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Mai

Universität startet nach Millionenförderung Ausbildung von Spitzenforschern in der Mathematik

30.05.2017 -

Mit der feierlichen Eröffnung des Graduiertenkollegs Mathematische Komplexitätsreduktion startet am 6. Juni 2017 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die Ausbildung von Spitzenforscherinnen und -forschern in der Mathematik. In dem mit rund vier Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm haben Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, auf hohem fachlichen Niveau zu promovieren. In den kommenden vier Jahren werden gefördert durch das Graduiertenkolleg bis zu 60 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Magdeburg an wichtigen mathematischen Fragestellungen forschen.

Die ständig wachsende Komplexität wissenschaftlicher und technischer Fragestellungen - ob in der Medizin, der Werkstoffentwicklung, der Biowissenschaften oder im Maschinenbau - führt zu immer komplexer werdenden mathematischen Modellen. Die im Graduiertenkolleg verfolgte Leitidee besteht darin, neue mathematische Techniken zu entwickeln, um diese Komplexität abzubilden und zu gestalten.

Portrait Prof. Sager@Stefan Berger
Prof. Sebastian Sager, Sprecher des Kollegs

„Wir haben in Magdeburg mit unseren im CHE-Ranking exzellent bewerteten mathematischen Studiengängen ideale Voraussetzungen zum Aufbau eines solchen Graduiertenkollegs und möchten die nächste Generation von wissenschaftlichen Führungskräften ausbilden, die die großen Herausforderungen in Forschung und Industrie kompetent angehen kann“, so der Sprecher des Kollegs, Prof. Sebastian Sager von der Fakultät für Mathematik. Der Mehrwert liege zum einen im mathematischen Erkenntnisgewinn, zum anderen aber auch in einem möglichen Transfer in andere Disziplinen, in denen komplexe Sachverhalte das Finden guter Lösungen erschweren. Die Magdeburger Herangehensweise sei darüber hinaus bundesweit einmalig, da sich so viele unterschiedliche mathematische Disziplinen wie Algebra, Analysis, Geometrie, Numerik, Optimierung und Stochastik in das forschungsgetriebene Ausbildungskonzept einbringen. Die Promovierenden erwerben über die üblichen hochspezialisierten Kompetenzen hinaus so ein breites Spektrum an mathematischen Kenntnissen, dass sie zur Entwicklung innovativer Konzepte befähigt werden.

 

WAS: Kickoff-Veranstaltung zum Start des Graduiertenkollegs 2297 Mathematische Komplexitätsreduktion an der Fakultät für Mathematik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 6. Juni 2017, 17.00 Uhr
WO: FestungMark, Hohepfortewall 1, 39104 Magdeburg

 

Nach dem Grußwort des Rektors, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, der Kurzpräsentation des Kollegs, einem an die mathematisch interessierte Allgemeinheit adressierten Vortrag von Prof. Dr. Bernd Sturmfels (University of California, Berkeley/ MPI Leipzig) und weiteren wissenschaftlichen Vorträgen, wird der Kabarettist und studierte Physiker Vince Ebert sein Programm „Big Dadaismus“ präsentieren und aufzeigen, welche Faktoren entscheidend für unsere Zukunftsfähigkeit sind, warum sich das selbstfahrende Auto vielleicht nie durchsetzen wird, und, dass schon steinzeitliche Businessmodelle soziale Netzwerke genutzt haben. 

Über das DFG-Graduiertenkollegs

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG hat zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland insgesamt 20 neue Graduiertenkollegs eingerichtet. Insgesamt gibt es ca. 15 Graduiertenkollegs im Bereich Mathematik, von denen das Magdeburger das einzige in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) ist. Die Einrichtungen werden viereinhalb Jahre lang gefördert, mit der Chance auf einmalige Verlängerung. Insgesamt fördert die DFG zurzeit 206 Graduiertenkollegs, darunter 41 internationale Graduiertenkollegs; die 20 neuen Kollegs werden 2017 ihre Arbeit aufnehmen.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Universität Magdeburg/Stefan Berger // Bildunterschrift: Prof. Sebastian Sager

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Simulations- und Trainingsstrategien gegen Schwerhörigkeit

29.05.2017 -

Die Ärztin Prof. Dr. med. Maike Vollmer stellt am 2. Juni 2017 bei ihrer Antrittsvorlesung neuroanatomische Techniken und Trainingsstrategien zur Rehabilitation des Hörvermögens bei schwerhörigen bzw. ertaubten Patienten vor. Die Hals-, Nasen- und Ohrenspezialistin erforschte in Studien, unter welchen Umständen sich eine störungsfreie Verarbeitung von Hörsignalen reorganisieren lässt. Die Medizinerin und Wissenschaftlerin untersuchte, welchen Einfluss bereits gemachte Hörerfahrung und das Lernen auf die Entwicklung und Veränderung neuronaler Signalverarbeitung haben. Ziel ihrer Forschung ist es, Stimulations- und Trainingsstrategien für Patientinnen und Patienten zu entwickeln, die es ermöglichen, das Hörvermögen deutlich zu verbessern.

 

WAS:

Antrittsvorlesung Prof. Dr. med. Maike Vollmer, Dorothea-Erxleben-Gastprofessorin, „Temporal Plasticity in the Deaf Auditory System by Electric Cochlear Stimulation“

WANN: 2. Juni 2017, 15.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Campus Universitätsklinikum Magdeburg, Leipziger Straße 44, 30120 Magdeburg, Zentraler Hörsaal, Haus 22

 

Der Vortrag ist öffentlich und findet in englischer Sprache statt.

Prof. Dr. med. Maike Vollmer wurde als herausragende Wissenschaftlerin auf die Dorothea-Erxleben-Gastprofessur der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Mit der Gastprofessur fördert die Universität seit rund 20 Jahren exzellente Wissenschaftlerinnen und unterstützt intensiv deren weitere fachliche und persönliche Profilierung. Der Lehr- und Forschungsauftrag wird für die Dauer von jeweils einem Jahr für ein an der Universität vertretenes Fach vergeben, insbesondere auf Gebieten, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Die Professur ist nach der Ärztin Dorothea Erxleben benannt, die als erste deutsche Frau 1754 den medizinischen Doktortitel erwarb.

