Geschichte des Vereins für Geschichte und Altertumskunde des Herzogtums und Erzstiftes Magdeburg

Der Verein für Geschichte und Altertumskunde des Herzogtums und Erzstiftes Magdeburg gab von Beginn seiner Tätigkeit an Mitgliedern und Gästen auf seinen monatlichen Sitzungen die Möglichkeit, über die Ergebnisse ihrer Forschungen zu berichten. Im Montagsblatt der Magdeburgischen Zeitung erschienen hierüber dann Berichte, die den Inhalt der Vortrage aber nur in gekürzter Form wiedergaben. Daraus entstand das Bedürfnis, eine regelmäßig erscheinende Vereinszeitschrift herauszugeben. Im ersten Jahr des Bestehens, 1866, erschien jeweils ein Vierteljahresbericht und im folgenden Jahr begann die Herausgabe der Zeitschrift „Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg“. Die Zielstellung wurde im ersten Heft wie folgt definiert: „Die Zeitschrift soll nicht als Repertorium von allerhand Kuriositäten dienen; ebenso wenig soll sie eine Sammlung sein von populär geschriebenen Aufsätzen, die nur längst bekanntes in etwas anderer Form reproduzieren. Ihre Aufgabe ist vielmehr, durch Arbeiten, die der umsichtigen, kritischen Forschung nicht entbehren, unsere Kenntnis der Magdeburgischen Geschichte und Altertümer zu erweitern. Der Inhalt dieser Arbeiten kann selbstverständlich ein äußerst mannigfaltiger sein.“ Die Auslieferung erfolgte vierteljährlich in Heften zu 6 – 8 Bogen in loser Fadenheftung, die nach eigenen Bedürfnissen gebunden werden konnten. Ab 1889 erschienen die Geschichtsblätter in 2 Heften pro Jahr und nach 1900 als Jahresschrift, damit längere Aufsätze möglichst in einem Band gedruckt werden konnten. Bis zum 2. Weltkrieg wurden insgesamt 75 Jahrgänge publiziert, der letzte Jahrgang 74/75 (1939/41). Mit den „Geschichtsblättern“ existiert eine einzigartige Quelle zur Geschichte des Magdeburger Landes, die mit dieser vorgelegten Online-Bibliographie für Interessierte erschlossen werden soll. In der Datenbank kann nach Autoren und Titeln gesucht werden. Eine Sortierung nach bestimmten Kategorien und dem Inhalt je Heft ist möglich. Zugänglich sind die verfilmten „Geschichtsblätter“ im Lesesaal der Stadtbibliothek Magdeburg.

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