Geschichte des Internets ( SW )

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Herkunft

Der Begriff „Internet“ ist ein Anglizismus, der sich aus der ursprünglich rein fachbezogenen Benutzung im Rahmen der gesellschaftlichen Durchdringung unverändert in der Alltagssprache als Eigenname etabliert hat. Er wurde aus der Beschreibung „Interconnected Networks“, also „mit-/untereinander verbundene Netzwerke“, auch „Zusammengeschaltete Netzwerke“, gebildet, da das Internet aus einem Zusammenschluss zahlreicher Teilnetze mittels der technischen Standards des sehr dezentral strukturierten Arpanets entstand. Eine weitere mögliche Übersetzung ist also „Verbundnetz“.

Deutsche Bezeichnungen

In der deutschen Sprache gibt es, teils aus Eindeutschungsbemühungen von Sprachpflegevereinen, verschiedene Synonyme wie „Weltnetz“, „Zwischennetz“ oder „Internetz“. Einige davon, etwa 'Weltnetz', werden auch oder vornehmlich in rechtsgerichteten Kreisen verwendet. Andere sind zwar seit Mitte der 1990er Jahre bekannt und in diversen sprachkritischen Publikationen zu finden, haben aber in der Alltagssprache keine praktische Bedeutung erlangt Weder „Weltnetz“ noch „Zwischennetz“ sind – im Gegensatz zu „Internet“ – bis heute in den Duden (24. Auflage) aufgenommen worden. In der Alltagssprache wird der Begriff „Internet“ oft schlicht mit dem Wort „Netz“ abgekürzt.

Grundlagen

Das Internet ist mediengeschichtlich eine Anomalie. Übliche Modelle der Medien- wie der Technikgenese allgemein laufen vom Labor über die Entwicklung hin zur Anwendungsreife bis zur gesellschaftlichen Implementierung entweder als staatliche Militär- oder Verwaltungskommunikation, als wirtschaftliches Kontroll- und Steuerungsinstrument oder als Massenprodukt der Individualkommunikation bzw. der Massenmedien. Anders hingegen im Falle von akademischen Datennetzen. Hier gab es in den ersten Jahren keine Trennung zwischen Erfindern, Entwicklern und Anwendern.

Die Informatik hat im Netz nicht nur ihren Forschungsgegenstand, sondern zugleich ihr Kommunikations- und Publikationsmedium. Es ist gleichzeitig Infrastruktur und Entwicklungsumgebung, die von innen heraus ausgebaut wird. Innovationen werden von den Entwickler-Anwendern in der Betaversion, das heißt ohne Garantie und auf eigene Gefahr, in die Runde geworfen, von den Kollegen getestet und weiterentwickelt. Darüber hinaus stellt sie den anderen, zunehmend computerisierten, Wissenschaften die gleiche Infrastruktur zur Verfügung. Der Zugang zu Rechenressourcen, der Austausch innerhalb einer weltweiten Community von Fachkollegen, das Zur-Diskussion-Stellen von Preprints, die Veröffentlichung von Konferenzreferaten und Datenbanken im Internet – all dies gehört seit den 80er Jahren zu den täglichen Praktiken in der Physik und Astronomie, der Informatik selbst und zunehmend auch in den weicheren Wissenschaften. Schließlich ist das Weiterreichen der Grundwerkzeuge an die Studierenden Teil der wissenschaftlichen Lehre.

Entstehung des Internets in der Frühphase

In den späten 50er Jahren leitete J. C. R. Licklider eine Forschungsgruppe beim US-Rüstungslieferanten Bolt, Beranek and Newman (BBN), die auf einer PDP-1, einem Minicomputer der Firma Digital Equipment Corporation (DEC), eines der ersten Time-Sharing-Systeme bauten. Computerhersteller und die meisten Vertreter des Informatik-Establishments waren der Ansicht, dass Time-Sharing eine ineffiziente Verwendung von Computerressourcen darstelle und nicht weiter verfolgt werden solle. Lickliders Argument war umgekehrt, dass Rechner für eine Echtzeit-Interaktion für „kooperatives Denken mit einem Menschen“ zu schnell und zu kostspielig seien, weshalb sie ihre Zeit zwischen vielen Nutzern aufteilen müssten. Licklider war auch der Architekt des MAC-Projektes (Multiple-Access Computer oder Machine-Aided Cognition oder Man And Computer) am Massachusetts Institute of Technology (MIT). 1962 wechselte er von BBN zur Advanced Research Projects Agency (ARPA) des US-Verteidigungsministeriums, wo er Leiter des Command and Control Research wurde, das er sogleich in Information Processing Techniques Office (IPTO) umbenannte.

Verbreitung des Internets in Europa

Anteil der Internetnutzer

- Niederlande 81 %

- Dänemark 76 %

- Finnland 75 %

- Deutschland 64 %

- Italien 34 %

- Bulgarien 28 %

- Österreich 72 %

Chronologie des Internets

1957

Die UdSSR schickt den ersten Satelliten (Sputnik) ins All.

Das Verteidigungsministerium der USA gründet die „Advanced Research Projects Agency“ (ARPA), welche für die Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Datenübertragung und der Kommunikation zuständig ist.

