Studium & Lehre

Internationalisierung

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Die Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg orientiert sich an dem Ziel, Studierende zu kreativen und kritikfähigen Menschen auszubilden, sie mit Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit, interkulturellem Wissen und Verantwortungsbewusstsein auszustatten. Der Freiheit der Lehre verpflichtet, legt sie den Fokus auf eine wissenschaftliche Fundierung von Lösungen und eine damit verbundene kritische und dauerhaft lernbereite Haltung.

Die Lehre der Universität ist geprägt von vielfältigen Formen der Kommunikation, die selbständigen Wissenserwerb und Umgang mit Problemen und Aufgaben möglich macht und herausfordert. Als Kooperationspartner für den Olympiastützpunkt des Landes Sachsen-Anhalt bietet die Universität Magdeburg Leistungssportlerinnen und -sportlern ideale Studienbedingungen.

 

Aktuelle Meldungen aus Studium & Lehre:


Ausbilder mit Überzeugung

„Mir war es wichtig, meiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und einen Beitrag dafür zu leisten, der Abwanderung junger Menschen aus der Region entgegenzuwirken“, erklärt Jochen Kluge mit Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund machte er vor 12 Jahren aus eigenem Antrieb den Ausbilderschein über die Industrie- und Handelskammer und bildet seitdem Lehrlinge zu Veranstaltungstechnikern aus. Als zweifacher Familienvater weiß er um die Sorgen, die eigenen Kinder in Lohn und Brot zu bringen und somit deren Lebensqualität zu sichern. Als Ausbilder an der Universität kann er auch anderen jungen Menschen gute Perspektiven für deren Zukunft zeigen.

Jochen Kluge ist Ausbilder an der Uni Magdeburg

Mit Jannis Kirchhof (im Bild rechts) betreut er seinen dritten Azubi. Der 17-Jährige ist im ersten Ausbildungsjahr und brennt sichtlich für seinen Beruf. „Das muss er auch – bei uns sind Beruf und Hobby eins. Was auch hin und wieder dazu führt, dass man privat kleine Abstriche machen muss“, weiß Jochen Kluge aus Erfahrung, „Wir betreuen regelmäßig Abend- und Wochenendveranstaltungen, wie den campusdateLIVE, die Kinder-Uni oder den Medizinischen Sonntag. Meine Frau hat für den sehr dynamischen Lehr- und Universitätsbetrieb auch außerhalb der regulären Arbeitszeit großes Verständnis – wofür ich sehr dankbar bin.“ Wer da nur mit halbem Engagement dabei sei, würde seine Aufgaben auch nur halbherzig abarbeiten. Bei der Auswahl seiner Schützlinge achtet er daher darauf, dass sie gut in das universitäre Umfeld passen und offen auf die Kolleginnen und Kollegen zugehen können. Mit Jannis Kirchhof scheint er eine gute Wahl getroffen zu haben und auch die Chemie zwischen beiden stimmt sichtlich – nicht nur wegen des gleichen Musikgeschmacks.

Besonders stolz ist der gebürtige Leipziger auf seinen zweiten Lehrling Richard Zabries: „Er hat 2017 als bester Auszubildender in seiner Berufsgruppe im Kammerbezirk der IHK Magdeburg abgeschlossen und wurde dafür in der Johanniskirche ausgezeichnet.“ Nach dem Abschluss wurde er von der Universität erstmal für ein Jahr übernommen. Aus Sicht von Jochen Kluge ein logischer Schritt, da so nicht nur für den freien Markt, sondern auch für den Eigenbedarf ausgebildet werde. So spare man Zeit und Geld für die Suche und Einarbeitung von qualifiziertem Personal. „Und wir profitieren natürlich auch von den Lehrinhalten, die sich regelmäßig neuen Anforderungen und Medien anpassen. Dadurch bleiben wir auf dem Laufenden, was technische Neuerrungenschaften angeht“, ergänzt Kluge.

Da die Digitalisierung auch in der Veranstaltungstechnik vollständig angekommen ist und der Beruf mittlerweile viele Bereiche vereint, müssen sich die Auszubildenden zu richtigen Multitalenten entwickeln. Neben den elektro- und audiovisuellen sowie organisatorischen Inhalten spielen zunehmend IT-Kenntnisse eine wichtige Rolle. „Mit der Umstellung der Steuerungstechnik in den Hörsälen von analog auf digital haben wir nicht nur einen wichtigen Schritt zu einem effizienten und ausfallfreien Systemablauf gemacht. Wir können unseren Auszubildenden dadurch eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung bieten“, sieht Jochen Kluge die Vorteile der Universität Magdeburg als Lehrbetrieb.

Bis zum 30.09.2018 kann man sich noch an der Universität Magdeburg für eine Ausbildung bewerben.

