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Januar

Antrittsvorlesung des Informatikers Prof. Dr. Mesut Güneş

31.01.2017 -

Mit der Berufung des Informatikers Prof. Dr. Mesut Güneş auf den Lehrstuhl für Technische Informatik wird ab sofort über das Internet der Dinge an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg geforscht. Sein Schwerpunkt in Forschung und Lehre liegt auf der Weiterentwicklung drahtlos vernetzter Systeme. Diese können auch mittels kleinster Sensoren physikalische Phänomene erfassen und im ständigen Dialog aufeinander reagieren und kommunizieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Güneş arbeiten daran, die Netzwerkarchitekturen weiterzuentwickeln und die Kommunikation in den Netzwerken effektiver zu gestalten

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Typisch Sachsen-Anhalt? Sonderwege der politischen Entwicklung

30.01.2017 -

Seit seiner Wiedergründung im Oktober 1990 ist die Politik im Land Sachsen-Anhalt durch Parteienkompromisse geprägt. Der Anteil der Wechselwähler ist überdurchschnittlich hoch; und insgesamt führten schwierige Rahmenbedingungen zu teilweise ungewöhnlichen politischen Lösungen. Mit seinen Koalitionen betrat Sachsen-Anhalt bereits zweimal politisches Neuland und war Wegbereiter für bis dahin unerprobte Regierungskonstellationen in Deutschland.

Das sind nur einige Ergebnisse eines Forschungsprojektes unter der Leitung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung hat ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Analyse zur Entwicklung des ostdeutschen Bundeslandes veröffentlicht. Es handele sich dabei um eine umfassende Darstellung von Institutionen, Akteuren und Politikfeldern in Sachsen-Anhalt und um einen Rückblick auf 25 Jahre Politik im Vergleich mit anderen ostdeutschen Bundesländern, erläutert Mitherausgeberin Sonja Priebus vom Institut für Gesellschaftswissenschaften der Universität Magdeburg.

„Wir sind in vielem Rekordhalter und Vorreiter“, so Sonja Priebus weiter. „2006 erreichte die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl mit etwa 44 Prozent ein Rekordtief, die Arbeitslosenquote war zeitweise doppelt so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt. Erst Ende 2007 konnte Sachsen-Anhalt diese ‚Rote Laterne’ abgeben.“ 1994 sei darüber hinaus im Rahmen des Magdeburger Modells das erste Mal eine Minderheitsregierung von der PDS unterstützt worden. „Im April 2016“, so Priebus weiter, „bildeten CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen mit der sogenannten Kenia-Koalition abermals ein bundesweit unerprobtes Regierungsbündnis.“

Das interdisziplinäre Autorenteam sucht in insgesamt 24 Buchkapiteln nach Antworten darauf, was das Land in den letzten 25 Jahren prägte und was als typisch sachsen-anhaltischer Sonderweg auszumachen sei. Die Politikwissenschaftler, Historiker, Sozialwissenschaftler und Juristen untersuchen die schwierigen Umstände der Landesgründung, beschäftigen sich mit dem radikalen Sparkurs nach Jahren massiver Verschuldung, beschreiben die Folgen des demographischen Wandels, gehen auf Strukturprobleme auf dem Arbeitsmarkt ein, analysieren die von Strukturumbrüchen begleitete Innovationspolitik, evaluieren Wissenschaft- und Umweltpolitik. Außerdem suchen sie nach Gründen für den Erfolg der Alternative für Deutschland bei der Landtagswahl 2016 und gehen auf die aktuellen Herausforderungen und Chancen für Sachsen-Anhalt ein.

Neben den wissenschaftlichen Analysen kommen zudem mit Wolfgang Böhmer und Rüdiger Erben auch zwei politische Praktiker zu Wort und bereichern das Buch um die Perspektive der Insider.

Das über 400 Seiten umfassende Buch wurde jüngst vom Wissenschaftsverlag Springer VS veröffentlicht. Eine online-Version steht zur Verfügung.

Zur Publikation
H. Träger, S. Priebus (Hrsg.): Politik und Regieren und Sachsen-Anhalt, Springer VS, Wiesbaden 2017

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Föderale Hochschulfinanzierung als Verlustgeschäft

20.01.2017 -

Der Politikwissenschaftler und langjährige Universitätsprofessor Prof. Dr. disc. pol. Wolfgang Renzsch hält am 25. Januar 2017 seine Abschiedsvorlesung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er wird „Über die Untiefen der Bildungs- und Wissenschaftsfinanzierung im deutschen Bundesstaat“ sprechen, also die Finanzierungsmodelle von Bildung und Wissenschaft in Deutschland thematisieren. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen werden die Folgen der Finanzierung für die Hochschullandschaft in Sachsen-Anhalt sein. Dessen Universitäten und Hochschulen bilden, wie in einigen andere Länder auch, für andere Bundesländer Studierende aus.