Prof. Dr. med. Maike Vollmer erlangte 1993 ihre Approbation an der Universität Kiel und promovierte 1994 an der Universität Düsseldorf. Anschließend war sie als Postdoktorandin an der University of California, San Francisco, USA tätig. Nach Abschluss ihrer Facharztausbildung in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, setzte sie 1999 ihre wissenschaftlichen Arbeiten in den USA und an der Universität Frankfurt/Main fort. Ab 2006 etablierte sie ein neurophysiologisches Forschungslabor am Universitätsklinikum Würzburg. 2013 habilitierte sie dort im Fach Neurophysiologie.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Uni Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. med. Maike Vollmer

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Populismus in postfaktischen Zeiten

24.05.2017 -

Am 30. Mai 2017 erklärt der renommierte Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Niehr an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wie mit Sprache Politik verkauft wird. Hintergrund ist, dass – nicht nur in Deutschland - historisch belastete Wörter wieder salonfähig werden, durch Tabubrüche öffentliche Kontroversen provoziert werden und sich so die Grenzen des Sagbaren mehr und mehr verschieben.

Der Vortrag Thomas Niehrs geht vom politischen Kampfbegriff „Populismus“ aus und versucht, das Phänomen sprachwissenschaftlich einzugrenzen.

 

WAS: Vortrag von Prof. Dr. Thomas Niehr, RWTH Aachen zum Thema „Populismus in Zeiten des Postfaktischen“
WANN: 30. Mai 2017, ab 19:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Zschokkestraße 32, Gebäude 40, Raum 238

 

Der Vortag ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Thomas Niehr ist Professor für Germanistische Sprachwissenschaft am Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen. Seine Forschungsgebiete sind Öffentlicher Sprachgebrauch, Sprache in der Politik, Argumentationsanalyse und Sprachkritik. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sprache in der Politik e.V..

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Ziel ist, die Sprachentwicklung kritisch zu beobachten und auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung Empfehlungen für den allgemeinen Sprachgebrauch zu geben.

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Technologietransfer im Maisfeld

22.05.2017 -

Ingenieure der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg forschen an einem Elektrofahrzeug, das den Landwirten die Schädlingsbekämpfung erleichtert. Jun.-Prof. Stephan Schmidt vom Institut für Mobile Systeme entwickelte zusammen mit seinem Team einen sogenannten Leichtstelzenschlepper, eine Art Hebebühne auf Stelzen und Rädern. Damit können die Maisbauern über die meterhohen Maispflanzen hinwegfahren und das biologische Schädlingsbekämpfungsmittel aufbringen.

Der Landwirt könne auf diese Weise eine Fläche von bis zu 24 Hektar pro Stunde bearbeiten, erklärt Schmidt. „Der Leichtstelzenschlepper ist darüber hinaus kostengünstiger und – wie der Name schon sagt – sehr leicht. Dadurch kann er sogar auf einem PKW-Anhänger von Feld zu Feld transportiert werden“, so der Maschinenbauer weiter. Zudem laufe die Erfindung über einen reinen Elektroantrieb; das spare zusätzliche Kosten und schone die Umwelt.

Bild vom Stelzenschlepper bei Einfahrt ins Maisfeld (c) Biocare GmbH
Der Stelzenschlepper bei der Einfahrt ins Maisfeld.

Forschungsarbeit für die Wirtschaft

Die Ausbringung von Schädlingsbekämpfungsmitteln, sogenannten Trichogramma, in Maisfeldern sei ein „Knochenjob“: „Der Landwirt kämpft sich durch das 1,80 Meter hohe Feld und hängt alle fünf Meter ein Kärtchen an die Pflanzen, ähnlich einem Türanhänger für Hotelzimmer“, erläutert Jun.-Prof. Schmidt. „Etwas leichter geht es mit einem pneumatischer Kugelstreuer, intern auch „Wespenkanone“ genannt. Dieser schießt per Luftdruck kleine Kügelchen mit den Trichogramma in das Feld. Das Gerät muss aber noch immer über den Acker transportiert werden.“ An diesem Punkt haben die Wissenschaftler angesetzt und ein Fahrzeug zur Ausbringung entwickelt.

Finanziert wurde das Projekt durch die Firma Biocare, einem Hersteller für biologische Pflanzenschutzmittel, die die Universität Magdeburg als Partner dieses Technologietransfers mit der Entwicklung beauftragt hat.

„Nach 10 Monaten Forschung haben wir einen ersten Prototyp entwickelt, der bei den Landwirten bereits auf großes Interesse stieß“, so Schmidt. Serienreif sei die Entwicklung indes noch nicht. „Wir arbeiten intensiv an den Schwachstellen. So muss der Aufbau des Leichtstelzenschleppers künftig noch schneller gehen und er muss durch automatische Fahrfunktionen anwendungsfreundlicher werden“, erklärt der Wissenschaftler. Dazu arbeiten er und sein Team der Universität Magdeburg mit Partnern der regionalen Industrie, wie der F-A-G Fahrzeugwerk Aschersleben GmbH und dem Automatisierungsunternehmen Ematik GmbH aus Magdeburg, zusammen.

 

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Bild 1 // Quelle: Biocare GmbH // Bildunterschrift: Der Stelzenschlepper bei der Einfahrt ins Maisfeld.

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1 Studiengang, 2 Länder und 2 Abschlüsse

17.05.2017 -

Wirtschaftsingenieurstudierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg können nach erfolgreich absolvierten Masterprüfungen künftig auch das Zeugnis der Freien Universität Bozen/Italien erhalten, Bozener Studierende im Gegenzug auch das der Magdeburger Alma Mater.