1961

Leonard Kleinrock schreibt am MIT die erste Theorie über Datenbündelung und Datenkompression.

1962

J.C.R. Licklider und W. Clark entwickelten am MIT das Konzept für das „Galactic Network“ ohne dabei jedoch auf einen Punkt zu fokussieren.

1963

Douglas Engelbart erfindet die Maus und beginnt seine Arbeit am Agumentation Research Center at Stanford Research Institute (SRI) und entwickelt ein Hypermedia-System mit dem Namen for oN-Line System (NLS).

1964

Auf der „Second Conference on Information System Science, Hot Springs, Virginia“ beschreiben Larry Roberts und J.C.R. Licklider Computernetze als die herausragende zukünftige Forschungsaufgabe Paul Baran, Mitglied der RAND Corporation, entwickelt das erste dezentralisierte Netzwerk ohne Zentralcomputer.

1965

Ted Nelson prägt den Begriff Hypertext.

Die ARPA finanziert eine Studie über das Thema:„Kooperatives Netzwerk mit time-sharing Computern“. Ein Großrechner (TX-2) im MIT Lincoln Labor und ein Großrechner (AN/FSQ-32) in der System Development Corporation werden über eine 1200bps Telefonleitung miteinander vernetzt, die zusammen später mit dem „Digital Equipment Corporation (DEC) Computer“ bei der ARPA das erste „Experimental Network“ bilden.

1968

An der Brown University entwickeln Ted Nelson und Andries van Dam das Hypertext Editing System (HES).

Die NPL stellt ihr PS-Netzwerk der ARPA vor.

Die ARPA vergibt den ersten Vertrag über das „Network Measurement Center“ an die Universität von California, Los Angeles (UCLA) sowie den ersten „Packet Switch Vertrag“, der die Fertigung von Prozessoren für das Nachrichtenwesen (IMPs) beinhaltet an die Firma Bolt Beranek and Newman, Inc. (BBN).

1969

Erstes RFC-Dokument (Request for Comments) von Stephen D. Crocker über die Kommunikation zwischen IMP (Interface Message Processors (Vorläufer der heutigen Router)) und dem bereits vorhandenen Host-Rechner erscheint.

Die neu gegründete „Network Working Group“ erstellt die ersten Protokollbeschreibungen.

Die ersten vier Knotenpunkte des ARPANET (Advanced Research Projects Agency (des US-Verteidigungsministeriums)), bestehend aus den Großrechnern der UCLA(University of California in Los Angeles), des SRI (Stanford Research Institute), der UCSB (University of California in Santa Barbara) und der University of Utah, werden miteinander verbunden und gehen in Betrieb.

1970

C.S. Carr, S.D. Crocker und G. Cerf veröffentlichen das „HOST - HOST Communication Protocol in the ARPA Network“.

Das erste digitale Funknetzwerk (ALOAHNET), entwickelt von Norman Abramson von der Universität in Hawaii, welches 1972 an das ARPANET angeschlossen wird, geht in Betrieb.

Die Hosts des ARPANET benutzen, das erste Host-to-Host protocol, das NCP (Network Control Protocol).

Die UCLA und die BBN wird mit der ersten Landleitung von AT&T mit 56kbps vernetzt, die wiederum später zwischen BBN und RAND neu vernetzt wird. Hinzu kommt eine zweite Landleitung zwischen dem MIT und Utah.

1971

Das FTP (File Transfer Protocol) wird entwickelt.

Das ARPANET erweitert sich auf 15 Knotenpunkte (UCLA, SRI, UCSB, University of Utah, BBN, MIT, RAND, SDC, Harvard, Lincoln Lab, Stanford, UIU(C), CWRU, CMU, NASA/Ames) mit insgesamt 23 Host - Computern.

Die Firma BBN produziert jetzt Netzwerk-Computer (IMPs) unter Nutzung des preisgünstigeren Honeywell 316. Da ein IMP nur 4 Host-Computer verbinden kann entwickelt BBN entwickelt ein Terminal-IMP (TIP) welches bis zu 64 Host-Computer unterstützt.

Ray Tomlinson von der Firma BBN erfindet eine Software mit der er kurze Nachrichten über das Netz versenden und empfangen kann, das E-MAIL Programm. Das Programm entstand aus dem intramaschinellen E-Mail Programm (SENDMSG) und aus dem experimentellen Programm für Datentransfer (CPYNET). Michael Hart startet das Project Gutenberg, das auf ASCII-Basis klassische Texte sammelt und online zur Verfügung stellt.

1972

Ray Tomlinson modifiziert sein E-Mail-Programm für das ARPANET. Das Zeichen @, entnommen aus dem Zeichensatz seiner Schreibmaschine (Teletype 33), bedeutet soviel wie „bei“ (engl.: at).

Larry Roberts entwickelt das erste E-mail-Management-Programm (RD). Veröffentlichung des Ad hoc Telnet Protocol (RFC: 318)von Jon Postel.

Erste internationale Konferenz (ICCC) über die Kommunikation zwischen Computern in Washington DC. Der erste Computer - Chat findet während der ICCC statt, als ein Student an der Stanford-Universität seine Probleme mit seinem Doktor, der ebenfalls Techniker von BBN ist, diskutiert.