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Studienerfahrungen im Land des Lächelns

Endlich war es soweit: Die nächste Sommerschule nach Niigata in Japan steht an! Das Land des Lächelns ist nicht nur für Sushi, Sumo oder Samurai-Schwerter bekannt, sondern auch für atemberaubende Reisfelder, Schreine in allen Formen, leckere Reisgerichte mit dem Nationalgetränk Sake, Teezeromonien und einer Vielfalt von Schriftzeichen. 14 Studierende der Universität Magdeburg nutzen die Chance, drei Wochen in die Welt Japans einzutauchen. Ihre Erfahrungen halten sie in einem Reiseblog fest.

Tag 1 - 2

Am Dienstag sind wir von Frankfurt aus gestartet und hatten einen Zwischenstopp in Shanghai. Von da aus ging es direkt nach Niigata. Empfangen wurden wir von den Betreuern der Sommerschule. Direkt nach Landung ging es zum lokalen Fernsehsender NHK Broadcast Station. Dort bekamen wir einen kleinen Eindruck über das lokale Fernsehen in Niigata.

Besuch Fernsehsender

Danach sind wir direkt zur Partneruniversität gefahren und wurden von einigen japanischen Studierenden empfangen. Diese unternahmen gleich eine Campustour mit uns und unsere Aufregung bezüglich der Gasteltern wuchs immer mehr. Dann war es endlich soweit: Die Wir wurden den einzelnen Gasteltern zugeteilt und nun begannen die ersten Gespräche und viele Fotos wurden gemacht. Müde, aber glücklich, sind wir dann mit den Gastfamilien nach Hause gefahren.

Empfang der Gasteltern (1)

Am nächsten Tag begann der Japanischunterricht und so lernten wir die ersten Wörter und Zeichen. Danach ging es zum ersten Mal in die Mensa, was auf alle Fälle eine Herausforderung für einige war. Im Anschluss fuhren wir mit einigen japanischen Studenten ins Stadtzentrum und bekamen eine kleine Stadtführung: Besuch eines Schreins, Shoppingmeile oder auch den Ausblick auf die Stadt Niigata gehörten mit dazu.

Tag 3 - 5

Der Tag startete mit viel Regen, so dass wir erst mal mit einem Schirm ausgestattet wurden. Vormittags hatten wir wieder Japanischunterricht und konnten uns schon auf Japanisch vorstellen.

Am Nachmittag hatten wir eine Führung in der Fakultät für Engineering. Die japanischen Studenten präsentierten uns einzelne Forschungsprojekte und Experimente. Es war sehr spannend in den Alltag der Studenten reinzuschnuppern.

Fakultätsbesuch

Am Wochenende gestalteten die Gastfamilien ein abwechslungsreiches Programm für unsere Studenten.

Tag 6, 7 und 8

Aufgeregt und freudig trafen wir uns alle Montagmorgen vor dem Universitätsgebäude und waren gespannt auf die nächsten zwei Tage. Wir wurden von der Niigata Institute of Technology (NIIT) mit dem Bus abgeholt, die ein umfangreiches Programm für uns organisierten. Im Bus konnten die Betreuer unser Stimmengewirr kaum stoppen, da wir alle von unserem aufregenden Wochenende bei unseren Gasteltern erzählten.

1. Stopp unserer Tour war ein Unternehmen, die Reiscracker produzieren, ein Snack, der in keinem japanischen Haushalt fehlen darf. Wir wurden herzlich in dem Unternehmen Befco begrüßt und bekamen einen umfangreichen Einblick in die Produktion. Im Anschluss konnten wir selbst die Reiscracker probieren.

Im Anschluss fuhren wir weiter zum NIIT in Kashiwazaki. Die Universität ist sehr klein, nur ca. 800 Studierende, aber trotzdem bekamen wir einen Einblick in drei Institute und deren Labore, wie z. B. einem Windkanal. In dem Windkanal wird der Einfluss von Wind auf Hochhäuser untersucht und dies konnten wir auch selbst ausprobieren.

NIIT-Institute of Technology

Hungrig sind wir abends in ein traditionelles Restaurant gegangen, wo wir selbst Teppanyki und Takoyaki auf einer Metallplatte gegrillt haben. Genächtigt haben wir in einem typisch japanisch eingerichteten Hotel. Die Zimmer waren mit Tatami-Matten ausgelegt, es gab Futon mit Reiskissen zum Schlafen, das Bad war sogar in drei Zimmer aufgeteilt und die Schiebetüren waren mit Reispapier bespannt. Traditionell mussten die Straßenschuhe direkt in der Zimmereingangstür ausgezogen werden. Immer wieder eine Erfahrung wert!

typisch essen gehen 2

Ausgeruht von einem ereignisreichen Tag waren wir bereit für die Besichtigung einer kleinen Manufaktur für einen besonderen Alltagsgegenstand. Die kleine Firma Suwada stellt in Handarbeit Nagelknipser her, die international bekannt sind. Danach ging es zum Unternehmen Dainichi, welche Zusatzheizungen produzieren. Uns wurden die einzelnen Produktionsschritte der Fabrik gezeigt und man konnte „live“ mit ansehen, wie aus vielen kleinen Teilen ein fertiges Produkt hergestellt wurde.

