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Beratung von Studienzweifelnden mit Wechselwunsch in die duale Berufsausbildung

Studienabbruch – und dann?

Sie haben Zweifel, ob die Entscheidung für ein Studium richtig für Sie war oder Sie haben sich vielleicht schon für einen Studienabbruch entschieden und suchen nun nach Ausbildungsalternativen?

Dann wäre der Einstieg in eine duale Berufsausbildung eine lukrative Möglichkeit. Als Studienabbrecher/in haben Sie einen Startvorteil, Sie besitzen das Abi und bringen bereits Vorwissen aus dem Studium mit. 

Durch die Nutzung der im Berufsbildungsgesetz (BBIG) und der Handwerksordnung (HwO) enthaltenen Verkürzungsmöglichkeiten der geregelten Ausbildungsdauer findet bereits eine „Anrechnung von Kompetenzen“ statt. Nach dem BBiG § 8 Abs. 1 und der HwO § 27b Abs. 1 kann von der Ausbildungszeit abgewichen werden, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in verkürzter Zeit erreicht wird. Die vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung nach § 45 Abs. 1 BBiG bzw. § 37 Abs. 1 HwO führt auch zu einer Verkürzung der Ausbildung

Verkürzungsgründe können sein:

Verkürzungsgrund

 Verkürzungszeit

Abitur, Fachhochschulreife, abgeschlossene
Berufsausbildung, Alter über 21 Jahre

12 Monate

Vorherige Ausbildung in verwandtem Beruf
oder Fortsetzung der Ausbildung in
demselben Beruf

bis 18 Monate


Beim Zusammentreffen mehrerer Verkürzungsgründe gelten jedoch folgende Mindestausbildungszeiten:

Regelausbildungszeit Mindestausbildungszeit
3 ½ Jahre 24 Monate
3 Jahre 18 Monate
2 Jahre 12 Monate

Die Bereitschaft von Unternehmen, in die Gewinnung und Ausbildung von Studienabbrechern/-innen zu investieren, steigt. Das liegt einerseits daran, dass sie ihre Ausbildungsplätze nicht immer adäquat besetzen können. Andererseits verfügen diese jungen Menschen bereits über wertvolle Potenziale, die sie von anderen Auszubildenden unterscheiden. Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) baut derzeitig einen Pool an Unternehmen auf, die Interesse an dieser Zielgruppe haben. Wir vermitteln Sie gern. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Für viele Studierende stellt sich nach dem Studienausstieg die Frage, inwieweit eine Anrechnung der bislang erreichten Lernleistungen in einer dualen Berufsausbildung möglich ist. Dieser Thematik widmet sich das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung.

Gemeinsam mit den Kammern und Einrichtungen der beruflichen Bildung sollen Anrechnungsmodelle entwickelt werden, um die „reziproke Durchlässigkeit“ (aus der Hochschule in die berufliche Bildung) zu erhöhen. Dabei muss jedoch die Vermittlung ausreichender praktischer Kompetenzen während der Berufsausbildung garantiert werden.

Weitere Informationsquellen:

Karriereportal karrierebibel.de mit Informationen speziell für Studienabbrecher_innen 

Informationsbroschüre der Agentur für Arbeit Hamburg "Studienabbruch - was tun?"

Seite der Bundesagentur für Arbeit abi.de mit Information zu Studienabbruch und -umstieg, sowie zum Studiengangwechsel

Ratgeber zum Start in die berufliche Ausbildung Schule - und dann? des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Ratgeberseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Orientierung bei Studienzweifeln www.studienabbruch-und-dann.de

Informationsseiten der IHK Magdeburg Studienabbrechende als Fachkräfte für Unternehmen

Letzte Änderung: 23.10.2017 - Ansprechpartner:

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