1973

Mit dem „University College of London“ in England und dem „Royal Radar Establishment“ in Norwegen werden die die ersten internationalen Anschlüsse an das ARPANET getätigt.

Bob Metcalfe in Harvard veröffentlicht das erste Konzept für das ETHERNET. „Alto Aloha System“ ist das erste ETHERNET-Netzwerk.

Die ARPA startet, nachdem Bob Kahn Internetprobleme vorherahnt, das erste Programm zur Internet-Überwachung.

SRI (NIC) veröffentlicht die ersten Nachrichten des ARPANET.

Die Anzahl der Benutzer des ARPANET wächst auf über 2000 an und das versenden von E-Mails belastet das Netz zu 75%.

1974

Publizierung des „A Protocol for Packet Network Internetworking“ von Bob Kahn und Vinton Cerf, das erstmalig das Transmission Control Protocol (TCP) darstellt und im welchem auch mutmaßlich das erste Mal der Begriff „Internet“ gebraucht wird.

BBN eröffnet das TELENET, den ersten öffentlichen Daten- und Netzwerkservice, welches eine kommerzielle Version des ARPANET ist.

1975 Das Management des Internet übernimmt die DCA (heute die DISA).

Steve Walker erstellt die erste „Mailing list“ mit dem Namen „MsgGroup“ des ARPANET.

John Vittal entwickelte MSG, das erste E-Mail Programm mit Antwortservice, Vorschau und der Möglichkeit, Dateien anzuhängen und mitzusenden.

Die Satellitenleitung zwischen Hawaii und England besteht den ersten TCP-Test. Im Netz waren Stanford, BBN und UCL.

1976

AT&T Bell Labors entwickelt die Software UUCP (Unix-toUnix Copy) und vertreibt diese ein Jahr später mit dem Betriebssystem UNIX.

Die neue Generation von IMPs basiert auf „multiprocessing“.

1979

Zur Automatisierung von der UUCP Kommunikation schreibt Steve Bellovin die ersten Shell-Scripts und läutet somit den Beginn des Usenet ein.

Tom Truscott, Jim Ellis und Steve Bellovin entwickeln das USENET, das zwischen DUKE und UNC entsteht. Alle Gruppen werden unter der Hierarchie net.* eingetragen.

Richard Bartle und Roy Trubshaw von der Universität von Essex programmieren das erste MUD und MUD1.

Die ARPA gründet die ICCB (Internet Configuration Control Board).

1981

Das BITNET, entwickelt an der Universität von New York, (Because It„s Time NETwork) startet mit der ersten Verbindung nach Yale. „Time“ war anfangs „There, da es für den Bezug auf die freien NJE-Protokolle dastand, die mit den IBM Systemen propagiert werden sollten. Das BITNET unterstützte den E-Mail Service und Listen-Server um Informationen schneller anzubieten zu können, sowie einen direkten File-Transfer.

Das CSNET (Computer Science Network), welches später bekannt wurde als das „Computer und Wissenschafts-Netzwerk“, startet als Zusammenschluß einiger Wissenschaftler der Universität von Delaware, der Purdue Universität, der Universität von Wisconsin, der RAND Corporation, BBN und einer großen finanziellen Beteiligung von NFS. Es wird ein Netzwerkservice (vor allem E-Mail) für Wissenschaftler angeboten, die keinen Zugang zum ARPANET besaßen.

1982

Das spätere EUnet-Projekt (European UNIX Network) der Informatik-Rechner-Betriebsgruppe (IRB) bietet erste Netzwerkdienste in Deutschland an.

DCA und ARPA etablieren das TCP (Transmission Control Protocol) und das IP (Internet Protocol) als den Protokollstandard für das ARPANET. TCP/IP war somit die erste festgelegte Definition für das Internet als eine Gruppe von Netzwerken, die speziell dieses Protokoll verwenden.

Das „Exterior Gateway Protocol“ (EGP) wird veröffentlicht und als Schnittstellenprotokoll zwischen unterschiedlichen Netzwerken verwendet.

1983

Protokollwechsel beim ARPANET von NCP zu TCP/IP.

Der Umfang des ARPANET umfasst nun 400 angeschlossene Rechner.

Das Domain Name System (DNS) wird von Paul Mockapetris entwickelt.

Es wurden keine Honeywell oder Pluribus IMPs mehr benutzt und TACs lösten TIPs ab.

Deutschland (Stuttgart) und Korea kamen werden mit dem Internet vernetzt.

Es entstehen die Desktop Workstations, von denen die meisten Berkely UNIX mit einer IP-Netzwerk Software enthalten.

Neue kleine Netzwerke ersetzen große Time-Sharing Computer.

1984

Das ARPANET wächst auf über 1.000 angeschlossene Rechner.

In Karlsruhe wird im August die erste deutsche E-Mail empfangen.

Das Namenssystem für Domains (DNS) wird eingeführt.

Das JUNET (Japan Unix Network), welches UUCP benutzt, startet.

In England entsteht das JANET (Joint Academic Network), ehemals das SERCnet, welches das „Coloured Book Protocol“ benutzt.

Im USENET werden die „Moderated Newsgroups“ mit “ mod.* “ spezifiziert.

William Gibson publiziert den Roman „Neuromancer“.

