Ohne Aussage zu Hochschulen

DVU-Landtagsfraktion kein Partner für Studentenrat

Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt hat der Studentenrat der Universität folgende (hier in Auszügen abgedruckte) Erklärung abgegeben:

Im Gegensatz zu unserer sonstigen Verfahrensweise lehnen wir die Zusammenarbeit mit der Fraktion der Deutschen Volksunion im Landtag Sachsen-Anhalts grundsätzlich ab. Durch das Wahlergebnis werden die Interessen der Studierendenschaft in einer Art und Weise berührt, die es notwendig macht, ihre Interessen zu schützen.

Ohne das Parteiprogramm der DVU im einzelnen zu analysieren, läßt sich sagen, daß es nicht dazu angetan ist, das Ansehen Deutschlands in der Welt zu steigern. Aufgrund der rechtsextremistischen Ereignisse der letzten Jahre und des Ergebnisses dieser Wahl steht zu befürchten, daß zukünftig weniger ausländische Studenten und Gastdozenten an die Hochschulen Sachsen-Anhalts kommen. Das würde den kulturellen wie wissenschaftlichen Austausch erheblich stören.

In dem Programm wird keinerlei Aussage zu den Hochschulen oder zur Berufsausbildung getroffen. Wir bezweifeln, daß die DVU Fragen in diesem Zusammenhang mit Kompetenz behandeln kann. Von Schülern, Auszubildenden und Studenten wird erwartet, daß sie die in sie getätigten Investitionen nach ihrer Ausbildung in Innovationen umsetzen. Wenn sich die Bildungsziele auf die im Parteiprogramm genannten beschränken, wäre das ein erheblicher Rückschritt.

Nach einigen Recherchen mußten wir feststellen, daß die DVU in keiner der Volksvertretungen, denen sie angehört(e) zu einer konstruktiven Arbeit bereit und/oder fähig war. Zur Lösung der allgemein anstehenden Probleme ist dies jedoch zwingend erforderlich. Wir fürchten, daß notwendige Entscheidungen durch die Fortsetzung ihres destruktiven Handelns verzögert oder unmöglich werden. Zu guter Letzt möchten wir, die Mitglieder des Studentenrates dieser Universität, sagen, daß wir diese und andere rechtsgerichtete Parteien grundsätzlich ablehnen und das nicht nur in unserem Landtag. Nach dem Studium des Parteiprogramms der DVU mußten wir feststellen, daß es vollständig dem gesunden Menschenverstand widerspricht.
Sandy Gretzschel; Martin Dunkel