Sport für jeden

Sportzentrum der Universität hält breites Angebot bereit

Ob sportlicher ABC-Schütze oder Weltmeister &endash; das Sportzentrum der Universität hält für jeden etwas bereit. Von Aerobic bis Yoga reichen die Angebote in über 50 Sportarten. Dabei geht es bei den Leichtathleten, Handballern oder Volleyballern wohl eher klassisch zu, jedoch nicht mit weniger Fun als bei den Sportlern der Life-Time-Sportarten wie Inline-Skating oder Bauchtanz. Die Teilnahme am Hochschulsport ist mit Ausnahme von Kursangeboten und einigen kostenintensiven Sportarten gebührenfrei. Hochschulsportlehrer und erfahrene Übungsleiter fungieren als Trainer und Kursleiter für Studierende wie für Mitarbeiter. “Primär steht die fakultative Sportausbildung der Studierenden im Mittelpunkt", erläutert Jürgen Gläser, Leiter des Sportzentrums. “Doch wir bemühen uns auch, für Mitarbeiter unter ganz spezifischen Gesichtspunkten, beispielsweise für die Wirbelsäule, ein breites Sportangebot zu gestalten und wünschen uns, daß sich noch mehr Mitarbeiter zum Sporttreiben motivieren ließen. Anregungen und Hinweise nehmen wir jederzeit dankbar entgegen."

Für die vorlesungsfreie Zeit bieten preiswerte Kurse Gelegenheit, Surfen zu lernen, in Österreich auf wilden Wassern mit dem Kanu oder zu Bergwandertouren unterwegs zu sein, Tauchen zu lernen oder Tennis zu spielen, auf den Mont Blanc zu steigen, Ski- und Snowboardfahren zu lernen oder am Vasalauf teilzunehmen. Daß Sportskanonen auch kräftig feiern können, beweisen sie auf dem jährlichen Sommernachtsfest, bei dem bis in die frühen Morgenstunden die Post abgeht, oder auf der Schnupperfete nicht nur für “Sportneulinge" in der Einführungswoche.

Die Wettkämpfe

Ihre Leistungen vergleichen und viel Spaß haben können die Hochschulangehörigen in zahlreichen Wettkämpfen wie dem Nikolauslauf, dem Nachtschwimmen, dem Uni-Triathlon oder dem Mixed-Volleyball-Turnier. Die Uni richtete bereits Deutsche Hochschulmeisterschaften u.a. im Segelsurfen, Kanu und Kegeln aus, und sie war Gastgeber für Pokalwettbewerbe in Ballsportarten. Im Segelsurfen, Tennis, Kajak sowie verschiedenen Mannschaftssportarten kann das Sportzentrum auf einige Hochschulmeister und Medaillengewinner verweisen. Und das mit einer gewissen Tradition. Bereits in den Anfangsjahren des Hochschulsports, also vor fast 45 Jahren, &endash; die Liaison zwischen dem obligatorischen Hochschulsport und der damaligen Hochschulsportgemeinschaft (einer Breitensportgemeinschaft) machte es möglich &endash; hatten sich die beiden Magdeburger Hochschulen in Verbindung mit der Sportgemeinschaft einen Namen bei der Ausrichtung von DDR-Studentenmeisterschaften beispielsweise in der Leichtathletik, im Rudern, Badminton, Orientierungslauf, Fechten, Basketball, Volleyball, in der Gymnastik, dem Turnen oder Schwimmen gemacht. Magdeburger Studenten spielten in ihrer Sportgemeinschaft im Volleyball und Bastketball in der DDR-Liga, im Fußball, Tischtennis oder Wasserball in verschiedenen Bezirksligen und belegten im Judo, Turnen oder in der Gymnastik hervorragende Plätze im FDGB-Pokal.

Die Geschichte des Sportzentrums ist wechselvoll. Vom obligaten, teilweise militanten, Sportunterricht zu DDR-Zeiten hin zum heutigen fakultativen Studentensport erweiterte sich auch das Angebot zum Sporttreiben. Einst waren es 18, heute sind es über 50 Sportarten, in denen ein Ausgleich zum ständigen “Nase-in-die-Bücher-Stecken" oder “Büro-Sitzen" geboten wird.

Seit 1990 ist das Sportzentrum der Universität, das auch den Angehörigen der Fachhochschule Magdeburg seine Angebote unterbreitet, Mitglied im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh). Dieser Dachverband von mittlerweile 141 Hochschulsporteinrichtungen wird in diesem Jahr 50. Er wurde 1948 zunächst als Arbeitsgemeinschaft deutscher Sportreferenten gegründet. Anfangs konzentrierte sich die Arbeit des adh auf die Organisation des nationalen und internationalen Wettkampfsports. Im Zuge der 68er Studentenbewegung erfolgte jedoch eine verstärkte Hinwendung zum Breitensport. Aus dem ursprünglichen Studentensport wurde eine besondere Form des Betriebssports für alle an den Hochschulen.
Ines Perl