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Dies sind die archivierten Seiten des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik von Prof. Winfried Marotzki.

Die Seiten der Professur für Pädagogik und Medienbildung erreichen Sie bis auf Weiteres unter http://www.uni-magdeburg.de/iniew/wphp/

Weblog von Benjamin Jörissen

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Bilingual (German/English) Blog & Website of Prof. Dr. Benjamin Jörissen
Aktualisiert: vor 40 Minuten 38 Sekunden

Das Jahr zur Digitalisierung im Rat für Kulturelle Bildung

Fr, 01/18/2019 - 11:38
Dieser Frage widmet sich der Rat für Kulturelle Bildung seit einem Jahr. Nun stehen einige Ergebnisse an: 1) Denkschrift: ALLES IMMER SMART Ein Jahr voller intensiver Debatten, Kontroversen und Einsichten, ein Jahr der Zusammenarbeit mit enorm inspirierenden Menschen im Rat. Die Denkschrift fokussiert im ersten Teil stark auf Schule. Dies war eine Entscheidung angesichts der […]

New publication: „Spectra of Transformation: Arts Education Research and Cultural Dynamics“

Sa, 07/07/2018 - 13:25
„Spectra of Transformation: Arts Education Research and Cultural Dynamics“ … is the first english publication (of several others currently in preparation) of the team of my chair. The volume represents the outcome of the same-named winter school we conducted in 2017, providing theoretical perspectives of transformational processes in a first section and selected presentaitons of […]

Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung

Di, 05/08/2018 - 11:31
Der „Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung“ heißt ab sofort „Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung“. Die enorm lange Denomination meines Erlanger Lehrstuhls passt nicht nur kaum auf eine Visitenkarte; sie ist auch für die internationalen Kontexte, in denen wir unterwegs sind, nicht zu übersetzen. “ […]

International Conference „Aesthetics of Transformation“ – May 2/3/4 2018

Fr, 04/20/2018 - 10:38
Aesthetics of Transformation – Arts Education Research and the Challenge of Cultural Sustainability Second conference of the global UNITWIN-Network „Arts Education Research for Cultural Diversity and Sustainable Education“ to take place at the University of Erlangen-Nuremberg, Academy for School Theatre and Performative Education Culture only persists through lived practice. It exists within iterative practices which […]

Bildung und Design – Pädagogik als Subjektdesign

Sa, 04/07/2018 - 15:11
Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (http://dgfe2018.de) haben Juliane Engel und ich gemeinsam ein Symposion zum Thema „Bildung und Design“ veranstaltet. Die Diskussonen zwischen Vortragenden – Claudia Mareis, Heidrun Allert, Juliane Engel, als Critical Friend Manuel Zahn – und Teilnehmer*innen waren ausgesprochen anregend; mit Sicherheit ist dies ein Thema, das wir weiter […]

Zwei weitere Forschungsprojekte zur Digitalisierung am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung

Do, 09/28/2017 - 15:48
Im September bzw. Oktober 2017 starten zwei neue Forschungsprojekte am Lehrstuhl: Digitale Kulturelle Bildung – ein Metavorhaben (DiKuBi-Meta, BMBF, 2017-2022), sowie Musikalische Interface-Designs – Augmentierte Kreativität und Konnektivität (MIDAKuK, BMBF, 2017-2021) Zusammen mit den bereits laufenden Verbundrojekten „(Post-) Digitale kulturelle Jugendwelten“ (DiKuJu, BMBF, 2016-2019) und MEMU-IN, in dem es um die Erforschung der Wirksamkeiten mehrtägiger … „Zwei weitere Forschungsprojekte zur Digitalisierung am Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung“ weiterlesen

BMBF-gefördertes Projekt zu Wirksamkeiten mehrtägiger musikpädagogischer Interventionen startet