 Danach fuhren wir wieder auf schnellstem Wege zurück nach Niigata, da der Taifun immer näher rückte. Wir wurden von den Mitarbeitern der Uni zu unseren Gasteltern gebracht.

Der 8. Tag startete heute mit einer Vortragsreihe zum Thema Wahrnehmung. Wir schilderten dazu die Bedeutung der Wahrnehmung aus Sicht unserer jeweiligen Fachrichtung. Danach stand der Besuch zweier weiterer Unternehmen auf der Tagesordnung. Zuerst besuchten wir das Unternehmen Nippon Seiki, die Cockpit-Instrumente vieler Automobilhersteller wie z. B. BMW, AUDI, Subaru, etc. produzieren. Das zweite Unternehmen heißt KEIBA und hat sich auf die Herstellung von Werkzeugen spezialisiert. Das über 90 Jahre alte Unternehmen produziert, auch für den deutschen Markt, viele unterschiedliche Zangentypen. Unsere Rückkehr nach Niigata wurde von einem wunderschönen Sonnenuntergang begleitet.

Unternehmen Nikkon Besichtigung im Unternehmen Nippon Seiki.

 

Tag 9 und 10

Am 9. und 10. Tag haben wir und die japanischen Studierenden Vorträge gehalten. Unsere Themen waren bunt gemischt: Themen von Abschlussarbeiten bis hin zu leidenschaftlichen Hobbies. Die japanischen Studenten haben vor allem von ihrem Aufenthalt in Magdeburg 2017 erzählt. Sehr lustig, welche Kuriositäten und Dinge ihnen in Erinnerung geblieben sind.

Vortragsreihe2 Kopie

Am Wochenende waren wir wieder bei unseren Gastfamilien, die wieder ein super Programm für uns organisierten.

 

Tag 13, 14 und 15

Langsam rückt das Ende der Sommerschule immer näher. Aber uns erwartete noch mal ein ereignisreiches Programm. Nach dem letzten Japanischunterricht am Montag, haben wir uns auf den Weg gemacht eine traditionelle Sake-Brauerei anzuschauen. Dies war sehr eindrucksvoll wie der Reiswein hergestellt wird. Abschließend konnten wir dann selbst verschiedene Sorten von Sake ausprobieren. Es war ein wunderschönes Ambiente und eine gute Stimmung.

sakebrauerei2 Kopie

Am Dienstag begann unser Tag mit einer Führung im Institut von Electrical Engineering. Die japanischen Studenten präsentierten uns auch hier wieder ihre Forschungsprojekte. Im Anschluss fuhren wir zu einer Junior Highschool. Wir waren alle sehr aufgeregt und machten uns Gedanken wie ein typischer Alltag an einer japanischen Schule ist. Wir wurden sehr herzlich begrüßt. Die Schüler wurden in drei Gruppen auf dem Sportplatz aufgeteilt und haben uns abwechselnd eine gesangliche und tänzerische Darbietung gezeigt. Sehr eindrucksvoll. Danach hatten wir die Möglichkeit die traditionelle Sportart Kendo auszuprobieren. Am Anfang haben wir uns nicht wirklich getraut, aber nach und nach haben wir immer mehr ein Gefühl dafür bekommen. Daraufhin haben einige Schülerinnen eine typische japanische Teezeromonie für uns organisiert. Wir probierten, für uns ungewöhnlichen Geschmack von Matcha und japanische Süßigkeiten. Abgerundet wurde der Besuch mit einem Konzert auf den traditionellen Saiteninstrumenten „Kotos“. Es gab auf alle Fälle einen Gänsehautmoment. Nach dem Konzert durften wir selbst dieses Instrument ausprobieren.

Junior Highschool Kopie

Beschwingt machten wir uns wir wieder auf den Weg zur Uni, denn da erwartete uns eine Abschiedsparty. Alle waren eingeladen: die Gastfamilien, Professoren, die japanischen Studenten und viele mehr. Es wurde lecker gegessen, Sake getrunken, viel erzählt und unzählige viele Fotos gemacht. Ein unvergesslicher Abend!

Abschiedsparty Kopie

Den letzten Tag in Niigata erlebten wir in der Grundschule. Es war eine Freunde die Kinder im Musik-; Japanisch-, Englisch- oder Matheunterricht zu beobachten. Die Kinder waren sehr aufgeregt! Zum Mittag wurden wir in zweier Gruppen aufgeteilt und haben dann in den Klassenräumen mit den Kindern zusammen gegessen. Im Anschluss konnten uns die Kiddis auf Englisch Fragen stellen. Sie waren so neugierig und wollten von uns alle unsere Namen haben. Es war ein schöner Abschluss.

Nun stehen die letzten Tage der Sommerschule zur freien Verfügung. Einige von uns fahren mit dem Schiff nach Sado Island, andere fahren direkt nach Tokio. Es wird aufregend.

