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Diese Seiten werden noch einige Zeit als Archiv bestehen bleiben.

Theorieforum

Das Theorieforum ist ein medienpädagogisches und medienwissenschaftliches Tagungsformat, das im Jahr 2005 von der "Theorie-AG" der damaligen Kommission Medienpädagogik initiiert wurde und mittlerweile in Kooperation der Lehrstühle Allgemeine Pädagogik und Erziehungswissenschaftliche Medienforschung mit der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft einmal jährlich an der Universität Magdeburg stattfindet.

Ziel des Theorieforums, das sich als regelmäßiges Ergänzungsangebot zu den beiden jährlich angebotenen Tagungen der Sektion Medienpädagogik versteht, ist es, zentrale Theoriediskurse aufzugreifen, zu bündeln und ohne den Druck der Transformation in handlungsrelevante Konzepte - sowie in großzügig bemessenem Zeitrahmen - zu diskutieren. 

Das Archiv enthält Informationen und Berichte zu den vergangenen Theorieforen. Seit zwei Jahren findet das Theorieforum jeweils zu einem festgelegten Themenschwerpunkt statt. Diese waren bisher:

2016 Big Data: Implikationen für Bildung/Medienbildung und Gesellschaft  
2015 Das umkämpfte Internet  
2014 Netzwerktheorien  
2013 Mediale Diskurse, Kampagnen und Öffentlichkeiten ausführlicher Bericht
2012 Partizipative Medienkulturen ausführlicher Bericht
2011 Positionen der Medienbildung ausführlicher Bericht
2010 Zeit, Medialität und Bildung ausführlicher Bericht
2009 Die konstitutive Kraft der Medien  

Das nachfolgende Mission-Paper der Theorie-AG von 22.11.2005 verdeutlicht Zweck und Grundgedanken des Theorieforums ausführlich

Mission-Paper 

Die Medienpädagogik hat sich in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne etablieren können. Auf Antrag einer Vorbereitungsgruppe (bestehend aus den Kollegen/innen Aufenanger, Baacke, Schorb, Schulz-Zander, Tulodziecki und de Witt) hat der DGfE-Vorstand im Mai 1994 die Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft (zunächst auf Zeit) "Medienpädagogik" beschlossen. Im Rahmen der Umstrukturierung der DGfE - die neue Binnenstruktur wurde am 9.1.1999 förmlich beschlossenen - wurde eine Kommission "Medienpädagogik" als Teil der Sektion Medien- und Umweltpädagogik eingerichtet, die derzeit rund 90 Mitglieder hat. Die Kommission führt in der Regel zwei Fachtagungen pro Jahr durch, eine Frühjahrstagung und eine Herbsttagung. Sie bilden wichtige Kristallisationspunkte für den fachlichen wie für den berufs- und bildungspolitischen Diskurs der deutschsprachigen Medienpädagogik.

Die Medienpädagogik hat sich in den vergangenen Jahren als wissenschaftliche (Teil-) Disziplin bis zu einem Grad ausdifferenziert, der es zunehmend schwieriger macht, alle Diskursstränge und Themenbereiche im Rahmen dieser Fachtagungen in hinreichender Breite und Tiefe zu diskutieren. Aus diesem Grund soll ein neues Forum etabliert werden, das sich thematisch stärker fokussiert, und zwar auf die Reflexion theoretischer Grundlagen der Medienpädagogik. Das Theorie-Forum versteht sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den Frühjahrs- und Herbsttagungen der Kommission Medienpädagogik.

Das Theorie-Forum soll zentrale Theoriediskurse aufgreifen, bündeln und ohne den Druck der Transformation in handlungsrelevante Konzepte diskutieren. Vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung soll auch ein anderes Veranstaltungsformat etabliert werden, das mehr Zeit für die Diskussion lässt. Das bedeutet, pro Theorie-Forum soll es nicht mehr als vier bis fünf Referate geben, für deren Präsentation und Diskussion jeweils rund zwei Zeitstunden reserviert werden. Aus der Veranstaltung heraus sollen Publikationen entstehen, die den medienpädagogischen Theoriediskurs insgesamt prägen und weiterbringen sollen. Jährlich soll ein Theorie-Forum stattfinden.

Die Kollegen von der Universität Magdeburg haben sich bereit erklärt, bis auf weiteres als Organisatoren und Veranstalter des Theorie-Forums zu fungieren. Das erste Forum wird am 21. und 22. September 2006 in Magdeburg stattfinden. Es soll der Bilanzierung von medienpädagogisch anschlussfähigen Theoriediskursen dienen, wobei die ersten Planungen dahin gehen, sich mit der Bildungstheorie, den Cultural Studies, der Professionstheorie und dem Theoriediskurs zum kulturellen Gedächtnis zu beschäftigen.

Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Johannes Gutenberg-Universität Mainz 
Prof. Dr. Johannes Fromme, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 
Prof. Dr. Winfried Marotzki, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 
Prof. Dr. Norbert Meder, Universität Duisburg-Essen 
Prof. Dr. Dorothee M. Meister, Universität Paderborn 
Prof. Dr. Uwe Sander, Universität Bielefeld 
Prof. Dr. Werner Sesink, Technische Universität Darmstadt