Sa, 03/04/2017 - 13:13
Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Lehrstuhl für empirische Unterrichtsforschung (Stephan Kröner), der Hochschule für Musik Würzburg (Andreas C. Lehmann) und dem Dortmunder Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS; Johannes Hasselhorn) das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Kondensiertes Glück? Mehrtägige musikpädagogische Interventionen: Determinanten der Teilnahme, wirksame … „BMBF-gefördertes Projekt zu Wirksamkeiten mehrtägiger musikpädagogischer Interventionen startet“ weiterlesen

Die Bedeutung kultureller Bildung im Zeitalter der Digitalisierung (Interview FAU-aktuell)

Fr, 02/17/2017 - 10:39
Unsere lang geplante Winterschool startet nun endlich am nächsten Montag. Das Uni-Magazin FAU aktuell hat mich anlässlich dessen interviewt – dabei gute Fragen gestellt und meine Antworten auf ein einigermaßen lesbares Format gebracht. ;-) Nachgefragt: Die Bedeutung von kultureller Bildung im Zeitalter von Digitalisierung

Youtube-Playlist on (post-) digital transformations of aesthetic/arts/cultural education

Fr, 02/17/2017 - 10:22
On our upcoming winterschool „Spectra of Transformation“, I will hold a workshop about the (post-) digital transformation of (the conditions of) aesthetic and arts education, with special regards to the impacts on our very concepts of arts/aesthetics and education. I assembled a playlist on youtube wich covers theoretical reflections as well as many practical examples. It … „Youtube-Playlist on (post-) digital transformations of aesthetic/arts/cultural education“ weiterlesen

Penne alla Bolognese: DHV-Umfrage zeigt steigende Bürokratisierung, sinkende Flexibilität, schlechteres Betreuungsverhältnis an den Universitäten

So, 01/22/2017 - 12:24
Der Deutsche Hochschulverband hat eine interessante Studie bei Allensbach in Auftrag gegeben. Auch wenn freilich Studien von Interessenverbänden – hier insbes. von Hochschullehrer*innen – eine entsprechend interessierte Ausrichtung haben, fallen die Ergebnisse doch ausgesprochen deutlich aus, und sie entsprechen auch durchaus meiner Erfahrung im Wandel der Universität von einer Bildungs- zu einer Lern- und Ausbildungsstätte – Penne … „Penne alla Bolognese: DHV-Umfrage zeigt steigende Bürokratisierung, sinkende Flexibilität, schlechteres Betreuungsverhältnis an den Universitäten“ weiterlesen

The Volkswagen Foundation supports our upcoming Winterschool „Spectra of Transformation“

Di, 12/13/2016 - 00:16
We are very happy to announce that the VolkswagenFoundation informed us today to support our international Winterschool „Spectra of Transformation“, which will take place next February. The program supports events that „aim toward new scientific ideas and research approaches“. It is encouraging to see that the approach developed by us (the team of my chair) … „The Volkswagen Foundation supports our upcoming Winterschool „Spectra of Transformation““ weiterlesen

BMBF-gefördertes Projekt „Postdigitale Kulturelle Jugendwelten“ startet

Mo, 12/12/2016 - 23:12
Der Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung wird in den nächsten drei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildung und Kultur (IBK) und der Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid das BMBF-geförderte Verbundvorhaben Postdigitale kulturelle Jugendwelten – Entwicklung neuer Methodeninstrumente zur Weiterentwicklung der Forschung zur Kulturellen Bildung in der digitalen … „BMBF-gefördertes Projekt „Postdigitale Kulturelle Jugendwelten“ startet“ weiterlesen

MA Pedagogics w/ study focus Cultural Education now has its first regular english course!

So, 12/11/2016 - 18:58

As the Erlangen Institute of Pedagogics is involved in several international research networks (INRAE, ENO) related to aesthetic, arts and cultural education, and even hosts a UNESCO Chair for Culture and Arts in Education, this is obviously a good starting point for the internationalization of our study courses.

Unfortunately, due to the fact that much of the contents in our study courses is originally in german (esp. theory of „Bildung“) and students generally prefer to speak german in class, it is not really easy to introduce english courses.

