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Luxus oder Daseinsfürsorge für Sachsen-Anhalt?

14.11.2017 -  

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Exzellenzforschungszentrums Centre for Behavioral Brain Sciences CBBS an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wollen die Forscherinnen und Forscher einen gesellschaftlichen Diskurs zur Rolle der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung für das Land Sachsen-Anhalt beginnen. Gemeinsam mit Landespolitikerinnen und -politikern sowie Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft soll auf einem Parlamentarischen Abend zum einen Bilanz gezogen werden, zum anderen aber auch ein Austausch darüber begonnen werden, wie neurowissenschaftliche Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt künftig gestaltet werden kann und welche konkreten Erwartungen sowohl die Politik als auch die Neurowissenschaften haben.

„Die Neurowissenschaften sind eine Schlüsseldisziplin der Forschung im 21. Jahrhundert“, so Prof. Dr. med. Hans Jochen Heinze, Sprecher des CBBS. „In den vergangenen Jahren ist am Standort Magdeburg ein neurowissenschaftlicher Forschungsschwerpunkt mit großer nationaler und internationaler Ausstrahlung herangewachsen, der sich ein Renommee weit über die Landesgrenzen hinaus erarbeitet hat. Wir müssen nun aber in den Austausch darüber treten, welche Rahmenbedingungen moderne Forschung angesichts großer internationaler Konkurrenz braucht und hinterfragen, welche Forderungen die Landespolitik an die Neuroforschung stellt.“

 

WAS: Parlamentarischer Abend des Landesforschungszentrums
„10 Jahre Center for Behavioral Brain Sciences CBBS“
WANN: 22. November 2017, Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn 18:00 Uhr, Ende ca. 21:00 Uhr
WO: Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Kaiser-Otto-Saal, Otto-von-Guericke-Str. 68-73, 39104 Magdeburg

 

Nach der Begrüßung durch den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, und die Präsidentin des Landtages Sachsen-Anhalt, Gabriele Brakebusch, werden der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner, das Mitglied des CBBS-Beirats, Prof. Dr. Thomas Münte, und der CBBS-Forscher Jun.-Prof. Dr. Michael Hanke ihre Standpunkte und Sichtweisen zum Thema präsentieren.

Daran schließt sich unter dem Motto "Wie kann das Land vom CBBS profitieren? Ist Grundlagenforschung Luxus oder Daseinsfürsorge für die Entwicklung des Landes?" eine Diskussion zum Thema an. Die Magdeburger CBBS-Forscherin, Prof. Dr. Daniela Dieterich, und der Sprecher des CBBS, Prof. Hans-Jochen Heinze, werden dazu mit Parlamentariern und dem Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Prof. Dr. Reint Gropp, diskutieren.

Ein Empfang mit musikalischer Begleitung bietet danach Raum für weiterführende Gespräche und Interviews.

Das Centre for Behavioral Brain Sciences CBBS

2007 wurde das Center for Behavioral Brain Sciences, kurz CBBS, als Dachstruktur neurowissenschaftlicher Forschung in Magdeburg gegründet. Mit dem CBBS wurde eine Struktur geschaffen, um exzellente Nachwuchswissenschaftler innerhalb des Forschungsschwerpunktes weiter zu fördern und durch Bündelung vielfältiger Herangehensweisen, Methodiken und Themen Synergien zu schaffen und Kompetenzen zu bündeln. Als zentrale Einrichtung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird sie wissenschaftlich gemeinsam von der Universität Magdeburg und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie LIN getragen. Das CBBS vereint gegenwärtig 100 Neurowissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus sechs Fakultäten der Universität Magdeburg, aus dem Leibniz-Institut für Neurobiologie sowie dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Aus CBBS-Verbünden sind inzwischen zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG geförderte Sonderforschungsbereiche (TRR-SFB 62 und SFB 779) hervorgegangen. Das CBBS wird gefördert aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Letzte Änderung: 23.11.2017 - Ansprechpartner:

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