Das NetNorth Network wird via Ithaca von Toronto aus an das BITNET angeschlossen.

Die UDSSR bietet mit KREMVAX die Möglichkeit, an das USENET angeschlossen zu werden.

1985

Das WELL (Whole Earth „Lectronic Link) startet.

Dem ISI (Information Science Institute) bei USC wird die Verantwortlichkeit für das Management für DNS Rooting vor der DCA übergeben. Die SRI übernimmt die Verantwortlichkeit für die DNS NIC Registrierungen. Die Firma Symbolic.com erhält die erste registrierte Domain.

1986

Das NSFNET mit einer Backbone-Geschwindigkeit von 56 kbps wird gegründet. Die NSF gründet 5 Super-Computer-Zentren um Hochgeschwindigkeits-Computing für Alle anbieten zu können.

Die NSF macht SDSCNET, JVNCNET, SURANET und NYSERNET netzwerkfähig.

Die IAB ruft die IETF (Internet Engineering Task Force) und die IRTF (Internet Research Task Force) ins Leben.

Craig Partridge entwickelt den Mail Exchanger (MX), mit denen non-IP Hosts eine Domain-Adresse besitzen dürfen.

Das BARRNET (Bay Area Regional Research Network) welches neue Hochgeschwindigkeitsleitungen nutzt, startet.

1987

Aus einem Experiment von Rick Adams und Mike O“Dell heraus wird das UUNET von Usenix gegründet, um den kommerziellen Zugriff auf UUCP und USENET anbieten zu können.

Die erste TCP/IP interoperative Konferenz (später INTEROP) findet statt.

Es sind nun ca. 27.000 Rechner miteinander vernetzt.

1988

Jarkko Oikarinen entwickelt den IRC (Internet Relay Chat).

Der Virus „Internet Worm“ infiziert ca. 6.000 der mittlerweile ca. 60.000 Hosts.

Die DARPA gründet das CERT (Computer Emergency Response Team) um weiteren Viren wie dem aufgekommenen „Morris Worm“ entgegenzuwirken.

Das DoD sieht TCP/IP nur als vorläufiges Protokoll und setzt auf OSI. Das US Government OSI Profile (GOSIP) definiert neue Protokolle, welche mit von der Regierung freigegebenen Produkten zusammenarbeiten.

Der NSFNET Backbone wird aufgerüstet zum T1 (1.544 Mb/s).

Nach und nach werden Kanada (CA), Dänemark (DK), Finnland (FI), Frankreich(FR), Island (IS), Norwegen (NO), Schweden (SE) mit dem NSFNET vernetzt.

1989

Die Anzahl der Hosts im Netz wächst auf über 100.000 an.

Um ein Pan-Europäisches IP-Netzwerk betreiben zu können wird von den europäischen Service-Providern die RIPE (Reseaux IP Europeens) geformt, um auf die Notwendigkeit für administrative und technische Koordination hinzudeuten.

Der kommerzielle Internet Anbieter MCI Mail übernimmt die CNRI (Corporation for the National Research Initiative) und Compuserve übernimmt die Ohio State University.

Die CREN (Corporation for Research and Education Networking) wird gegründet und fusioniert das CSNET in das BITNET ein.

Die AVCC und SCIRO gründen das AARNET (Australien Academic Research Network).

Mit dem ARPANET werden Australien (AU), Deutschland (DE), Israel (IL), Italien (IT), Japan (JP), Mexiko (MX), Holland (NL), Neu Seeland (NZ), Puerto Rico (PR), England (UK) vernetzt.

1990

Das ARPANET wird außer Betrieb genommen.

Die erste Demo-Version von Line-Mode- und GUI-Browser (NeXT) ist fertig.

Peter Deutsch, Alan Emtage und Bill Heelan von der Firma McGill veröffentlichen „Archie“.

Mit dem NSFNET werden Argentinien (AR), Österreich (AT), Belgien (BE), Brasilien (BR), Chile (CL), Griechenland (GR), Indien (IN), Irland (IE), Korea (KR), Spanien (ES), Schweitz (CH) vernetzt.

1991

Von CERN aus geht das von Tim Berners-Lee entwickelte World-Wide-Web (WWW) ins Netz.

General Atomics (CERFnet), Performance Systems International Inc. (PSInet) und UUNET Technologies Inc. (AlterNet) gründen die Vereinigung CIX (Commercial Internet Exchange), da die NSF kommerzielle Nutzung des NSFNET beschränkt.

Erste Veröffentlichung des Konzepts für ein weltweites Hypertext-Projekt von Tim Berners-Lee und Robert Cailliau.

Aufgrund einschränkender Bestimmungen seitens der NSF für die kommerzielle Nutzung des NSFNET, gründen General Atomics (CERFnet), Performance Systems International Inc. (PSInet) und UUNET Technologies Inc. (AlterNet) die Vereinigung CIX (Commercial Internet Exchange).

Mit dem NSFNET werden Tschechische Republik (CZ), Kroatien (HR), Hongkong (HK), Ungarn (HU), Polen (PL), Portugal (PT), Singapur (SG), Süd Afrika (ZA), Taiwan (TW), Tunesien (TN) verbunden.