However, in order to provide international perspectives in our MA Pedagogics, I found that implementing a UNESCO-related course would make it easy to give this one course in english. My english is for sure less than perfect (as you may have noticed), and so is the english spoken in our international networks – but we do get along, and we manage to have deep conversations about our ideas and issues. This is an experience we’d like to open up to our students.
Minor flaw: The course description is still in german, as it has to be…

Profilentwicklung im Erlanger MA Pädagogik/Profilschwerpunkt Kulturpädagogik

Fr, 07/15/2016 - 09:09

Die kontinuierliche Entwicklung unseres MA-Profilschwerpunkts Kulturpädagogik im Erlanger MA Pädagogik liegt mir sehr am Herzen. Nachdem ich verstärkt feststelle, dass nicht nur Interessent*innen, die im engeren Sinne an kulturpädagogischen Handlungsfeldern interessiert sind (etwa im Sinne der BKJ oder des Rats für Kulturelle Bildung), sich in das Profil einschreiben, sondern auch Studierende, die eher allgemeinpädagogisch-erziehungswissenschaftlich interessiert sind, wie auch nicht wenige Studierende, die im Anschluss an den Master Pädagogik eine Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in planen, habe ich das Masterprofil „Kulturpädagogik“ dieser sehr begrüßenswerten breiteren Interessenlage entsprechend angepasst.

Um an dieser Stelle ein verbreitetes Missverständnis auszuschließen: „Kultur“ heißt im Erlanger Studiengang keineswegs nur „Hochkultur“, vielmehr verstehen wir die kulturtheoretische Perspektive in einer anthropologischen Fundierung – Kultur also als das „selbstgesponnene Bedeutungsgewebe“, in dem Menschen leben, Gemeinschaften bilden und zu sich in der Welt verortenden Subjekten werden. Freilich haben innerhalb dieser Gefüge ästhetische Praktiken und die institutionalisierten sog. „Künste“ maßgebliche Bedeutung als besondere Phänomene und Orte kultureller Selbstreflexion. Sozialisation, Erziehung und Bildung bilden zentrale Praktiken der Tradierung und Transformation von „Kultur“, die immer auch – implizit oder explizit – mit zahlreichen ästhetischen und performativen Perspektiven verbunden sind.

Dabei  konnte nun auch die Gesamtstruktur des Profils erheblich klarer und im Studium nachvollziehbarer gegliedert werden. Unser MA Pädadogik besteht aus drei inhaltlichen Säulen mit jeweils 3 Modulen à 10 CP (zuzgl. Felderkundungs- und Forschungspraktika sowie Masterarbeitsmodul), nämlich:

  1. einer allgemeinpädagogischen Säule zur allgemeinpädagogischen und methodologischen Vertiefung
  2. einer profilspezifischen theoretisch orientierten Säule, sowie
  3. einer profilspezifischen praxisorientierten Säule.

Ab dem Wintersemester 16/17 ist die zweite Säule primär auf ästhetische und kulturtheoretische Aspekte in allgemeinpädagogischer Perspektive ausgerichtet, während die dritte, praxisorientierte Säule auf die kulturpädagogischen Praxisfelder fokussiert:

  • In der zweiten Säule wird alles vermittelt, was zu vertieften Kenntnissen und Kompetenzen der ästhetiktheoretischen und kulturtheoretischen pädagogischer und erziehungswissenschaftlicher Themen in ihrer gesamten Breite nötig ist – ausgewählte und aufeinander abgestimmte Theoriewerkzeuge, fokussierte ästhetische/kulturtheoretische Perspektiven auf pädagogische Handlungsfelder und Perspektiven, vorbereitend auf die Masterarbeit ergänzende profilspezifische Methodenvermittlung am Gegenstand ästhetischer Prozesse und Artikulationen (stukturanalytisch, rekonstruktiv, kulturhermeneutisch, historiographisch).
  • In der dritten Säule werden umfassende Kenntnisse kultureller Institutionen, kulturpädagogischer Handlungsfelder und kulturpädagogischer Feldforschung (z.B. Evaluation) im engeren Sinne vermittelt. Hier arbeiten wir übrigens langjährig mit ausgesprochen kompetenten externen Lehrbeauftragten zusammen, so insbesondere etwa mit Dieter Rossmeissl, Referent für Kultur, Jugend und Freizeit der Stadt Erlangen und langjähriger Kultur- und Bildungspolitiker der Stadt und Region. Geplant ist zudem die Einführung ästhetisch-künstlerischer Praxis(selbst-)erfahrung in Zusammenarbeit mit der meinem Lehrstuhl angegliederten Akademie für Schultheater und performative Bildung.

