Studien im Auftrag Dritter einwerben, koordinieren, durchführen, auswerten und publizieren, aber auch Aufträge für wissenschaftsbetriebene klinische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben konzipieren und vergeben", erklärt KKS-Sprecher Professor Bernt-Peter Robra vom Institut für Sozialmedizin.

Bereits viele Studien

Eine Befragung der Instituts- und Klinikdirektoren der Universität zur Vorbereitung der Antragstellung ergab 15 abgeschlossene, 43 laufende und 11 konkret geplante multizentrische Studien, in denen der verantwortliche Studienleiter aus Magdeburg kommt, bei denen ein Magdeburger Mitglied im Executive Committee ist oder bei denen von Magdeburg aus weitere Kliniken koordiniert werden. Auch sind die Kliniken an zahlreichen weiteren Studien beteiligt.

Das KKS kooperiert auf vertraglicher Basis mit Kliniken und theoretischen Instituten der Universität Magdeburg. Es soll darüber hinaus einen arbeitsfähigen strategischen Verbund nationaler und internationaler Kliniken &endash; bevorzugt in den neuen Bundesländern und Osteuropa &endash; sowie mit Ärzten und Einrichtungen des ambulanten Sektors schaffen. Beratungs-, Aus-, Weiter- und Fortbildungsaktivitäten sind in der eigenen Fakultät und für die genannten Kooperationspartner im Zusammenwirken mit den anderen BMBF-geförderten Koordinierungszentren vorgesehen.

In Uni-Trägerschaft

"Nach einer Konkretisierungsphase soll das Koordinierungszentrum die Rechtsform einer GmbH in Trägerschaft der Universität Magdeburg bekommen", informierte Professor Robra. "Im Endausbau sind drei wissenschaftliche und drei technische Mitarbeiter vorgesehen. Die Beziehungen zwischen der Medizinischen Fakultät und der KKS-GmbH wird eine Kooperationsvereinbarung regeln." Der KKS-Vorbereitungsgruppe gehören die Professoren Harald Gollnick, Jürgen Läuter, Claus Luley, Frank-Peter Meyer und Bernt-Peter Robra an.
PM