April 1999

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Leukämien und Lymphome

Biologie, Klassifikation und Klinik der Erkrankungen erörtert

Das jährliche Treffen der Interdisziplinären Gruppe für Labor und Durchflußzytometrie (IGLD) Anfang März 1999 stand unter dem Thema Leukämien und Lymphome. Über 300, vorwiegend junge, Teilnehmer aus Deutschland, aber auch aus dem Ausland (England, Tschechien, Polen und Österreich), nahmen an dem Symposium im zentralen Hörsaalgebäude und in den Laboratorien des Universitätsklinikums teil. Ausgerichtet wurde es von der Klinik für Hämatologie/Onkologie (Direktorin: Prof. Dr. Astrid Franke), die Organisation und Leitung des Symposiums oblag PD Dr. Heinz-Gert Höffkes.

Viele Partner

Das Treffen fand in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGI), der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI), der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DGT) und der Deutschen Gesellschaft für Thrombose und Hämostaseforschung (GTH) als interdisziplinär ausgerichtetes Symposium statt.

Die wissenschaftliche und klinische Reputation der Medizinischen Fakultät wurde insbesondere durch die Anwesenheit national und international führender Vertreter (Prof. Dr. Günter Brittinger - WHO, Prof. Dr. Anthony D. Ho - University of California, jetzt Uniklinik Heidelberg, Prof. Estella Matutes - Bartholomäeus Hospital, United Kingdom) unterstrichen. Daneben ermöglicht die IGLD aber auch jüngeren Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, eigene Forschungsergebnisse zu präsentieren.

Der hohe Stellenwert von Forschung und Lehre des hiesigen Klinikums wurde durch eine Vielzahl eigener Referenten deutlich. Stellvertretend seien hier nur einige genannt: PD Dr. Markus Böck (Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit Blutbank), Dr. Claudia Freytag und Dr. Dagmar Kunz (beide Institut für Medizinische Mikrobiologie) sowie Prof. Dr. Astrid Franke.

Die interdisziplinäre Abhandlung der bösartigen Tumore des Knochenmarks und des Lymphsystems (Leukämien und Lymphome) durch die Referenten war diesmal Anknüpfungspunkt für viele interessante und sonst kaum mögliche Diskussionen und Begegnungen der Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Fachgruppen. Erst diese Form der Diskussion über Biologie, Klassifikation und Klinik der Erkrankungen eröffnet die notwendigen Ansatzpunkte für innovative Untersuchungsmethoden und Therapieverbesserungen.

Neue diagnostische Methoden zytometrischer Meßverfahren zu entwickeln und zu evaluieren ist eines der selbst gesetzten Ziele der IGLD. Die Anwendungsreife der gezeigten Methoden kommt in dem ausgeprägten Interesse der forschenden Pharmaindustrie zum Ausdruck. Damit erfüllt die Medizinische Fakultät die hochschulpolitische Forderung nach anwendungsorientierter Wissenschaft.

Arbeitsgruppentag

Am letzten Tag des Symposiums rundete der traditionelle Arbeitsgruppentag das Treffen ab, auf dem die Teilnehmer durch praktische Unterweisung in den zuvor abgehandelten Themen den aktuellen Stand der Diagnostik durch ausgewiesene Experten erlernen konnten. Vertreter der Medizinischen Fakultät selbst leiteten die Gruppen Stammzellengewinnung (Prof. Dr. Marcell U. Heim, Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit Blutbank), Molekulare Diagnostik und Immunstatus (Prof. Dr. Wolfgang König, Institut für Medizinische Mikrobiologie), Knochenmarkhistologie (Prof. Albert Roessner, Institut für Pathologie) und Durchflußzytometrie (PD Dr. Heinz-Gert Höffkes).

Last but not least ist der Medizinischen Fakultät für die großzügige Unterstützung zu danken, insbesondere dem Zentrum Innere Medizin (Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. Hendrik Lehnert) sowie dem Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Helmut Klein.
Dr. Heinz-Gert Höffkes