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Jeder Ersti zählt

Ist das Erfolgsmodell duale Ausbildung am Ende, weil Berufspädagogen Mangelware sind? Was ist zu tun, um den Trend zu stoppen, und welche Rolle spielt dabei die Uni Magdeburg? Pressesprecherin Katharina Vorwerk hat mit dem Betriebspädagogen Prof. Klaus Jenewein über die derzeitige Schieflage gesprochen.

Portrait Prof. Klaus Jenewein (c) Harald Krieg

 

Das System der beruflichen Bildung wird als Rückgrat der Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bezeichnet, leidet aber am akuten Lehrermangel. Wie ist die Situation?

Die berufliche Bildung in Sachsen-Anhalt befindet sich in einer beträchtlichen Schieflage: Technische Ausbildungsberufe verzeichnen dramatische Rückgänge an Auszubildenden, die Zahl der Abbrecher steigt enorm. Die Fachkräfteversorgung über Berufsausbildung wird langfristig nicht mehr funktionieren, wenn es nicht gelingt, neue Wege zu erschließen. Gleichzeitig geraten aber die berufsbildenden Schulen in die Defensive, weil innerhalb kürzester Zeit viele Lehrkräfte in den Ruhestand gehen: Von 329 Lehrkräften für Metalltechnik im Schuljahr 2015/16 werden 2030 nur noch 79 im Dienst sein; in Bau- oder Elektrotechnik sieht das ähnlich aus. Bisher zeichnet sich ab, dass das Land seine Ausbildungsverpflichtungen gegenüber der Wirtschaft nur noch schwierig wird absichern können.

Was bedeutet diese Situation für die Ausbildung von Berufsbildungspädagogen an der Uni Magdeburg?

Wir stehen vor der Herausforderung, die Absolventenzahlen in der Lehrerausbildung an der Uni zu verdoppeln. In den technischen Fachrichtungen wird das aber nicht reichen. Hier rechnen wir mindestens mit einem 5-fachen Absolventenbedarf.

Nur wenige Abiturienten wollen das Studium der Betriebspädagogik beginnen. Hat der Berufsschullehrer ein schlechtes Image?

Viele Abiturienten, die sich ein Lehramtsstudium vorstellen können, bevorzugen mit der Primar- und der Gymnasiallehrerausbildung Laufbahnen, die sie in ihrer Biografie kennengelernt haben. Dabei ist gerade das Berufsschullehramt nicht nur durch die Studienratslaufbahn interessant und umfasst Tätigkeiten beispielsweise in der dualen Berufsausbildung, der Fachschule für Technik oder im beruflichen Gymnasium. Das Lehramt ist eines der anspruchsvollsten und vielseitigsten Aufgabenfelder in unserem Bildungssystem. Leider bekommen unsere Abiturienten davon wenig mit.

Wie können wir das ändern?

Bislang haben die Hochschulen bei der Rekrutierung angehender Betriebspädagogen fast nur auf Absolventen allgemeinbildender Gymnasien geschaut. Inzwischen werden aber viele zum Studium berechtigender Abschlüsse an berufsbildenden Schulen vergeben. In Baden-Württemberg, zum Beispiel, werden mehr studienqualifizierende Bildungsabschlüsse an berufsbildenden Schulen erworben als an den allgemeinbildenden Gymnasien! Wir arbeiten seit einigen Jahren in Sachsen-Anhalt an der Entwicklung und dem Ausbau leistungsfähiger studienqualifizierender Bildungsmodelle wie dem beruflichen Gymnasium für Ingenieurwissenschaften. Auch Meister- und Technikerabschlüsse sind inzwischen der allgemeinen Hochschulreife gleichgestellt. Hier liegt ein großes Potenzial, Studierende mit einer beruflichen Bildungsbiografie zu gewinnen.

Das bedeutet eine sehr heterogene Studierendenschaft ...

Ja, aber wir müssen multiple Zugänge in das Lehramtsstudium schaffen und die Studierenden bei einem erfolgreichen Studieneinstieg begleiten! Wir haben bereits mit der Hochschule Merseburg einen Bachelorstudiengang ‚Ingenieurpädagogik‘ eingerichtet, der im Süden des Bundeslandes auch Studien­interessenten mit Fachhochschulreife an das Lehramt für berufliche Schulen heranführt. Auch Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Bachelor- und Diplomstudiengänge finden bei uns den Weg in das Masterprogramm Lehramt an berufsbildenden Schulen. Diese speziellen Wege bedeuten natürlich eine viel stärkere Heterogenität, als wir das bisher gewohnt waren und wir haben bereits umfangreiche Maßnahmen zur Unterstützung dieser Studierenden eingeführt.

Welche Rolle spielt die Universität bei der Ausbildung von Berufspädagogen im Land?