Dazu haben die Rektoren beider Einrichtungen Anfang dieser Woche in Bozen eine Kooperation vereinbart. Diese sieht für Studierende jeweils mindestens ein Semester an der Partneruniversität vor, wofür nach Studienende ein Doppelabschluss, ein sogenanntes Double Degree, verliehen wird. Ihre Masterarbeit können die Studierenden, je nach Wunsch, in Magdeburg oder in Bozen anfertigen. Diese wird von jeweils einem Professor oder einer Professorin jeder der Universitäten betreut. Es wird erwartet, dass etwa 20 Studierende beider Länder dieses Angebot ab Beginn des kommenden Wintersemesters nutzen. Grundlage der Zusammenarbeit sind die englischsprachigen Masterstudienangebote beider Maschinenbaufakultäten.

Rektoren der Universitäten Bozen und MagdeburgDie Rektoren der Universität Bozen, Prof. Paolo Lugli (li.) und Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan

„Für die Otto-von-Guericke-Universität gehört die internationale Vernetzung zu einem wesentlichen strategischen Ziel“, so ihr Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung. „Es freut mich deshalb besonders, dass wir neben unseren Kontakten nach Osteuropa, Asien oder Übersee durch die Kooperation mit der Freien Universität Bozen auch unsere europäischen Kontakte intensivieren.“

Der Rektor der Freien Universität Bozen, Prof. Paolo Lugli, ergänzte: „Dieser internationale Studiengang stellt eine exzellente Möglichkeit dar, unser Studienangebot zu erweitern, denn für Südtirol ist der Bedarf an Absolventen in den Ingenieurwissenschaften ungebrochen hoch.“

Weitere Kooperationen möglich

Die Vertragsunterzeichnung fand am Montag, den 15. Mai 2017, in der Freien Universität Bozen statt. Der Magdeburger Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, wurde vom Studiengangsverantwortlichen der Fakultät für Maschinenbau, Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek, und vom Dekan der Fakultät für Maschinenbau, Prof. Dr. rer. nat. Michael Scheffler, begleitet. Als Dekan und Mitverantwortlicher für etwa 2.000 Studierende an der Universität sieht er großes Potenzial für weitere Kooperationen mit den Südtiroler Kollegen: „Angeregt durch dieses Double-Degree-Abkommen auf dem Gebiet der Logistik werden wir Gespräche führen und ausloten, inwieweit ein solches Abkommen auch für den Studiengang Maschinenbau möglich ist. Wir sehen darüber hinaus hervorragende Möglichkeiten, neben der Lehre auch in der Forschung mit unseren Südtiroler Kollegen zusammenzuarbeiten.“

 

 

Der Studiengangsverantwortliche, Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek, hob die mit der Kooperation verbundenen Möglichkeiten für die Studierenden hervor. „Das Double-Degree-Abkommen für den Studiengang Wirtschaftsingenieur Logistik ist für die Studierenden beider Universitäten eine klare Bereicherung und bringt interkulturelle Erfahrungen.“

Zukünftig soll die Kooperation der Logistik-Lehrstühle beider Universitäten über die Lehre hinaus auch zu gemeinsamen Forschungsvorhaben auf EU-Ebene führen.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Isabella Voltolini, Universität Bozen // Bildunterschrift: Die Rektoren der Universität Bozen, Prof. Paolo Lugli (li.) und Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan

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FAKE NEWS - kann man lernen, damit umzugehen?

16.05.2017 -

Fake News, also bewusst lancierte Falschmeldungen in den klassischen Medien und sozialen Netzwerken, stehen am 31. Mai 2017 im Mittelpunkt der streitBAR der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Bild Fake News (c) Panchenko Vladimir_shutterstockFoto von Panchenko Vladimir / shutterstock

Neben den laufenden gesellschaftlichen Debatten zum Thema ist ein studentisches Projekt der Medienwerkstatt der Universität Magdeburg Anlass für die Veranstaltung. Die Aktion #FindetFinja hat in den vergangenen vier Wochen durchaus kontroverse Diskussionen in Gang gesetzt und die Gemüter bewegt: Eine Gruppe zukünftiger Medienbildnerinnen und Medienbildner hat bewusst mit der Verbreitung von Fake News gearbeitet, um herauszufinden, wie Menschen reagieren, wenn sie zum Ziel einer Falschmeldung werden. Die Ergebnisse des Experiments sind vielschichtig und sollen nun öffentlich diskutiert werden.

Im Podium der streitBAR sitzen:

  • Johannes Fromme, Professor für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung und Medienbildung
  • Stefan Iske, Professor für Pädagogik und Medienbildung
  • Karim Sadrieh, Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere E-Business
  • Jana Richter, Leiterin der Medienwerkstatt der Universität

 

WAS: Fake News – Kann man lernen damit umzugehen?; Öffentliche Diskussion in der streitBAR der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 31. Mai 2017, 19:00 bis 21:00 Uhr
WO: Campus Service Center der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 1, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Die streitBAR ist ein Veranstaltungsformat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Unterschiedliche Themen aufgreifend, gibt die streitBAR Raum für den öffentlichen Diskus und unterstreicht die Bedeutung der Universität Magdeburg als Ort des freien Meinungsaustausches. Die Veranstaltung wird für das Universitätsradio Guericke FM aufgezeichnet.

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Campus am Uniplatz wird zur großen Infomeile mit "Studentenbude"

15.05.2017 -

Am 20. Mai 2017 werden auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wieder mehrere hundert Studieninteressierte und deren Angehörige zum Studieninformationstag, dem campusdateLIVE, erwartet. Ab 13:00 Uhr haben die Gäste Gelegenheit, Magdeburger Unialltag zu erleben, spannenden Zukunftsthemen zu begegnen, eigene Stärken und Talente zu entdecken und ihr Wunschstudium zu finden.

