Junge Ingenieure der Universität Magdeburg geben Vollgas auf dem Hockenheimring

Einmal im Jahr wird der Hockenheimring zur Wettkampfarena für Nachwuchsingenieure: Seit 2006 bauen studentische Teams aus aller Welt einen eigenen Rennwagen, um damit auf der berühmten Strecke bei dem internationalen Konstruktionswettbewerb Formula Student Germany gegeneinander anzutreten. An den Start geht auch in diesem Jahr das UMD-Team der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Vom 8. bis 13. August 2017 will es mit dem Adrastea – so der Name ihres Fahrzeugs – gegen 115 Teams aus 24 Ländern bestehen.

Ein Jahr lang hat das Uni-Team auf dem Campus getüftelt, getestet, verbessert. So wurde das Gesamtgewicht des Fahrzeugs und die Höhe des Schwerpunkts reduziert sowie das Ansprechverhalten und der Verbrauch des Motors optimiert. „Die Fahrer wurden mit dem Auto vertraut gemacht, Routinen wie das Aussteigen in fünf Sekunden wurden eingeübt und wir haben darauf Wert gelegt, dass all unsere Fahrer möglichst viel Fahrpraxis vor den Events erlangen“, erklärt Teamleiter Steven Tepper.

Das Gesamtpaket punktet

Neben der Geschwindigkeit spiele aber auch die Zuverlässigkeit eine große Rolle, so Tepper. Denn viele Teams würden aufgrund technischer Defekte wertvolle Punkte verlieren oder sogar aus dem Rennen ausscheiden. Und auch das Design sowie ein überzeugender Businessplan gingen in die Bewertung ein. „Daher haben wir die Erfahrungen der vergangenen Jahre einfließen lassen. Die Mitglieder haben sich intensiv mit den einzelnen Disziplinen beschäftigt, vor allem mit den Disziplinen Kostenaufstellung, Design und Businessplan“, so Tepper.

Das UMD-Racing-Team der Uni MagdeburgDas UMD-Team stellt den sogenannten Tilt-Test nach. Das Fahrzeug wird dabei um bis zu 60 Grad zur Seite gekippt, um zu überprüfen, dass keine Flüssigkeiten austreten und das Fahrzeug bei extremen Fahrsituationen nicht zum seitlichen Aufkippen neigt.

Gut vorbereitet geht das UMD-Team Anfang August ins Rennen: „Sollte uns Adrastea nicht im Stich lassen und zuverlässig laufen, ist eine Platzierung unter den Top 20 nicht unmöglich. Damit haben wir sehr gute Chancen, unseren Weltrang deutlich zu verbessern“, zeigt sich Steven Tepper zuversichtlich. Es gehe ihnen aber auch darum, den „Spirit Formula Student" hautnah zu erleben, sich mit anderen Teams zu vernetzen und viele neue Eindrücke mitzunehmen.

Durch die Teilnahme am Wettbewerb sammeln die Studierenden auch außerhalb der universitären Lehre wichtige Erfahrungen in den Bereichen Teamwork, Zeit- und Projektmanagement und können ihre Fachkenntnisse in der Konstruktion, Fertigung und den wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus vertiefen. Die studentischen Teams können die Jury in drei verschiedenen Kategorien von ihren Konstruktionen überzeugen: Neben den Kategorien „Verbrenner“ – in der das UMD-Team der Universität Magdeburg antritt – und „E-Fahrzeuge“ können die Teilnehmenden in diesem Jahr erstmals in der Kategorie „autonomes Fahren“ antreten.

Letzte Änderung: 15.08.2017 - Ansprechpartner:

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