Wir sind de facto zuständig für die Ausbildung von Berufsschullehrern für Sachsen-Anhalt. Dafür kooperieren wir bereits mit den Hochschulen Magdeburg-Stendal, Merseburg und mit der Uni Halle. Dennoch fehlen sowohl Studierende als auch Absolventen. Gemeinsam mit dem Land haben wir darum Maßnahmen ergriffen: Wir erweitern das Angebot an Fachrichtungen, entwickeln neue studienqualifizierende Bildungsprogramme an den Schulen und fördern Quereinsteiger in das Studium. Dennoch: Gerade in den technisch-beruflichen Fachrichtungen wird Sachsen-Anhalt jeden jungen Menschen brauchen, der für ein Lehramtsstudium gewonnen werden kann.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Professor Jennewein.

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Aus Techniker wird Lehrer

Jens Kämpfer hat an der Universität Magdeburg Lehramt an berufsbildenden Schulen studiert - aber nicht klassisch nach dem Abitur, sondern als Quereinsteiger ohne Abitur. In einem persönlichen Rückblick spricht er über seine Motivation und den Weg ins Lehramt.

Kaempfer, Jens (c) Stefan Berger

>> Würde ich die Entscheidung für ein Lehramtsstudium aus heutiger Sicht noch einmal treffen? Die Antwort ist völlig eindeutig: Auf jeden Fall! Doch von Anfang an: Seit 2010 bin ich staatlich geprüfter Techniker mit dem Schwerpunkt Maschinenbautechnik. Bereits sehr früh habe ich mein Interesse entdeckt, mit jungen Menschen zu arbeiten und deshalb auch gleich die Ausbildereignungsprüfung abgelegt. Verschiedene Gründe führten zu meinem Entschluss, Lehrer zu werden: Zum einen die Freude am Lehren (Referieren, frei Sprechen). Zum anderen ist das Lehramt an berufsbildenden Schulen mit meiner bisherigen beruflichen Ausbildung und Erfahrung eng verknüpft. Zusätzlich ist der Beruf des Lehrers ein höchst krisensicherer Arbeitsplatz, mit hohem Nachwuchsbedarf. So entschied ich mich für das Bachelorstudium Berufsbildung, das auch ohne Abitur möglich ist. Mit der Aufnahme des Studiums an der Universität Magdeburg war also der erste Schritt in die Lehramtsausbildung getan.

Bereits bei der Bewerbung hatte ich mich für die Fachrichtung Metalltechnik und das allgemeinbildende Unterrichtsfach Mathematik entschieden. Die Vorlesungen des Maschinenbaus und der einzelnen Ausrichtungen waren sehr interessant, tiefgreifend und fachlich auf einem anspruchsvollen Niveau. Dabei konnte ich sehr gut auf meine eigenen Berufserfahrungen zurückgreifen und auch Kommilitonen bei der einen oder anderen Verständnisschwierigkeit unterstützen.

Das Studium der Grundlagenfächer und des Zweitfachs, besonders die Vorlesungen der Mathematik, bereiteten mir doch deutliche Probleme. Hier konnte ich wiederum auf die Unterstützung der Kommilitonen, aber auch auf das fördernde Kursangebot der Universität zurückgreifen. Nach dem Bachelorstudium (6 Semester) führte der Weg in das Masterstudium zum Lehramt an berufsbildenden Schulen (4 Semester). Der Schwerpunkt lag hier eher auf der Fachdidaktik oder anders gesagt auf der Unterrichtsplanung und -gestaltung. Das machte mir richtig Spaß und bestärkte mich in meiner Berufswahl nachhaltig. In der Praktikumsphase konnte ich zudem Erfahrungen im Unterrichten und im Schulalltag sammeln.

Aus dem Hörsaal in den Klassenraum

Nachdem der Masterabschluss erfolgreich absolviert war, begann im April 2016 das Referendariat, also der Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen. Dies war nun der letzte Schritt meiner Ausbildung zum Lehrer: Sechzehn Monate gleichzeitig Junglehrer und doch auch Schüler. An vier Tagen in der Woche unterrichtete ich verschiedene Jahrgangsstufen und Berufsgruppen in Metalltechnik und Mathematik. Der fünfte Tag der Woche galt dem Studienseminar, in welchem wir Referendare beamtenrechtlich sowie tiefgründig fachdidaktisch ausgebildet wurden. Mit diesem Ausbildungsaufbau konnten einerseits Unterrichtserfahrungen analysiert und reflektiert werden. Andererseits erhielten wir konkretes Handwerkszeug für die Unterrichtsplanung. Immer wieder konnte ich für den Metalltechnikunterricht auf meine Erfahrungen aus der beruflichen Praxis zurückgreifen, die mir im Referendariat generell vielfach geholfen haben.

