April 1999

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Der Werkstofftechnik verschrieben

Nach 34jähriger Tätigkeit an der Uni in den Ruhestand - Dr. Ingeborg Wagner

Im Rahmen eines werkstofftechnischen Kolloquiums zur Schadensfallanalyse wurde Anfang Februar 1999 Dr. Ingeborg Wagner anläßlich ihres 65. Geburtstages für ihre langjährige Tätigkeit geehrt.

Zwei Absolventen der Studienrichtung Werkstofftechnik zeigten an Beispielen aus dem Motorenbau und der chemischen Industrie den Einsatz konstruktiver, fertigungstechnischer und werkstofftechnischer Verfahren bei der Aufklärung und Verhinderung von Schadensursachen. Besonderen Beifall der 150 Teilnehmer erhielt Dr. Wagner für ihren abschließenden Beitrag über Bruchgesichter im REM.

Metallkunde studiert

Dr. Wagner, die jetzt in den Ruhestand entlassen wird, blickt auf eine 34jährige Tätigkeit am Institut für Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung (IWW), Fakultät für Maschinenbau, zurück. Sie hat nach einem Studium der Metallkunde in Freiberg und einer sechsjährigen Industrietätigkeit 1974 am IWW promoviert. Danach hat die Jubilarin als verantwortliche Oberassistentin am Aufbau und Betrieb des ersten Rasterelektronenmikroskops im Jahre 1974 in Magdeburg entscheidend mitgewirkt. Aus ihrer Tätigkeit sind bis heute zahlreiche Publikationen, einige wissenschaftliche Lehrfilme und Forschungsberichte hervorgegangen. Einen besonderen Anteil an der Forschungsarbeit nahmen Schadensfalluntersuchungen ein. Die Wissenschaftlerin konnte im Rahmen dieser Untersuchungen zur Produktverbesserung und Schadensvermeidung vieler industrieller Produkte beitragen, woraus eine langjährige gute und ergebnisreiche Zusammenarbeit mit vielen Unternehmen unserer Region entstanden ist.

Kollegiale Persönlichkeit

Dr. Ingeborg Wagner hat sich nicht nur durch ihre wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet, auch durch ihre Lehrtätigkeit wurden viele heutige und ehemalige Studenten der Universität auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet, woraus langjährige Arbeitskontakte und Freundschaften entstanden sind.

Aber nicht nur durch ihr Engagement in Wissenschaft und Lehre hat sich die Jubilarin hervorgetan, auch ihre fröhliche und kollegial integrative Persönlichkeit wird den Mitarbeitern unseres Institutes und der Universität in Erinnerung bleiben.
Olaf Kahlen