1992

Das ehemalige Forschungsprojekt Eunet wird der erste kommerzielle Internet-Provider Deutschlands.

Die ISOC (Internet Society) wird gegründet.

Die IAB (Internet Architecture Board) wird Mitglied der ISOC.

Das RIPE NCC (Network Coordination Center) entsteht und regelt die Adress-Registrierung und den Service für Koordination für das europäische Internet.

Die Universität von Nevada veröffentlicht die erste Suchmaschine namens „Veronica“.

Die erste Audio-Sendung und die erste Video-Sendung finden statt.

Die Weltbank geht ins Internet.

Die Anzahl der Hosts im Internet wächst auf über 1 000 000 an.

Der erste Entwurf für HTML entsteht.

Mit dem NSFNET werden Antarktika (AQ), Kamerun (CM), Zypern (CY), Ecuador (EC), Estland (EE), Kuwait (KW), Lettland (LV), Luxemburg (LU), Malaysia (MY), Slowakei (SK), Slowenien (SI), Thailand (TH), Venezuela (VE) verbunden.

1993

WWW-Software wird außerhalb des CERN eingesetzt.

Erster kommerzieller Website: Digital Equipment Corporation.

NCSA konzipiert mit Mosaic 1.0 einen Browser für X11, PCs und Macs.

In Deutschland existieren zu dieser Zeit weniger als 15 Webserver von ca. 500 weltweit.

Der Interessenverbund DENIC wird als zentraler Register für .de-Domains gegründet.

Der erste Entwurf für HTML+ entsteht.

Um spezifizierte Internet-Dienste (Directory-, Database-, Registrierungs- und Informations-Service) anzubieten zu können, gründet die NSF die InterNIC (AT&T, Network Solutions Inc. ,General Atomics / CERFnet)

Das „Internet Talk Radio“ geht online.

Das „weiße Haus“ (http://www.whitehouse.gov) geht ins Internet.

Die UNO (United Nations Organisation) geht ans Internet.

Neue Viren werden im Internet gesichtet(WWW-Worms (W4), wie Spiders, Wanderers, Crawlers und Snakes …).

Das Internet wird auch langsam von der Medien- und Business-Welt wahrgenommen.

Das WWW wächst im Internet mit 341.634 %, die Gopher sogar mit 997 %, in diesem Jahr an.

Mit dem NSFNET werden Bulgarien (BG), Costa Rica (CR), Ägypten (EG), Fiji (FJ), Ghana (GH), Guam (GU), Indonesien (ID), Kasachstan (KZ), Kenia (KE), Liechtenstein (LI), Peru (PE), Rumänien (RO), Russland (RU), Türkei (TR), Ukraine (UA), UAE (AE), US Virgin Islands (VI) verbunden.

1994

Gründung von Netscape Communications und des World Wide Web Consortium (W3C) am Computer Science Laboratory des MIT.

Mit dem Zusammenschluss von RARE und EARN wird die TERENA (Trans-European Research and Education Network Association) mit Vertretern aus 38 Ländern, darunter auch CERN und ECMWF gegründet. Dessen Aufgabe ist eine qualitativ hohe Infrastruktur für internationale Informationen und Telekommunikation zu entwickeln und bekannt zu machen, welches der Forschung und der Bildung dienen soll.

Es entstehen die ersten Online-Geschäfte im Internet.

Von Interop aus Las Vegas sendet die RT-FM als erste „Cyberstation“.

Die erste virtuelle Cyber-Bank startet ihr Finanzgeschäft.

Wahrscheinlich erste Banner-Werbung von AT&T bei Hotwired.

Radiostationen senden jetzt rund um die Uhr (durch Programmwiederholungen) im Internet.

Die Anzahl der kommerziellen User des Internet übersteigt erstmals die der wissenschaftlichen User. Es existieren ca. 3 Millionen Internet-Rechner.

Die NSFNET Zugriffe wachsen auf 10 Trillionen Bytes/Monat an.

1995

Die Firma VocalTec stellt ihre erste Internet-Telefonie-Softeware vor.

Die erste Apache Version wird freigegeben.

Die Firma Sun startet den Java-Hype (Launch) und verkündet später offiziell mit Netscape zusammen JavaScript.

Das NSFNET, neugeboren als geboren als NSF mit vBNS (very high speed Backbone Network Service) mit angeschlossenen Super-Computer-Zentren wie NCAR, NCSA, SDSC, CTC und PSC, wird wieder zum reinen Forschungs-Netzwerk und der Haupt-US-Backbone wird jetzt von angeschlossenen Netzwerk-Anbietern (Provider) geleitet.

Die traditionellen Einwähl-Online-Dienstanbieter wie Compuserve, American Online und Prodigy bieten jetzt auch Internet-Zugriff an.

Einige namhafte Netz-Firmen gründen die Firma NETSCAPE , die sofort als drittgrößter Anbieter im Internet anfängt.

Mit der Real-Audio-Technologie kann man nun nahezu in Echtzeit Musik im Internet hören.

1996

Der erste Entwurf für XML wird vorgestellt.

Das W3C gibt Cascading Style Sheets (CSS), Level 1, frei.

Dei InterNIC streicht 9272 Organisationen aus der Serviceliste, da sie die Gebühren für ihre Domain-Namen nicht gezahlt haben.