Inzwischen habe ich das Referendariat erfolgreich abgeschlossen. Der Weg war aufwendig und mühsam, das Studium jedoch ist schaffbar, und ich bin mir sicher, dass ich von meinen – auch im Verhältnis zu den „normalen“ Lehramtsstudierenden – umfangreichen beruflichen Erfahrungen sehr profitieren konnte. Jetzt freue ich mich auf meine pädagogisch und fachlich anspruchsvolle Lebensaufgabe. <<

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20. Herbst-Uni für Schülerinnen und Schüler

Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse sind eingeladen, vom 8. bis zum 12. Oktober 2018 auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Studiengänge und Karrierewege in ingenieur- und naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen kennenzulernen. Aus dem gesamten Bundesgebiet kommend, haben sie eine Woche lang Gelegenheit, Studierende, Wissenschaftler, Dozierende und Universitätsmitarbeiter zu treffen, mit ihnen über Studieninhalte, akademische Berufsbilder und Karrierechancen zu diskutieren, Experimentalvorlesungen zu besuchen oder in Forschungslaboren zu arbeiten.

Darüber hinaus sind Besuche in der Experimentellen Fabrik, dem Magdeburger Max-Planck-Institut und bei einem der größten deutschen Anlagenbauer FAM vorgesehen.

 

WAS: 20. Herbst-Uni für Schülerinnen und Schüler an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 8. bis 12. Oktober 2018
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Eröffnung am 8. Oktober 2018, 10:00 Uhr im Senatssaal, Gebäude 05

 

Gemeinsam mit Studierenden werden sie den Unialltag erleben, Ehemalige im Berufsalltag am Arbeitsplatz besuchen und hautnah erfahren, wie hochqualifizierten Absolventen der Einstieg in das Berufsleben gelingt. Sie werden im Institut für Psychologie Hirnströme messen, in der Experimentellen Physik die Grundgesetze der Mechanik kennenlernen, im Zentrum für Lehrerbildung Unterrichtsmethoden der Zukunft erleben, in der Verfahrenstechnik sehen, wie präzise dosierte Granulate für die Pharma- oder Lebensmittelindustrie entstehen, modernste Medizintechniklabore besichtigen, Roboter konstruieren und programmieren oder in der sogenannten Absorberhalle der Universität erfahren, wie die elektromagnetische Verträglichkeit von Produkten getestet wird.

Zu den Freizeitaktivitäten gehören ein Kinoabend im Hörsaal, ein Sportnachmittag mit Badminton und Tischtennis und die gemeinsamen Aktivitäten der Gruppe auf dem Campus und in der Herberge.

Der Besuch der Herbst-Uni ist für die Teilnehmer kostenfrei, Unterkünfte stehen in der Jugendherberge Magdeburg zur Verfügung.

Anmeldungen bitte bei Dr. Petra Kabisch von der Allgemeinen Studienberatung unter: petra.kabisch@ovgu.de 

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Ein Praxisseminar in der Musikbranche

Einblicke in die Praxis erlangen viele Studierende im Studium oftmals über Praktika, Nebenjobs oder Aushilfs-Tätigkeiten. Die Zusammenarbeit mit einem „ECHO Musikpreis“-Gewinner während eines Seminars, ist jedoch eine absolute Besonderheit. Professor Dr. Marko Sarstedt leitet den Marketing Lehrstuhl der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Im Sommersemester hatten seine Studierenden die Möglichkeit im Seminar „Trends der Marktforschung“, zusammen mit dem Reggae-Sänger Mellow Mark eine Kooperation einzugehen.

2018 Seminar Mellow Foto Stefanie Roth

Gemeinsames Gruppenfoto: Die Studierenden zusammen mit dem Künstler Mark Schlumberger (Mitte vorn) bei der Abschlusspräsentation in der Festung Mark. (Foto: Stefanie Roth)

Eine Online-Strategie für den ECHO-Gewinner

Der Kontakt zum Musiker entstand über seinen Produzenten, als dieser sich mit Prof. Sarstedt über Marketing unterhielt. Mark Schlumberger, so heißt der Künstler mit bürgerlichem Namen, erhielt 2003 den Musikpreis ECHO und arbeitete bereits mit Udo Lindenberg, Culcha Candela oder Gentleman zusammen. 2017 erhielt er große Aufmerksamkeit als er bei der TV-Castingshow „The Voice of Germany“ als Teilnehmer antrat.

In den Ingenieursfächern, dem Maschinenbau oder der Medizin ist das Studium sehr anwendungsorientiert. Besonders für Geistes- und Wirtschaftswissenschaftler ist es jedoch schwieriger, die vermittelte Theorie in einen Praxiskontext einzuordnen. Beim Seminar zur Marktforschung war dies anders. Ziel für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es, die Medienpräsenz von Mellow Mark zu erhöhen und die Verkäufe seines neuen Albums anzukurbeln. Dafür entwickelten die Studierenden unterschiedliche Marketing-Strategien für die Social Media Kanäle des Musikers auf Facebook, Instagram und Youtube. „Wir sind mit der Erwartung ins Semester gestartet, eine klassische Seminararbeit zu verfassen“, berichten die Studentinnen Stefanie Roth und Anna Alsters. „Doch das Seminar sollte praxisorientierter verlaufen, als wir es bis dahin aus anderen gewohnt waren“.

