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Präventionsstelle Sexualisierte Diskriminierung

Sexualisierte Diskriminierung – ein Thema am Hochschulstandort Magdeburg und Harz!

Seit Anfang April 2017 ist die Sozialarbeiterin Annika Schetter an der OVGU tätig, um – in Zusammenarbeit mit der Psychosozialen Studierendenberatung und dem Gleichstellungsbüro – die Präventionsstelle Sexualisierte Diskriminierung aufzubauen. Der Zuständigkeitsbereich der Präventionsstelle erstreckt sich nicht nur auf die OVGU, sondern auch auf die Hochschule Magdeburg-Stendal und die Hochschule Harz.

Die Einrichtung der Stelle wurde insbesondere vom Studierendenrat der OVGU angetrieben. Sie basiert auf der Tatsache, dass sexualisierte Belästigungen (z. B. anzügliche Blicke oder Bemerkungen, Lästereien, Sexismus) oder Diskriminierungen aufgrund des Aussehens oder der Selbstdefinition an unseren Hochschulen nicht seltener vorkommen als in anderen gesellschaftlichen Bereichen: „Nach dem deutschen Länderbericht einer EU-weiten Studie über sexuelle Belästigung und Gewalt an weiblichen Studierenden waren 54,7 % der befragten Studentinnen – also jede zweite – während der Zeit des Studiums sexuell belästigt worden, 3,3 % waren sogar sexueller Gewalt ausgesetzt. Ein Drittel der Angriffe kam aus dem Umfeld der Hochschule; zu den übergriffigen Personen zählen neben Lehrenden und anderen Hochschulangestellten auch Kommilitonen.“ (Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Sexuelle Belästigung im Hochschulkontext – Schutzlücken und Empfehlungen, Berlin 2015, S. 11). Darüber hinaus wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Doch was ist sexualisierte Diskriminierung oder Gewalt eigentlich? Wie kann betroffenen Personen geholfen werden und was können wir gemeinsam tun, um solchen Vorfällen vorzubeugen? Gibt es möglicherweise sogar Situationen, in denen ich Menschen aus meinem Umfeld unabsichtlich selbst kränke oder verletze?

Die Präventionsstelle beabsichtigt, an der Entwicklung eines respektvollen Miteinanders an den genannten Hochschulen beizutragen und ein Klima herbei zu führen, das es ermöglicht, die Thematik zur Sprache zu bringen. Menschen, die sich bedrängt oder belästigt fühlen, sollen durch sie ermutigt werden, im geschützten Raum über ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu sprechen und frei entscheiden zu können, ob sie eine offizielle Beschwerde aufgeben möchten. Dazu gehört auch, dass in jedem Einzelfall individuelle Unterstützungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Menschen, denen die Thematik „sexualisierte Diskriminierung und Gewalt“ bisher fremd war, bestärken wir, ihre Fragen, Ideen, Anmerkungen oder auch Skepsis an die Präventionsstelle zu richten, sodass es allmählich immer selbstverständlicher wird, dass sexistische Bemerkungen oder Handlungen auf unseren Campi verpönt sind.

Was können Sie tun?

Falls Sie sich im Hochschulkontext in einer Lage befinden oder schon einmal befunden haben, in der sie sich bedrängt, belästigt oder diskriminiert gefühlt haben oder jemanden kennen, dem es so geht bzw. einmal so ging, wäre es wichtig, dass Sie mit uns über das Erlebte sprechen. Selbstverständlich behandeln wir alle Informationen streng vertraulich!

Wir brauchen Sie ebenfalls, um herauszufinden, ob und in welchen Bereichen der OVGU unreflektiert oder sogar belästigend mit Sprache umgegangen wird – z. B. in Lehrveranstaltungen. Falls es aus Ihrer Sicht auf dem Campus Orte gibt, an denen Sie sich unwohl bzw. unsicher fühlen – teilen Sie uns dies bitte mit! Natürlich sind wir auch offen für Ihre Fragen, Ihre Kritik und auch Ihre eventuelle Skepsis hinsichtlich der Notwendigkeit der Präventionsstelle.

Eine mündliche und schriftliche Weitergabe der Informationen an Studierende ist ausdrücklich erwünscht.

 

Annika Schetter, Dr. Evelin Ackermann, Morena Groll

 

Letzte Änderung: 27.09.2017 - Ansprechpartner:

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