Verschiedene Service-Provider unterbrechen ihren Service (AOL (19 Stunden), Netcom (13 Stunden) und AT&T WorldNet (28 Stunden - außer E-Mail)), da sie der stark ansteigenden Masse an Kunden nicht nachkommen.

Ein Krieg der WWW-Browser, vor allem zwischen Netscape und Microsoft, hat begonnen und läutet eine neue Ära in der Softwareentwicklung ein, in der neue Programm-Versionen ca. alle 3 Monate erscheinen und BETA-Versionen von einer breiten Masse getestet werden können.

US-Telefongesellschaften nehmen nach Jahren Notiz vom Internet-Telefonen und bitten den US-Kongress diese Technologie zu verbieten.

Ein bösartiger Virus löscht im USENET mehr als 25000 Nachrichten und E-Mails.

1997

Das Projekt „Abilene“ für ein Internet2 wird gestartet.

Die von der InterNIC (Network Solutions) bearbeiteten IP-Nummern werden zur Registratur und Administration in Zuordnung zu den geographischen Gebieten von der ARIN (American Registry for Internet Numbers) gegeben.

Um in Kanada die nächste Internetgeneration einzuleiten wird unter Nutzung der Netze ATM/SONET das CA*net II wird im Juni gestartet.

Bei Network Solutions werden am 17. Juli durch menschliches Versagen die DNS-Tabellen für .com und .net unterbrochen, so daß Millionen Systeme unerreichbar sind.

Die Top 10 Domains nach Host-Zugriff sind: com, edu, net, jp, uk, de, us, au, ca, mil .

Weitere Registrierte „Country Domains“ sind: Falkland Inseln (FK), Ost Timor (TP), Republik Kongo (CG), Christmas Island (CX), Gambia (GM), Guinea-Bissau (GW), Haiti (HT), Irak (IQ), Lybien (LY), Malawi (MW), Martinique (MQ), Montserrat (MS), Myanmar (MM), Französische Reunion Inseln (RE), Seyschellen (SC), Sierra Leone (SL), Somalia (SO), Sudan (SD), Tajkistan (TJ), Turkmenistan (TM), Turks and Caicos Islands (TC), British Virgin Islands (VG), Heard and McDonald Islands (HM), French Southern Territories (TF), British Indian Ocean Territory (IO), Scalbard and Jan Mayen Islands (SJ), St Pierre und Miquelon (PM), St Helena (SH), South Georgia/Sandwich Islands (GS), Sao Tome und Principe (ST), Ascension Island (AC), US Minor Outlying Islands (UM), Mayotte (YT), Wallis and Futuna Islands (WF), Tokelau Islands (TK), Tschad (TD), Afghanistan (AF), Cocos Island (CC), Bouvet Island (BV), Liberia (LR), American Samoa (AS), Niue (NU), Äquatorial Neu Guinea (GQ), Bhutan (BT), Pitcairn Island (PN), Palau (PW), Demokratische Republik Congo (CD).

1998

Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) wird gegründet.

Mozillas Quellcode, die erste Software mit offen gelegtem Sourcecode, ist frei erhältlich.

Das erste glasfaserne Internet, das CA*net 3, startet in Kanada.

Das US DoC willigt einer Vereinbarung mit der ICANN (Internet Corporation for Assigned Numbers) zu, um die Kontrolle der DNS durch die US Regierung der Industrie zu übergeben.

Das US-Gesetz nimmt CDA II und die Streichung von NET-Steuern mit auf.

Erstmals kann man bei US Postal Service Briefmarken gegen Entgeld downloaden und ausdrucken.

Einige Firmen lassen registrieren ihre Domain in Turkmenistan mit der Endung .tm, der englischen Abkürzung für trademark.

Für die Domain altavista.com zahlt Compaq 3.3 Mio. USD.

Am 13. Dezember streiken alle französischer Nutzer und boykottieren das Netz der France Telecom, da deren Telefonpreise, zusätzlich zu den ISP Gebühren, zu hoch sind.

Die 2-Millionste Domain wird bei Network Solutions registriert. Nauru (NR), Comoros (KM).

1999

Die einmillionste .de-Domain wird registriert.

Die Apache-Gruppe kündigt die Schaffung der Apache Software Foundation (ASF) für die weitere Entwicklung des http-Daemons und anderer Projekte an.

Das „Verstecken“ von Webseiten, das von Providern (ISPs) durchgeführt wird, soll vom europäische Parlament verboten werden.

Erstmals, so entscheidet das „US State Court“ können auch Domain-Namen als Gut gepfändet werden.

MCI/Worldcom, der BNS-Provider für die NSF, erweitert den US Backbone auf 2.5 Gbps .

Die ICANN bildet aus 5 Registraturen (AOL, CORE, Französische Telekom/Oléane, Melbourne IT und Register.com) das „Shared Registry System“.

Eine Liste mit MI6 - Agenten erschien in einer englischen Webseite und gerät somit in den politischen Blickpunkt Englands. Erst als die Liste schon mehrfach in das Netz kopiert worden ist, wird die Webseite aufgespürt und die Liste entfernt.

Das „SETI @ Home“ - Projekt startet mit dem Versuch auf die Rechenkraft der zahllosen Computer am Netz zuzugreifen.