„Wir möchten unseren Studierenden fundiertes fachliches Wissen vermitteln, ihnen vor allem aber auch Möglichkeiten eröffnen, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Unsere Studienprogramme bieten genügend Experimentierfelder, um sich ihrer Stärken, Bedürfnisse und Talente bewusst zu werden“, so der Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „In Zukunft präsent zu sein, den sich wandelnden Herausforderungen eines lebenslangen Lernens gewachsen zu sein, darauf wollen wir mit einem Studium an der Universität Magdeburg vorbereiten.“

Den jungen Besucherinnen und Besuchern stehen am campusdateLIVE alle Türen der Universität offen: Angehörige aller Fakultäten und Bereiche nehmen sich Zeit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten, Einblicke in Studienabläufe und Studieninhalte zu geben, Hörsäle und moderne Forschungslabore zu zeigen, sie in Wohnheime und Sporthallen, in die Mensa oder die Unibibliothek zu führen. Darüber hinaus können die Studieninteressierten, ihre Eltern, Geschwister und Freunde während einer Rundfahrt mit dem Doppelstockbus die Studentenstadt Magdeburg erkunden.

In einer eigens für den Tag aufgebauten „Studentenbude“ können sich Studieninteressierte an den großen WG-Tisch setzen, um künftige Kommilitonen und studentische Initiativen näher kennenzu lernen.

 

WAS: Studieninformationstag campusdateLIVE der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 20. Mai 2017, 13:00 bis 18:00 Uhr, anschließend Lange Nacht der Wissenschaft
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Studieninformationen, Wissenschaft zum Anfassen und gute Live-Musik

Im Anschluss an den Studieninfotag lädt die Universität die Studieninteressierten und ihre Angehörigen ab 18:00 Uhr zur Langen Nacht der Wissenschaft ein. Experimente, Vorträge und jede Menge Mitmachaktionen bieten Wissenschaft zum Anfassen für jede Altersgruppe.

Zum Abschluss des Tages gibt es ab 22:00 Uhr das große Radiokonzert des Uniradios Guericke FM mit der Band You&Me. Die vielstimmigen Gesangsparts sorgen zusammen mit der Geige, Drums, Bass und Gitarren für Festival-Atmosphäre auf dem Campus. Einen ersten Akustik-Vorgeschmack gibt bereits ab 17:00 Uhr beim campusdateLIVE.

Die Radiomacher von Guericke FM moderieren das einstündige Konzert mit einem Mix aus hintergründigen Interviews mit der Indie-Folk-Band und charmanten Aktionen. Für alle, die nicht live vor Ort sein können, wird das komplette Konzert über den Livestream auf der Website des Uniradios übertragen.

Der Eintritt ist kostenfrei.

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Wie Luther auch Geschlechtergeschichte schrieb

12.05.2017 -

Hat Martin Luther durch seine Ehelehren die Rollen von Männern und Frauen, Müttern und Vätern und die Vorstellungen von deren Zusammenleben neu definiert und bis in die Gegenwart geprägt? Begann mit dem Thesenanschlag auch eine Gender-Reformation?

Diese zentralen Fragen stehen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung, die vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und als deren Beitrag zum Reformationsjubiläum stattfindet. Unter dem Titel „Glaube und Geschlecht – Gender Reformation“ setzen sich renommierte Experten und Expertinnen aus Kirchen- und Rechtsgeschichte, Geschichtswissenschaft, den Sozial- und Islamwissenschaften, Philosophie und des Kirchenrechts mit diesem wenig beachteten und doch prägenden Aspekt der Reformationsgeschichte auseinander. Zu den Vorträgen werden über 100 Gäste aus Deutschland, der Schweiz, England und Österreich auf dem Campus erwartet.

 

WAS: „Glaube und Geschlecht - Gender Reformation“, Internationale Tagung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zum Reformationsjubiläum
WANN: 29. Juni bis 1. Juli 2017
WO:

29. Juni 2017, 17.00 bis 19.00 Uhr Kaiser-Otto-Saal, Kulturhistorisches Museum, Otto-von-Guericke-Straße 68 - 73, 39104 Magdeburg

30. Juni und 1. Juli 2017, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Senatssaal, Gebäude 05, Raum 205, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Die Bedeutung der Reformation für die heutige Zeit

Die Tagung setzt sich intensiv mit den bis heute wirkenden Wechselbeziehungen zwischen Glaube und Geschlecht auseinander und hinterfragt die durch Religion begründeten und zugewiesenen Rollen von Männern und Frauen, ihre gesellschaftlichen Aufgaben und Lebenswege.

„Aus unterschiedlicher Perspektive werden wir - ausgehend vom protestantischen Frauen- und Männerbild - auch intensiv über die Wechselwirkungen von Glaube und Geschlecht in anderen Religionen wie dem Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Islam diskutieren“, so die wissenschaftliche Leiterin und Organisatorin der Tagung, Prof. Eva Labouvie. „Die Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Vereinbarkeit vor allem nichtchristlicher mit den Gesellschafts- und Geschlechterordnungen christlich geprägter europäischer Länder dürfte vor dem Hintergrund der jüngsten Migrationsbewegungen zu den aktuellsten Fragen der Gegenwart zählen und erlaubt zudem möglicherweise Einsichten zur Förderung eines toleranteren und respektvolleren Miteinanders verschiedener Religionen.“

Die Magdeburger Tagung leiste einen wichtigen Beitrag zum Reformationsjubiläum, so Labouvie weiter, indem sie die Frage nach der Bedeutung der Reformation für eine noch heute gültige Geschlechterordnung fokussiere. „Die Reformation wurde durch das religiöse Engagement der Laien getragen. Ein Aufbruch, der Frauen völlig neue Handlungsmöglichkeiten eröffnete und die Geschlechterordnung in den europäischen Ländern nachhaltig veränderte. Bei der Frage nach ‚Glaube und Geschlecht‘ handelt es sich um eine sehr grundlegende Perspektive, ohne die die Agenda des Reformationsjubiläums nicht vollständig wäre.“

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Nach einem halben Jahrhundert zurück in den Hörsaal

11.05.2017 -

50 oder 25 Jahre nachdem sie ihr Abschlusszeugnis, beispielsweise als Maschinenbauer, Verfahrenstechnikerin, Ärztin oder Lehrer, erhalten haben, kehren rund 370 Absolventinnen und Absolventen der Otto-von-Guericke-Universität und ihrer Vorgängereinrichtungen vom 19. bis 20. Mai 2017 zum Alumni-Wochenende auf den Campus der Uni zurück. Eingeladen sind die Abschlussjahrgänge 1967 und 1992.