„Die gegenwärtige Hochschulfinanzierung ist aufgrund der institutionellen Rahmenbedingungen für die ostdeutschen Länder und das Land Sachsen-Anhalt ein finanzielles Verlustgeschäft“, so Renzsch. „Diese Tatsache trägt dazu bei, dass sich die Kluft zwischen Ost und West vergrößert. Eine Alternative dieses Problemfeldes wäre eine stärkere und nachhaltige Unterstützung der Hochschulen durch den Bund.“

 

WAS: Abschiedsvorlesung „Über die Untiefen der Bildungs- und Wissenschaftsfinanzierung im deutschen Bundesstaat“, Prof. Dr. Wolfgang Renzsch
WANN: 25. Januar 2017, 19.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften, Gebäude 44, Hörsaal 6, Zschokkestraße 32, 39106 Magdeburg

 

Am 26. Januar 2017 findet anlässlich des Ausscheidens von Professor Renzsch das Symposium Der deutsche Bundesstaat in der europäischen Bewährungsprobe an der Otto-von-Guericke-Universität statt. Dabei geht es u.a. um die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen.

Vita Prof. Dr. Wolfgang Renzsch

Wolfgang Renzsch studierte Politikwissenschaft und Germanistik an den Universitäten Hannover und Göttingen sowie an der London School of Economics and Political Science. 1978 promovierte er in Göttingen und war anschließend als Wissenschaftlicher Referent im Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung tätig. 1991 habilitierte er sich in Göttingen zum Thema Finanzverfassung und Finanzausgleich. Die Auseinandersetzungen um ihre politische Gestaltung in der Bundesrepublik Deutschland zwischen Währungsreform und deutscher Vereinigung. Er war im Finanzministerium des Landes Brandenburg tätig, bevor er 1994 eine Lehrstuhlvertretung an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder übernahm. Am 1. September 1994 wurde Professor Renzsch auf den Lehrstuhl für das politische System und die politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. 2005 wurde ihm von der Kommission der Europäischen Union der Jean-Monnet-Lehrstuhl zuerkannt.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Wolfgang Renzsch

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Hoch hinaus für einen guten Zweck

11.01.2017 -

Am 18. Januar 2017 fällt der Startschuss zum traditionellen Uni-Hochhauslauf des Sportzentrums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Einzelwettkampf beim inzwischen 19. Hochhauslauf gegeneinander antreten. Mit 30 Sekunden Abstand starten sie, um nach 60 Metern Anlauf die 232 Stufen des CampusTowers am Universitätsplatz im Eiltempo zu erklimmen. Es gilt, den bisherigen Streckenrekord von 53,1 Sekunden bei den Männern, den Martin Wojkowsky 2014 aufstellte, zu brechen. Die bisher schnellste Frau, Reni Jordanowa, schaffte 2016 die 14 Etagen mit Anlauf in 66,5 Sekunden.

Bevor um 16.15 Uhr die erwachsenen Läufer ins neue sportliche Jahr an der Universität Magdeburg starten, fällt um 15.00 Uhr der Startschuss für die Grundschüler Magdeburgs zum Kinder-Hochhauslauf. Am Ziel warten zur Stärkung aller kleinen und großen Athleten Obst und Getränke „über den Wolken“. Wer mitfiebern möchte, kann den Lauf via Live-Stream auf der Homepage verfolgen. Auf dieser Webseite sind zudem alle Informationen zum Event zusammengefasst. In einem einfachen „step-by-step“-Verfahren ist dort auch die Anmeldung möglich.

 

WAS: 19. Hochhauslauf der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 18. Januar 2017, 16.15 Uhr Start
15.00 Uhr Start der Kinder-Hochhauslauf-Teilnehmer
WO: CampusTower, Campus Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Neben dem Uni-Hochhauslauf und dem Kinder-Hochhauslauf wird wieder das „Duell“ um den Pokal der Einsatzkräfte ausgetragen. Mitglieder der Magdeburger Bereitschaftspolizei werden gegen die Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr antreten. Erstmalig ist eine uni-interne Wertung der Fachschaften der Studierenden vorgesehen. Hier wird sich zeigen, ob die Sportstudierenden die „Nase vorn“ haben werden oder doch eher die Mathematiker oder die Wirtschaftswissenschaftler.

Auch, wenn einzeln gekämpft und gelaufen wird, gespendet wird gemeinsam für einen guten Zweck: Die Einnahmen des diesjährigen Uni-Hochhauslaufes werden dem Projekt „Down-Sport-in-Magdeburg“ des Stadtsportbundes Magdeburg e.V. gespendet. Damit sollen Maßnahmen der Integration von Sportlerinnen und Sportlern mit Down-Syndrom ermöglicht und gefördert werden.

Veranstaltet wird der 19. Uni-Hochhauslauf vom Universitätssportzentrum, der Kinder-Uni Magdeburg und dem Studentenwerk Magdeburg.

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Letzte Änderung: 03.04.2017 - Ansprechpartner:

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