Ausgerichtet auf kleine Forschungsstätten, startet MCI/Worldcom die kommerzialisierte Version des vBNS, das vBNS+ .

Die ISOC beschließt die Formation der ISTF (Internet Societal Task Force) mit Vint Cerf als ersten Vorsitzenden.

Top 10 Domains nach Host-Zugriff: com, net, edu, jp, uk, mil, us, de, ca, au .

2000

Einige Zeit-Service-Firmen sowie die US-Zeitüberwachung (USNO) zeigen das neue Jahr als: 01. Januar 19100 an.

Ein beträchlicher Service-Anschlag gegen große und bekannte Webseiten wie Yahoo, Amazon und eBay beginnt.

Das WorlWideWeb (WWW) übersteigt erstmals 1 Mrd. indizierte Webseiten (laut NEC-RI und Inktomi).

Die ICANN gibt neue Top-Level-Domains frei: .aero, .biz, .coop, .info, .museum, .name, .pro

2001

Das Weiterleiten von E-Mails in Australien wird mit der „Digital Agenda Act“ illegal, da es als technische Verletzung des persönlichen Copyright Schutzes angesehen wird.

Die High Schools in Michigan, Missouri, Oregon, Virginia und Washington sind die Ersten, die einen Zugang zum Internet2 bekommen.

Innerhalb von vier Wochen erreicht die Software SETI@Home mit seinen Internet-Benutzern mehr Rechnerleistung als die meisten leistungsfähigsten Supercomputer dieser Zeit.

Das US-Handelsministerium gibt das Management für die .edu Domain von VeriSign zu Educause. Hochschulen können sich schließlich unter .edu registrieren.

Napster, mittlerweile in vielen Rechtsstreitigkeiten verwickelt, wird schließlich gezwungen, seinen Service einzustellen; es kommt am Ende des Jahres mit einem abgewandelten Service zurück.

Europäischer Rat verabschiedet einen internationalen „cybercrime“-Vertrag. Dieses ist der erste Vertrag, der die kriminellen Handlungen adressiert, die über dem Internet festgelegt werden.

GÉANT, das pan-europäische Gigabit-Forschungs- und Ausbildungs-Netz wird funktionsfähig und ersetzt das Netz TEN-155.

Der „Code Red“ Wurm und der „Sircam“ Virus infiltrieren Tausende Server und E-Mail Konten und verursachen eine Spitze im Internet-Bandbreiten-Verbrauch und im Verzeichnis der Sicherheitsbrüche.

2002

Als Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 werden in vielen Ländern neue Gesetze eingeführt, die die Anonymität der Internetbenutzung erheblich einschränken.

Das „Globale Terabit Research Network“ (GTRN), welches aus zwei OC-48 2.4GB Stromkreisen gebildet wird (CANARIE CA*net3 und GÉANT), wird ans Internet2 Abiline angeschlossen.

Hunderte Internet-Radiostationen veranstalten einen Tag der Ruhe im Protest der vorgeschlagenen „Liedabgabegebühren“.

Google wird mit über 2.5 Milliarden indizierten Seiten zur bedeutensten Suchmaschine.

Es wird „hip“, seinen eigenen Blog zu haben.

Laut mehrerer Studien verfügt mittlerweile jede zweite deutsche Familie über Zugang ins Internet.

2003

Der „SQL Slammer“ Wurm verursacht einen der größten und schnellsten ausgebreiteten DDoS Angriffe überhaupt. In ungefähr 10 Minuten verbreitet er sich weltweit und legte 5 der 13 DNS root-server lahm zusammen mit 10 Tausenden anderern Servern. Der Wurm wirkte sich auch auf eine Menge anderer Systeme aus, wie z.B ATM Systeme (Bank), Flugverkehrsteuerung-Systeme und Dringlichkeits (911) Systemen. Im August folgt der Sobig.F Virus, der schnellste ausgebreitetende Virus überhaupt, und der Blaster (MSBlast) Wurm, ein anderer ebenfalls sehr zerstörender Wurm.

Steuern machen Schlagzeilen: EU fordert alle Internet-Firmen auf, Mehrwertsteuer auf die digitalen Downloads zu erheben.

Das französische Ministerium für Kultur verbietet den Gebrauch von dem Wort „E-mail“ und nimmt den Gebrauch von dem französischeren klingenden „courriel“ an.

VeriSign startet einen Wildcardservice (Aufstellungsort-Sucher) in .com und in .net Top-Level-Domains, das viel Durcheinander verursacht, wobei URLs mit unzulässigen Domains zu einer VeriSign Seite umadressiert werden. Die ICANN bestellt daraufhin VeriSign, um den Service zu stoppen.

Die National LambdaRail verkündet eine neue Netzwerkinfrastruktur. .). Der erste Anschluß findet zwischen „Pittsburgh Supercomputing Center“ (PSC) und „Extensible Terascale Facility“ (ETF) in Chicago statt.

2004

Abiline, das Internet2 wird von 2.5Gbps auf 10Gbps wird aufgerüstet.

Das „VeriSign Naming and Directory Service“ (VNDS) fängt an, alle 13 .com /.net maßgebenden name-Server in nahezu Echtzeit zweimal am Tag zu aktualisieren.