An den zwei Tagen haben die Ehemaligen ausreichend Zeit und Gelegenheit, mit früheren Kommilitonen und Kommilitoninnen in Erinnerungen zu schwelgen, neue, hochmoderne Forschungs- und Lehrgebäude in Augenschein zu nehmen oder bei einer Stadtführung bzw. Fahrt auf der Elbe die sich in den zurückliegenden 25 Jahren enorm gewandelte Studentenstadt neu zu entdecken.

Am Sonnabend wird der Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, den Ehemaligen im Audimax feierlich die Goldenen und Silbernen Diplome überreichen. Anschließend hält der renommierte Soziologe und Glücksforscher der Universität Magdeburg, Prof. Dr. Jan Delhey, den Festvortrag.

Am Nachmittag haben die Alumni Gelegenheit, beim Studieninformationstag Kontakt mit der nächsten Generation Studierender aufzunehmen, bevor sie ab 18.00 Uhr auf der 12. Langen Nacht der Wissenschaft Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und Arbeitsbereiche der Universität gewinnen können.

 

WAS: 7. Alumni-Wochenende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 19. Mai 2017, ab 18:00 Uhr und 20. Mai 2017, ab 10:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Gebäude 26, Hörsaal 1

 

Vater und Tochten nehmen gemeinsam Diplom entgegen

Viele Ehemalige hat es in alle Teile der Welt und des Landes verschlagen. Nicht wenige aber sind ihrer Studentenstadt treu geblieben, haben Generationen von Schülern unterrichtet, in Kliniken oder Praxen Patienten versorgt oder sind als Ingenieure in regionalen Unternehmen oder selbstständig tätig. Einige sind zudem ihrer Universität „treu“ geblieben, wie der renommierte Verfahrenstechniker Prof. Dr.-Ing. Lothar Mörl, der „Erfinder“ des Wirbelschichtverfahrens.

In diesem Jahr wird das Alumni-Wochenende für zwei Teilnehmer auch zum Familientreffen: Unter den Gästen sind der Dipl.-Ing. Detlef Meier, der 1967 sein Abschlusszeugnis erhielt und seine Tochter, Dipl.-Ing. Ina Kramer, die 1992 zu den Absolventinnen gehörte.

Heute studieren über 14.200 Männer und Frauen aus über 90 Nationen auf dem Unicampus. Jährlich verlassen rund 2.500 Absolventinnen und Absolventen nach erfolgreichem Studienabschluss die Universität.

Anmeldung zum Alumni-Wochenende

Kurzentschlossene Absolventinnen und Absolventen, die ihr Studium in den Jahren 1967 und 1992 an der Universität Magdeburg bzw. ihren Vorgängereinrichtungen abgeschlossen haben, können sich noch per Mail oder telefonisch unter +49 391 67-58835 für das Alumni-Wochenende 2017 anmelden.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Yan Arnold // Bildunterschrift: Absolventen des Jahrganges 2016 der Fakultät Maschinenbau der Universität Magdeburg

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Studiengänge BWL, VWL und Wirtschaftsinformatik gehören zu den Besten

09.05.2017 -

Die Studienfächer Betriebswirtschaftslehre BWL, Volkswirtschaftslehre VWL und Wirtschaftsinformatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gehören zu den Besten Deutschlands. Das bescheinigen Spitzenplätze im soeben erschienen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung CHE.

Das Fach BWL platziert sich in den Kategorien „wissenschaftliche Veröffentlichungen“, „Abschluss in angemessener Zeit“ und „Unterstützung am Studienanfang“ in der Spitzengruppe. In den beiden letztgenannten Kategorien überzeugte auch das Fach VWL und gelangte im bundesweiten Vergleich auf eine Spitzenposition. Bestnoten gab es darüber hinaus für die „Internationale Ausrichtung“ des englischsprachigen Studienangebots der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Prof. Karl-Heinz Paqué, Dekan der FWW, mit den Ergebnissen mehr als zufrieden. „Die jüngste CHE-Erhebung belegt einmal mehr, dass wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Lehre in Magdeburg auf höchstem Niveau betrieben werden.“

Für das Studienfach Wirtschaftsinformatik der Universität Magdeburg gab es sogar Spitzenbewertungen in drei Kategorien: „wissenschaftliche Veröffentlichungen“, „Kontakt zur Berufspraxis“ und „Internationale Ausrichtung“.

Darüber hinaus erlangten die Studiengänge Wirtschaftsingenieur Maschinenbau und Wirtschaftsingenieur Logistik Spitzenplätze in den Kategorien „Studierbarkeit" und „Abschlüsse in angemessener Zeit".

Das CHE-Ranking ist das umfassendste und detaillierteste Studienranking im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet. 2017 sind das BWL, Jura, Soziale Arbeit, VWL, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftswissenschaften. Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen wurden dafür untersucht. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule.

Die Ergebnisse des CHE-Hochschulrankings erscheinen heute, am 9. Mai 2017, im neuen ZEIT Studienführer 2017/18. Das vollständige Ranking ist darüber hinaus unter www.zeit.de/che-ranking abrufbar.

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Elektronische Helfer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

05.05.2017 -

Ein Forscherteam der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeitet derzeit zusammen mit Kollegen aus ganz Europa daran, die Kommunikation zwischen dem Fahrer und dem Fahrer-Assistenzsystem effektiver und sicherer zu gestalten. Elektronische Helfer sollen künftig gefährliche Verkehrssituationen entschärfen oder gar vermeiden. Der Schlüssel dazu liegt in einer maßgeschneiderten automatisierten Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Warn- und Interventionsstrategien basieren dann sowohl auf dem individuellen Zustand des Fahrers als auch auf Witterungs- und Straßenbedingungen sowie der aktuellen Gefahrenlage.

