Bald leuchten Dax & Co vom Dach

Wettbewerb Kunst am Bau für Neubau Wirtschaftswissenschaft abgeschlossen

Aktuelle Aktienwerte von den Börsen in Frankfurt, Tokyo, New York oder Hong Kong werden im kommenden Jahr vom Dach des Gebäudeneubaus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft leuchten. Mit ihrem Entwurf DAX hat die Berliner Künstlerin Veronika Kellndorfer den Realisierungswettbewerb Kunst am Bau gewonnen.

Die Preisträgerin akzeptiere mit ihrer Arbeit die gegebene Architektur als ein in sich geschlossenes künstlerisches Werk, in dessen Struktur sie nicht eingreifen möchte, heißt es in der Beurteilung des Siegerentwurfs. Mit dem auf der Dachkante anzubringendem 7,20 Meter breiten Neonband, das Dax, Nikkei & Co sowohl bei Tag als auch bei Nacht anzeigen soll, reagiere die Künstlerin auf die Leichtigkeit und Transparenz der Architektur. Durch ein ornamentales Band aus Zahlen und Buchstaben in verschiedenen Farben wird Magdeburg auf imaginäre Weise mit den vier Zentren der Finanz- und Wirtschaftswelt &endash; Frankfurt, Tokyo, New York und Hong Kong &endash; verknüpft. Die farbliche Gestaltung nimmt die mit dem Bau erwiesene Referenz an den Bauhausarchitekten Bruno Taut auf. "Die Leichtigkeit und Transparenz meiner Arbeit steht in Korrespondenz mit der Architektur des Gebäudes. Der Gedanke einer intelligenten Fassade wird mit den Mitteln der Kunst weiterverfolgt", so Veronika Kellndorfer.

Die sich ständig ändernde Licht-Zeichen-Komposition auf dem Gebäudedach verweist auf die Bewegung an den Finanzmärkten als ein Ausdruck dessen, was auf den Weltmärkten passiert. Die komplexen Zusammenhänge, die diese Bewegungen verursachen und bestimmen, sind Teil der Lehre und Forschung, die in diesem neuen Gebäude vermittelt und praktiziert werden. In diesem Sinne ist die Arbeit eine Simulation der Informationsgesellschaft, in der wir leben, und des ihr innewohnenden Wertgefüges. Sie nimmt einerseits die Inhalte der Arbeit an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät auf und schafft zugleich eine zeichenhafte Verbindung zwischen der Universität und der Stadt Magdeburg.
Ines Perl