Die Registrierung von .de und .ch Domains mit Umlauten und Sonderzeichen wird zugelassen.

2005

Die Top-Level-Domain .eu wird nach über fünf Jahren Vorbereitungszeit in die DNS-Rootzone eingetragen.

Energieverbrauch

Der Strombedarf in den Privathaushalten ist durch die intensive Nutzung des Internets in den letzten Jahren erheblich angestiegen und wird seriösen Schätzungen zu Folge auch in den nächsten Jahren weiter steigen. Im Jahr 2003 wurden in Deutschland etwa 6,8 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Strom für den Betrieb des Internets benötigt, für das Jahr 2010 gehen Schätzungen von einem Energiebedarf des Internets von 31,3 Milliarden Kilowattstunden nur in Deutschland aus. Berücksichtigt wurden sowohl die Endgeräte von Privathaushalt und Gewerbe sowie der Energieaufwand zur Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur des Internets an Serverstandorten. Nicht in diese Rechnung eingegangen ist der Energiebedarf von Serverstandorten im Ausland.[9] Am Stromverbrauch eines Privathaushaltes ist die Nutzung des Internets zu einem großen Teil beteiligt.

Prognose

Für das Jahr 2009 wird weltweit von einem Energieverbrauch von 123 Milliarden Kilowattstunden nur für den Betrieb der Infrastruktur für das Internet ausgegangen. Unberücksichtigt bleiben nach dieser Studie die Geräte der Endverbraucher. Aufgrund der stetigen Vergrößerung des Netzes auch in den Entwicklungsländern ist mit einem weiteren Anstieg des Verbrauches zu rechnen, derzeit werden etwa 0,8 % der weltweiten Stromerzeugung für den Betrieb des Internets benötigt. Ausmaße und Größe/Statistik Nutzung Die Anzahl der Teilnehmer oder angeschlossenen Geräte im Internet ist nicht exakt bestimmbar, da Nutzer mit unterschiedlichen technischen Geräten (PCs, Mobilgeräten, …) über verschiedene Anschlusstechnologien kurzfristig Teil des Internets werden und dieses auch wieder verlassen. Laut IWS hatten im März 2007 etwa 16,9 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet. Laut EITO nutzen Anfang 2008 1,23 Milliarden Menschen das Internet. In der EU nutzen Anfang 2008 mehr als die Hälfte (51 Prozent) der 500 Millionen EU-Bürger regelmäßig das Internet, wobei 40 Prozent das Internet gar nicht benutzen. In den EU-Ländern gibt es starke Unterschiede bei den regelmäßigen Internetbenutzern: siehe Tabelle. 80 Prozent der Haushalte mit Internetanschluss verfügen über einen Breitbandzugang. In den USA sind es bereits 75 Prozent, skandinavische Länder 70 Prozent, osteuropäische Staaten teilweise bei 14 Prozent. Besonders verbreitet ist das Internet in Estland, da Estland per Gesetz den kostenlosen Zugang ins Internet garantiert. Etwa 60 Prozent aller Deutschen nutzen regelmäßig das Internet, Tendenz steigend um 2 bis 3 Prozent jährlich. In etwa 75 Prozent der deutschen Haushalte stehen PCs mit Internetanschluss, die jedoch mehr von jungen Menschen als von alten Menschen genutzt werden. In Deutschland verfügen ungefähr 68 Prozent der Erwachsenen über einen Internetanschluss.[16] Etwa 80 Prozent der deutschen Jugendlichen (10-13 Jahre) nutzen das Internet.[17] Neben alten Menschen nutzen in Deutschland auch sozial Schwache und Arbeitslose das Internet weniger. In Deutschland verfügen ca. 60 Prozent der Internetnutzer über einen Breitbandzugang. In der Schweiz verfügen im Jahr 2006 67 Prozent der Bevölkerung über einen privaten Internetzugang.[21] In China hatten nach dem Report über die Entwicklung des Internets Mitte 2007 162 Millionen Menschen einen Internetzugang, davon besaßen 122 Millionen einen Breitbandanschluss.[22] Bei jungen Europäern verdrängt das Internet das Fernsehen und andere traditionelle Medien.[23] US-Amerikaner nutzen als Nachrichtenquellen vorwiegend (48 Prozent) das Internet.

Quellenverzeichnis

http://de.wikipedia.org/wiki/Internet http://www.michaelkaul.de/Geschichte/geschichte.html

http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/mmedia/web/

Leiner, Barry M.; Cerf, Vinton G.; Clark, David D.; Kahn, Robert E.; Kleinrock, Leonard; Lynch, Daniel C.; Postel, Jon; Roberts, Larry G.; Wolff, Stephen: A Brief History of the Internet. URL: „http://www.isoc.org/internet-history/brief.html

Licklider, J. C. R.: Man Computer Symbiosis. URL: „http://ftp.digital.com/pub/DEC/SRC/research-reports/abstracts/src-rr-061.html

Musch, Jochen: Die Geschichte des Netzes: ein historischer Abriß. URL: „http://www.psychologie.uni-bonn.de/sozial/staff/musch/history.htm

Nua Internet Surveys: How many online? URL: „http://www.nua.net/surveys/how_many_online/index.html


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