Einblicke in die Musikbranche

Direkt zu Beginn des Semesters sprachen sie mit dem Künstler in einer Videokonferenz über ihre Ideen und Vorschläge für das Online-Marketing. Der Musiker zeigte eine große Offenheit und Bereitschaft für die Überlegungen der Studierenden, was auf eine positive Resonanz im Seminar stieß. In den Gesprächen lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur etwas über das Marketing für einen Musiker, sondern auch über die Arbeit in der Musikbranche. Im Laufe des Semesters konnten die Studierenden selbst eigene Kampagnen in den Social Media Kanälen umsetzen und dabei verfolgen, wie ihre im Seminar erarbeiteten Tipps in der Öffentlichkeit ankamen.

Für die Abschlusspräsentationen der Studierenden reiste Mellow Mark extra nach Magdeburg, um die Ergebnisse im Seminar zu besprechen. Eine Überraschung hatte er mit im Gepäck: Ein kleines Privatkonzert für die Studierenden in der Festung Mark. „Das Konzert war der krönende Abschluss für ein Seminar, das praxisnaher nicht hätte sein können“, freuen sich die beiden Masterstudentinnen Stefanie und Anna.

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Studieren im Beruf: Wissensvorsprung für die Märkte der Zukunft

Ab Oktober 2018 bietet die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein neues berufsbegleitendes Studienprogramm an. Gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal ist der modular buchbare Studiengang Integrated Design Engineering 4 Business entwickelt worden.

Ziel des Studiengangs ist es, auf die Herausforderungen der neuen Märkte mit ihrer Nachfrage nach individualisierten und digitalisierten Produkten vorzubereiten und die Studierenden auf dem Weg praxisverbunden zu begleiten. „Um an den Märkten der Zukunft zu bestehen, lernen die Studierenden einerseits den gesamten Produktentwicklungszyklus mit seinen Stellschrauben im Blick zu haben und erarbeiten sich andererseits eine Expertise hinsichtlich innovativer Werkstoffe und modernster Fertigungstechnologien“, erläutert Yvonne Paarmann, Leiterin des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. „Dabei werden die neuen Fähigkeiten praxisnah anhand von Projekten, die aus dem eigenen Arbeitskontext kommen oder fiktiv sind, erarbeitet.“

Eine Übersicht über das neue Studienangebot „Integrated Design Engineering 4 Business“ gibt ein Info-Tag im Allee-Center Magdeburg am 3. August 2018.

 

WAS: Informationstag zum Studienangebot „Integrated Design Engineering 4 Business“ der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal
WANN: 3. August 2018, von 10 bis 20 Uhr
WO: Allee-Center Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 11, 39104 Magdeburg, 2. Obergeschoss

 

Der Studiengang verbindet die vielfältigen Disziplinen der Produktentwicklung und regt mit dem Fokus auf den Leichtbau dazu an, Produkte ganz neu zu denken. Das Angebot reicht von der technischen Spezialisierung der Produktentwicklung über Werkstoffe, Fertigungsverfahren und Fertigungsplanung bis hin zu Qualitäts- und Projektmanagement oder Produktplanung und Logistik. Aber auch Querschnittsthemen wie Business Development und Zukunft der Arbeit werden eine Rolle spielen.

Das neue Angebot richtet sich an Absolventen des Maschinenbaus, an Wirtschaftsingenieure, Industriedesigner und Absolventen anderer Ingenieurstudiengänge der Bereiche Maschinen- und Anlagenbau, Automotive sowie relevanter Nachbardisziplinen. Studierende des modular gestalteten Studiengangs haben die Wahl: Sie können ganz individuell entsprechend der betrieblichen Herausforderungen und persönlichen Karriereambitionen zwischen dem Besuch eines einzelnen Moduls, der Belegung eines Zertifikatskurses oder des gesamten Masterprogramms wählen.

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Per WhatsApp zum Studienplatz

Individuell und schnell per WhatsApp erhalten Studieninteressierte ab der kommenden Woche Informationen rund um ein Studium an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Ab Montag, den 13. August 2018, um 8:00 Uhr, stehen Mitarbeitende des Studierendenmarketings, der Studienberatung und Experten aus den einzelnen Fakultäten dafür zur Verfügung. Sie geben Antworten auf Fragen sowohl zu Studienfächern, Lehrinhalten und Zulassungsbedingungen als auch zu den Themen Wohnen und Leben auf dem Campus.

 

WAS: WhatsApp-Studienplatzberatung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 13. August 2018, ab 8 Uhr

 

„Wir wollen Informationen gezielt und zeitnah verfügbar machen. Per WhatsApp können sich Interessierte jederzeit die Information holen, die für sie relevant ist“, sagt die Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Magdeburg Prof. Dr. Franziska Scheffler. „Wir haben über 100 Studiengänge im Angebot. Ab Oktober kommen der Bachelor Elektromobilität und die Lehramtsausbildung mit Schwerpunkt Mathematik hinzu. Da ist es hilfreich, jemanden fragen zu können, der den Überblick hat.“

Die bei WhatsApp übermittelten Daten werden ausschließlich zur Beantwortung der Fragen genutzt und nach Abschluss des Chats gelöscht.