Weitere Details hier: https://www.paedagogik.phil.fau.de/studium/ma-paedagogik/der-masterstudiengang-paedagogik-mit-schwerpunkt-kulturpaedagogik-im-ueberblick/

Studieninteressierte sind herzlich eingeladen, sich bei Fragen zum Studiengang MA Pädagogik, insbesondere zum Profilschwerpunkt Kulturpädagogik, an mich persönlich zu wenden. Unser MA Pädagogik ist keine Massenveranstaltung, sondern basiert auf der Zusammenarbeit und dem gegenseitigen Kennenlernen von Studierenden und Lehrenden.

Der Erlanger Masterstudiengang Pädagogik mit Schwerpunkt Kulturpädagogik

Di, 07/28/2015 - 17:14

… hat nun endlich eine Seite, auf der die Grundideen, Ziele auf der Verlauf des Studiums für InteressentInnen erläutert werden: https://www.paedagogik.phil.fau.de/studium/ma-paedagogik/der-masterstudiengang-paedagogik-mit-schwerpunkt-kulturpaedagogik-im-ueberblick/.
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. August; weitere Informationen sind hier zu finden: https://www.fau.de/studium/vor-dem-studium/bewerbung/anmeldung-zum-masterstudium/.

(Medialität und …) Ästhetik, Design und Netzwerk

Sa, 10/25/2014 - 20:24

Seit einigen Monaten komme ich endlich dazu, seit langem überfällige Themenbereiche zumindest in ersten Ansätzen zu bearbeiten. Sie sind aus medientheoretischer Perspektive Zwischenergebnis eines Klärungsprozesses, der den Fokus von Medien bzw. Medialität auf Bereiche verschiebt, ohne die (v.a. digitale) mediale Phänomene nicht verstanden werden können. Aus allgemeinpädagogischer Perspektive handelt es sich um Phänomenbereiche, die m.E. für ein Verständnis von gegenwärtigen Bildungsprozessen und ihren Bedingungen von ähnlicher Bedeutung sind wie Medialität.

Auf die Gefahr hin, Komplexitäten zu erzeugen, die sich nicht leicht handhaben lassen (auf dieses Problem nehme ich persönlich wenig Rücksicht), sind dies: Ästhetik, Design und Netzwerk.