Zur Überwachung des Fahrerzustands wird ein Team um Prof. Dr. Andreas Wendemuth vom Institut für Informations- und Kommunikationstechnik der Universität Magdeburg den emotionalen Inhalt von akustischen Äußerungen, wie Sprache, Atemgeräusche, Stöhnen oder Gähnen im PKW und LKW analysieren, die dann – zusammen mit weiteren Informationen zum Fahrerzustand – unterstützende bis hin zu autonomen Reaktionen des Fahrer-Assistenzsystems zur Folge haben.

Bild zum Forschungsprojekt ADASandME

Nachdem Probanden im Fahrsimulator in verschiedene Gemütszustände versetzt wurden, beispielsweise durch stressige Verkehrssituationen, Ablenkungen im Fahrzeuginnern, Schlafmangel oder aggressives Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer werden ihre Geräusche durch hochempfindliche Richtmikrophone aufgenommen. Mittels Computermodellen werden diese Geräusche aus dem Fahrzeuginnenraum emotionalen Zuständen, wie müde, aggressiv oder aufgekratzt, zugeordnet.

Es folgen Realversuche auf extrem eintönigen LKW-Fahrten in Schweden sowie in sehr stressigen Fahrsituationen für PKW in Mitteleuropa. Aus den Daten werden Geräusche, Mimik, Körperhaltung und Bewegungen analysiert und damit Fahrerzustandsparameter errechnet. Die Daten selbst werden gelöscht und personenbezogene Informationen sind damit nicht vorhanden.

Bitte fahren Sie rechts ran

Nach dem Abgleich aller erfassten Informationen soll dann das Fahrer-Assistenzsystem der neuen Generation physische oder psychische Beeinträchtigungen des Fahrers rechtzeitig erkennen und nicht nur davor warnen, sondern auch autonom reagieren können: Von der Aufforderung an den Fahrer, auf eine bestimmte Frage zu antworten bis hin zur Entscheidung, das Fahrzeug am Straßenrand anzuhalten.

„Diese autonome Reaktionsfähigkeit der Fahrer-Zustandsüberwachungssysteme kennzeichnet die neue Qualitätsstufe gegenüber bereits existierenden Assistenzsystemen“, so Prof. Andreas Wendemuth. „Im Ergebnis unserer Forschungen sollen adaptierte leistungsfähige Fahrer-Assistenzsysteme entwickelt werden, die Fahrerzustand, Situations- und Umweltkontext sowie adaptive Interaktion beinhalten, um automatisch den Grad der Kontrolle zwischen Fahrzeug und Fahrer einzustellen und somit eine sicherere und effizientere Straßenbenutzung zu gewährleisten.“

Das Forschungsprojekt wird von einem multidisziplinären europäischen Konsortium mit 30 Partnern in 11 verschiedenen Ländern durchgeführt und mit 9 Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert.

 

EU-Emblem

Das Projekt wird gefördert durch das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 (Grant Agreement Nr. 688900).

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Master of Science und von Beruf: Ingenieur

04.05.2017 -

Absolventinnen und Absolventen ingenieurtechnischer Studiengänge der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erhalten ab sofort mit ihrem Abschlusszeugnis eine ergänzende Bescheinigung zum Führen der Berufsbezeichnung „Ingenieur/Ingenieurin“. Dafür hat die Universität soeben einen Kooperationsvertrag mit der Ingenieurkammer des Landes Sachsen-Anhalt unterschrieben. Mit dem Ingenieurgesetz des Landes Sachsen-Anhalt ist die Ingenieurkammer seit 2009 offiziell zur Bescheinigung dieser Berufsbezeichnung berechtigt. Dieses Vorgehen soll verhindern, dass Absolventen die betreffende Berufsbezeichnung führen können, ohne über die notwendigen Qualifikationen zu verfügen.

Künftig können Absolventinnen und Absolventen direkt mit dem Bachelor- oder Masterabschluss die Berufsbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin im Prüfungsamt der Universität beantragen, die ihnen nach erfolgreichem Studienabschluss mit dem Abschlusszeugnis überreicht wird.

Jörg Herrmann (li.) Jens Strackeljahn (c) Harald Krieg2
Kammerpräsident Dipl.-Ing. Jörg Herrmann (li.) und Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljahn (re.).

Der Präsident der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt, Dipl.-Ing. Jörg Herrmann, hob hervor: „Sachsen-Anhalt ist traditionell ein Land der Ingenieure in der Mitte Europas. Landesregierung und Parlament haben die Ingenieurkammer absichtsvoll als zuständige Stelle zum Führen der Berufsbezeichnung ‚Ingenieur’ im Gesetz verankert. In der engeren Zusammenarbeit mit den Universitäten, Hochschulen und dem VDI-Landesverband geben wir jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren sichtbar bessere Chancen für den Berufsstart und werben für eine Berufsausübung sowie Kammermitgliedschaft in Sachsen-Anhalt. Die Ingenieurkammer als zuständige Stelle wird dadurch von der Universität verwaltungstechnisch entlastet und für die antragstellenden Absolventen entfällt aufwendige Bürokratie.“

Gütesiegel für den Arbeitsmarkt

Seit der Bologna-Reform im Jahr 1999 fielen an den Universitäten bundesweit – bis auf wenige Ausnahmen – die Diplomstudiengänge weg und wurden durch das Bachelor- und Mastersystem ersetzt. Dies bedeutete für die AbsolventInnen einen Wegfall des Gütesigels und Markenzeichens Dipl.-Ing. Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge schließen seitdem nicht mehr mit dem Diplomingenieur, sondern mit einem Master of Science ihr Studium ab.

„Mit der Umstellung auf das Bachelor-Master-System wuchs die Vielfalt ingenieurwissenschaftlicher Studienangebote und Abschlüsse und erlaubt nunmehr größere Flexibilität und Mobilität“, so der Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. Diese gewachsene Vielfalt ist schätzenswert, doch führten die damit einhergehenden diversen akademischen Grade in manchen Fällen dazu, dass der Titel des Studiengangs sowie die Hochschulabschlussurkunde nicht mehr sofort erkennen lassen, dass es sich bei dem betreffenden Studiengang um einen ingenieurwissenschaftlichen handelt. Eine zusätzliche Berufsbezeichnung erleichtert Arbeitgebern die Orientierung und Zuordnung eines Studiengangs/Abschlusses zu einem ingenieurwissenschaftlichen Profil und ist darüber hinaus für bestimmte Tätigkeitsbereiche notwendige Voraussetzung.