Noch bis zum 15. September 2018 können sich BewerberInnenan der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung  online bewerben.

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Vor dem Studium zum naturwissenschaftlichen Praktikum

Studieninteressierte, die ihr (Fach-)Abitur bereits in der Tasche haben und zum kommenden Wintersemester (ab Oktober 2018) ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium beginnen möchten, können an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bereits in den Sommerferien Studieninhalte und -abläufe kennenlernen.

Während eines sogenannten MINT2-Praktikums haben sie Gelegenheit, sich unter Anleitung erfahrener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler acht Wochen lang mit studiengangsspezifischen Themen auseinanderzusetzen, Lehrende sowie die Fakultäten und Institute kennenzulernen. Angebote dafür gibt es im Maschinenbau, in der Verfahrens- und Systemtechnik, der Informatik, Mathematik, der Naturwissenschaft sowie in der Elektro- und Informationstechnik.

Das vergütete Praktikum richtet sich sowohl an jene, die sich bereits für einen Studiengang entschieden haben, als auch an noch unentschlossene Studieninteressierte. Der nächstmögliche Praktikumsbeginn ist der 1. August 2018. Es wird ganzjährig angeboten, so dass auch zu einem späteren Zeitpunkt eine Teilnahme möglich ist.

MINT2-Praktikum (c) Stefan Berger_Uni MagdeburgWährend des MINT2-Praktikums können Studieninteressierte einen Blick hinter die Kulissen der Universität werfen, in Laboren experimentieren und themenspezifische Vertiefungen frei wählen.  (Foto: Stefan Berger / Universität Magdeburg)

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Während des MINT2-Praktikums können Studieninteressierte einen Blick hinter die Kulissen der Universität werfen, in Laboren experimentieren und themenspezifische Vertiefungen frei wählen.

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Online-Studium für den Leistungssport

Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erarbeiten gemeinsam mit Kollegen aus ganz Europa erstmals ein Online-Studienprogramm zum Einsatz neuer Technologien im Leistungssport. Dieses neue Angebot mit dem Namen „Smart Sport“ richtet sich vor allem an Sportlerinnen und Sportler sowie Trainerpersonal, um sie mit dem Einsatz modernster Messtechnik zur Leistungsdiagnostik im Hochleistungssport vertraut zu machen.

shutterstock (c)  ESB ProfessionalDer Studiengang wird extra für Leistungssportler konzipiert, damit diese zwischen Training und Wettkampf an ihrer Karriere arbeiten können. (Foto: shutterstock (c) ESB Professional)

„Zwischen Training und Wettkämpfen haben Hochleistungssportlerinnen und -sportler, aber auch Trainer oft nur sehr wenig Zeit, ihre beruflichen Karrieren zu verfolgen“, weiß Prof. Dr. Kerstin Witte, Hochschullehrerin am Lehrstuhl Sport und Technik / Bewegungswissenschaft an der Universität Magdeburg. „Mit den Online-Kursen möchten wir für sie ein zeitlich flexibel abrufbares Studien- und Weiterbildungsangebot aufbauen, das sie mit dem Smartphone oder Tablet überall dort nutzen können, wo ein Internet- beziehungsweise WLAN-Anschluss zur Verfügung steht.“ Egal ob auf dem Rückweg vom Wettkampf im Bus oder Flugzeug oder daheim während einer verletzungsbedingten Trainingspause, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die vier Module mit je zwei Kursen ganz individuell durcharbeiten und die dazugehörigen Leistungsnachweise ablegen können. Voraussetzung für den Studienbeginn ist das Abitur. Nach Abschluss des 108 Stunden umfassenden englischsprachigen Kurses erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein europäisches Zertifikat. Das Angebot wird kostenlos sein.

„Wir betreten mit diesem Online-Studium völliges Neuland“, betont Professorin Kerstin Witte. „Welche Lehrinhalte sollen vermittelt werden? Wie sind diese didaktisch mit neuen Medien umzusetzen? Wie kann die Vermittlung der Themen interaktiv gestaltet werden? Wie kann Mitmachen und Mitdenken immer wieder neu angeregt und realisiert werden? Das sind Fragen, die uns momentan umtreiben.“ Derzeit erarbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lehrstuhls Sport und Technik / Bewegungswissenschaft gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Wien, Österreich, eine Übersicht zum Stand der Forschung und Technik, aus der bis zum nächsten Frühjahr die Lehrinhalte der ersten Module generiert werden sollen. 

In dem mit 400.000 Euro von der EU geförderten Projekt arbeiten neben den Universitäten in Magdeburg und Wien das Bulgarische Olympische Komitee, das Mazedonische Olympische Komitee und die European University Sports Association, Slowenien, mit.

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Letzte Änderung: 26.10.2017 - Ansprechpartner: Webmaster