  • Ästhetik und Medialität: Wie zu Recht von wohlwollenden Kritikern angemerkt wird (etwa: hier von Manuel Zahn, hier von Roberto Simanowski und hier von Andeas Weich und Julus Othmer), präsentiert sich der Ansatz der Strukturalen Medienbildung als medientheoretisch entwicklungsfähig (aber, immerhin, auch -würdig). Das Schnittfeld von Bildungs- und Medientheorie ist hochkomplex und bietet zukünftig noch reichliche Möglichkeiten der Klärung. Das Spannungsfeld von Medialität und Ästhetik ist dabei aus bildungstheoretischer Perspektive ein sehr interessanter Ansatzpunkt, denn die Brüche und Reibungspunkte zwischen der medialen Ebene und der durch Mediatisierungsprozesse (i.s.v. Mersch, nicht von Krotz) prästrukturierten Ästhetiken ermöglichen Öffnungen. Wenn z.B. auf der ästhetischen Ebene die Medialität thematisiert wird wie in Magrittes La trahison des images, ist dies der Fall. Wenn man “Inhalte” nicht mehr medientheoretisch naiv von ihren medialen Prozessen losgelöst betrachten kann, dann auch Ästhetiken nicht (vgl. Schwemmer 2005). Daraus folgt, dass sowohl  epistemische (propositional-wissensförmige) also auch  ästhetische (nichtpropositionale, sinnlich-formsprachliche) Artikulationen auf ihr Verhältnis zur Medialität hin befragt werden können und müssen. Hierzu zwei Aufsätze als Preprint: erstens eine medienbildungstheoretische Perspektive (pdf), zweitens eine empirische Perspektive am Beispiel der Divergenzen von Ästhetik und Medialität in filmischen Inszenierungen biographischer Diskontinuität (pdf). Der letztere Aufsatz verfolgt eigentlich ein zweifaches Interesse, nämlich a) ein methodologisches und b) ein thematisches (biographische Diskontinuität ist natürlich identitätstheoretisch sehr interessant; besonders hat mich Aki Kaurismäkis Film “Der Mann ohne Vergangenheit” dazu angeregt). Er ist denn auch doppelt so lang (und leider wohl auch doppelt so komplex) geraten.
  • Design und Subjektivation: Ursprünglich wollte ich etwas zu digitalen Artefakten schreiben, sozusagen als Nachtrag zur aktuellen Diskussion über eine Pädagogik der Dinge. Es wurde mir jedoch schnell klar, dass ich dabei ohne den Designbegriff nicht auskommen würde, denn schließlich existiert nichts, nicht mal NULL, in der digitalen Sphäre, wenn es nicht von irgendeinem Softwaredesign definiert wird (und sei es als Ausnahmezustand). Insbesondere hat mich hier nicht so sehr Stil oder Ästhetik, sondern das implizite Wissen von Design interessiert (wie es neuerdings auch in teilweise machtkritischen Perspektiven entdeckt wird, vgl. Mareis 2011). Erstaunlicherweise spielt im pädagogischen Ding-Diskurs das Design eine weitestgehend marginale Rolle. Das wäre schon im Hinblick auf “didaktisches Design” und Spieldinge sehr merkwürdig, ist aber im Hinblick etwa auf unsere durchweg designdurchsetzten Lebenswelten (die voller “Wissen” über “Nutzer” sind, also voller anthropologischer, subjekttheretischer, ergonomischer, ästhetischer, ökonomischer etc. Hypothesen sind, die uns wie selbstverständlich Handlungs- und “Seinsmöglichkeiten” anbieten) bildungstheoretisch sehr wenig verständlich. Insofern war es eine spannende Auseinandersetzung, die jedoch im Hinblick auf digitales Design (Software-Design, Datendesign, User experience-Design usw.) nur eine Vorarbeit darstellen kann. Hier der Preprint (pdf).
  • Netzwerk: Gemeint sind hier nicht etwa soziale Netzwerk-Plattformen und auch nicht primär digitale Netzwerke, sondern soziale Netzwerke. Die Netzwerksoziologie entwickelt sich seit ca. der Mitte des 20. Jahrhunderts. Noch vor wenigen Jahren ein relativ exotisches Feld (soweit ich sehe, stammt die erste in Deutschland erschienene Einführung von Boris Holzer aus dem Jahr 2006), ist daraus in der Soziologie mittlerweile auch hierzulande ein breit aufgefächertes Forschungsparadigma geworden (das sehr stark von Christian Stegbauer vorangetrieben wurde, vgl. etwa Stegbauer 2008; Stegbauer/Häußling 2010). Netzwerke sind nicht nur von medienpädagogischer Relevanz, sondern unmittelbar auch von bildungstheoretischer. Denn Bildungsprozesse sind immer auf Sozialität und Welt bezogen. Wie wir aber dieses Verhältnis bildungstheoretisch begreifen, hängt einerseits von den subjekttheoretischen, zugleich aber auch von den sozialtheoretischen (und materialen, dingseitigen) Ansätzen ab. Die Netzwerk-Thematik habe ich im Rahmen meines Habilitationsverfahrens als Vortrag bearbeitet; die Überarbeitung des Manuskript wartet leider seit Juli darauf, dass ihr Urheber mal ein, zwei Tage Zeit dafür findet …

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