Absolventinnen und Absolventen können durch das Bachelor-Master-System unkomplizierter länderübergreifend arbeiten und werden durch die Berufsbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin zusätzlich im internationalen Wettbewerb gestärkt. Mit der Vereinbarung wird dabei einmal mehr die große Verantwortung und Rolle der Universität Magdeburg bei der Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte im ingenieurwissenschaftlichen Bereich deutlich“, so der Rektor. „Die Qualitätssicherung ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung und Feststellung der Qualifikationen liegt nach wie vor in der Verantwortung der Universität. Die Kooperation mit der Ingenieurkammer dient dem Schutz der Berufsbezeichnung ‚Ingenieur’ und ist Zeichen gemeinsamer Interessenvertretung.“

Voraussetzung für die Berufsbezeichnung Ingenieur ist der Abschluss des Studiums einer technisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtung nach mindestens sechs Regelstudiensemestern.

 

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Bild 1 und Bild 2 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Kammerpräsident Dipl.-Ing. Jörg Herrmann (li.) und Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljahn (re.).

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Mathematische Modelle für die Blutströmung im Menschen

04.05.2017 -

Mit Simulationsmethoden von komplexen Strömungen, beispielsweise die Blutströmung im menschlichen Körper, beschäftigt sich Prof. Dr. Thomas Richter, der auf die Professur für Numerische Mathematik in den Anwendungen an die Fakultät für Mathematik der Otto-von-Guericke-Universität berufen wurde. Komplexe strömungsmechanische Vorgänge treten auch bei einer Dialysebehandlung auf. Sie stehen im Fokus eines aktuellen Projekts, das der neuberufene Wissenschaftler derzeit in Kooperation mit der TU Dortmund, der TU München, der Uniklinikum Köln und beteiligten Firmen bearbeitet. In sogenannten „Fluid-Struktur-Interaktionen“ werden die gekoppelte Dynamik zwischen einer Strömung (also Luft, Wasser, Blut ...) und einem elastischen Körper (also z. B. ein Flugzeug, Schiff oder die Wand eines Blutgefäßes ...) untersucht. Diese Probleme stellen enorme Anforderungen an die Forschenden, da sie mathematisch bislang kaum verstanden sind und ihre Simulation sehr aufwendig ist. Auch ihnen widmet sich Professor Richter.

Portrait_Richter, Thomas 2218 (c) Harald Krieg

Das sind nur einige Aspekte der wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Dr. Thomas Richter an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die er in seiner Antrittsvorlesung „Simulation von komplexen Strömungen“ am 11. Mai 2017 vorstellen wird.

 

WAS: „Simulation von komplexen Strömungen“, Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Thomas Richter
Fakultät für Mathematik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 11. Mai 2017, 17.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, Gebäude 05, Senatssaal

 

Mathematik trifft Medizin

„Bei komplexen Anwendungen beginnt es stets mit der mathematischen Modellierung, um komplexe Sachverhalte mathematisch zu erfassen und in Form von Gleichungen - bei mir sind dies partielle Differentialgleichungen - zu beschreiben“, erläutert Professor Richter. „In einem nächsten Schritt werden diese Gleichungen theoretisch analysiert. Hier stellt sich zum Beispiel die Frage, ob es überhaupt eine Lösung geben kann und wenn ja, wie diese beschaffen ist.“ Die eigentliche Arbeit der numerischen Mathematik befasst sich dann mit der sogenannten Diskretisierung, also Näherung (Approximation) der Differentialgleichen durch kleinere und besser lösbare Probleme. Für diese diskreten Gleichungen werden effiziente Methoden entworfen und in Programmiersprachen umgesetzt. „Diese Aspekte spielen auch in der Ausbildung von Studierenden eine Rolle“, unterstreicht der Mathematiker. „Neben Grundvorlesungen in den mathematischen Studiengängen und verwandten Fächern, an denen ich mich beteilige, biete ich eine Reihe von Vorlesungen im Bereich der numerischen Mathematik an – von grundlegenden Vorlesungen zu Näherungswerten und Fehlern über spezielle Methoden für Differentialgleichungen bis hin zu komplexen Anwendungsproblemen.“

Für die Forschungsprojekte mit medizinischen Aspekten sucht der Mathematiker an seiner neuen Wirkungsstätte Anknüpfungspunkte über sein Fachgebiet hinaus beispielsweise in der Medizinischen Fakultät oder zum Lehrstuhl für Strömungsmechanik. Effiziente numerische Methoden werden auch am Max-Planck-Institut für komplexe dynamische Systeme Magdeburg untersucht. Hier findet bereits ein enger wissenschaftlicher Austausch statt, der weiter intensiviert werden soll.

Vita Prof. Dr. Thomas Richter

Thomas Richter studierte Mathematik in Düsseldorf und Heidelberg. 2005 folgte die Promotion mit summa cum an der Universität Heidelberg. Als Gastwissenschaftler forschte er u.a. mit einem Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Massachusets Institute of Technology in Bosten, USA. 2010 wurde er auf die Juniorprofessur Numerische Methoden in der Strömungsmechanik an der Universität Heidelberg berufen. 2015 nahm er einen Ruf auf die Professur Angewandte Mathematik der Universität Erlangen-Nürnberg an, bevor er 2016 auf die Professur Numerische Mathematik in den Anwendungen an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wechselte.

 

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Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Thomas Richter

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Deutschlandstipendium ermöglichte Praktikum beim Förderer

03.05.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat zum Sommersemester 2017 erneut Deutschlandstipendien für exzellente Studienleistungen und großes soziales Engagement vergeben. Gegenwärtig werden 63 Stipendiatinnen und Stipendiaten von 30 Unternehmen, Stiftungen und Vereinen gefördert. Auf einer Festveranstaltung überreichte der Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, im Beisein der Förderer den Studierenden die Urkunden. Sie erhalten zwei Semester lang eine monatliche Unterstützung von 300 Euro, je zur Hälfte vom Förderer und vom Bund finanziert.

Deutschlandstipendiaten SoSe 2017 (c) Harald Krieg
Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan überreichte im Beisein der Förderer den Deutschlandstipendiaten die Urkunden.

Der internationale Handels- und Logistikdienstleister Hermes hat das Deutschlandstipendium für Rieka Saucke übernommen. Sie studiert im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen Logistik an der Universität Magdeburg. Bereits während ihres Bachelorstudiums förderte Hermes die junge Frau aus Gifhorn. „Damals bedankte ich mich mit einer Mail und erhielt sofort die Einladung zu einem Besuch bei Hermes“, erinnert sich die 23-jährige Studentin. Aus diesem ersten E-Mail-Kontakt erwuchs ein reger Austausch und ein halbjähriges Praktikum am Standort Haldensleben. „Das Praktikum wurde sehr individuell für mich zusammengestellt, ganz auf meine Wünsche zugeschnitten“, erzählt Rieka Saucke. „Die sechs Monate zusammenhängend im Unternehmen haben mir sehr viel an Erfahrung gebracht. Ich habe viel gelernt und über Arbeitsabläufe und Zusammenhänge erfahren und konnte erleben, wie das, was ich an der Uni gelernt habe, praktisch umgesetzt wird.

300 Euro für mindestens 2 Semester

Das Deutschlandstipendium startete zum Sommersemester 2011 an deutschen Hochschulen. Es fördert mit 300 Euro monatlich für mindestens zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Der Leistungsbegriff, der dem Stipendium zugrunde liegt, ist bewusst weit gefasst: Gute Noten und Studienleistungen gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg.

Die monatliche Unterstützung durch das Deutschlandstipendium macht Rieka Saucke finanziell unabhängiger. Mit viel Engagement arbeitet die Logistikstudentin seit 2014 im Fachschaftsrat der Fakultät für Maschinenbau. Das ist ihr sehr wichtig, denn es bedeutet vor allem, sich für andere einzusetzen. Sie hilft Studierenden, die Schwierigkeiten beim Lernen haben, geht mit zum Prüfungsamt oder sucht mit ihnen das Gespräch mit Professoren, um Lösungen zu finden, beispielsweise eine verpatzte Prüfung nachzuholen. „Diese 300 Euro sind aber auch eine Entlastung für meine Eltern, die mich während des Studiums finanziell unterstützen“, unterstreicht die Masterstudentin. Eine Mail hat Rieka Saucke bereits wieder an ihren Förderer geschickt. Diesmal könnte sie sich vorstellen, ihre Masterarbeit bei dem Logistikunternehmen zu schreiben: „Die Bachelorarbeit war eher theoretischer Natur. Für die Masterarbeit kann es ruhig ein Thema aus der Praxis werden.“

Im Juni 2017 können sich Studierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für die nächste Vergaberunde des nationalen Stipendienprogramms bewerben, in dem die Universität in den zurückliegenden sechs Jahren in Kooperation mit 82 Stiftern und dem Bund insgesamt 265 leistungsstarke Studierende unterstützt hat.

 

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Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan überreichte im Beisein der Förderer den Deutschlandstipendiaten die Urkunden.

Bild 2 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Deutschlandstipendiatin Rieka Saucke

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Arbeitsplatz mit gewissen Vorzügen

02.05.2017 -

Immer mehr Unternehmen bestätigen mit der vehementen Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften den Mangel ebendieser. Zusätzliche Anreize sollen bei der Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen. Angefangen vom eigenen Dienstwagen über Betriebskindergärten bis hin zu firmeneigenen Fitnessstudios. Doch von welchen Benefits lassen sich die Arbeitnehmer der neuen Generation wirklich begeistern? Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg nimmt sich dieser Fragestellung als einer der größten Arbeitgeber der Region in dem Diskussionsformat streitBar am 11. Mai 2017 an.

Wie gehen Firmen und der öffentliche Dienst auf die Bedürfnisse des Fach- und Führungsnachwuchses ein und welche möglichen Potenziale werden bisher nicht ausgeschöpft? Darüber sprechen Prof. Dr. Frank Ortmeier, Experte für IT-Technologien am Arbeitsplatz, Dr.-Ing. Stefan Waßmann, Spezialist für optimierte Arbeitsplatzgestaltung, und Angela Matthies, Dezernentin Personalwesen, als Teilnehmende der Universität Magdeburg sowie je ein Vertreter aus der Wirtschaft und der Studierendenschaft in einer einstündigen Podiumsdiskussion.

Anschließend soll mit dem Publikum ein offener Meinungsaustausch darüber stattfinden, was Fachkräfte von ihrem Arbeitgeber wirklich erwarten: Wie wichtig sind den „jungen Wilden“ monetäre Anreize, die neueste Technik am Arbeitsplatz oder ein eigener Dienstwagen? Oder stehen die Work-Life-Balance sowie die Möglichkeit zur freien Arbeitszeiteinteilung an erster Stelle bei der Wahl des Arbeitgebers? Und würden sich mehr Frauen für Führungspositionen entscheiden, wenn ihr Arbeitsplatz sich den Bedingungen anpassen ließe – durch Einrichten einer Spielecke oder flexible Arbeitszeiten zum Beispiel?

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen „mit zu streiten“. Der Eintritt ist frei.

 

WAS: streitBar „Pfeif auf den Dienstwagen: Was High Potentials heute von ihren Arbeitgebern erwarten“
WANN: 11. Mai 2017 von 19.00 bis 21.00 Uhr
WO: Campus Service Center der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 01, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Begleitet wird die streitBar durch das Universitätsradio Guericke FM. Vorab produzierte Radiobeiträge teasern Diskussionsthemen an und sollen somit den Austausch der Argumente anregen. Zudem wird die Veranstaltung aufgezeichnet und anschließend bei Guericke FM ausgestrahlt. Moderiert wird die steitBar durch Dominik Frisch von SHIFTHAPPENS.

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Letzte Änderung: 03.05.2017 - Ansprechpartner:

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