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Februar

Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen

28.02.2017 -

Verfahrenstechniker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben ein neues Verfahren entwickelt, um Verbrennungsvorgänge genauer analysieren zu können. Dieses neue Messverfahren kann künftig dazu eingesetzt werden, um Motoren für die Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie effizienter und umweltfreundlicher zu machen.

Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern um Prof. Dr.-Ing. Frank Beyrau ist es gelungen, mit bestimmten Eigenschaften ausgestattete Partikel in Verbrennungsreaktionen einzubringen, mit deren Hilfe erstmals gleichzeitig die im System herrschenden Temperaturen sowie die Strömungsgeschwindigkeiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemessen werden können. Die simultane Messung von Temperatur und Geschwindigkeit ist für die Optimierung von Verbrennungsreaktionen entscheidend, um die Effizienz zu steigern und den CO2-Ausstoß zu verringern.

In bisher etablierten Verfahren wurde mit Hilfe von Partikeln, also kleinsten in den Prozess eingebrachten Teilchen, entweder die Geschwindigkeit oder die Temperatur in einem System erfasst. Um aber die Verbrennungsprozesse in Motoren oder Gasturbinen endgültig verstehen und somit auch beeinflussen zu können, müssen die während der Verbrennung ablaufenden Prozesse simultan erfasst werden.

Das Team um Frank Beyrau entwickelte dafür gemeinsam mit Partnern der Princeton University in den USA Partikel mit spezifischen physikalischen und optischen Eigenschaften. Um diese Eigenschaften zu erhalten, nutzten sie sogenannte Phosphore. Dies sind keramische Materialien, die nach Beleuchtung durch einen Laser Licht abstrahlen. Phosphore werden auch in Leuchtstoffröhren, Uhren mit Leuchtziffern oder bei der Identifizierung von Banknoten verwendet. Mit Atomen sogenannter seltener Erden versetzt, erhalten diese Phosphore eine entscheidende neue Eigenschaft: Wenn sie mit Laserlicht bestrahlt werden, variieren sie temperaturabhängig ihre Farbe und lassen so gleichzeitig Rückschlüsse auf ihre Geschwindigkeit und die Temperatur zu, werden quasi zu Temperatursensoren.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns erstmals weltweit gelungen ist, Sensoren mit solchen Eigenschaften zu designen, um letztendlich Verbrennungsreaktionen besser verstehen zu können“, so der Verfahrenstechniker Prof. Frank Beyrau, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Strömungstechnik und Thermodynamik der Universität Magdeburg. „Neben Verbrennungsprozessen in Motoren oder Turbinen, könnten damit in Zukunft auch Phänomene, wie sie in Meeresströmungen oder bei Magma unter dem Erdmantel auftreten, genauer untersucht werden. In Laborversuchen können wir nun diese Vorgänge präzise messen und beschreiben. In einem zweiten Schritt werden wir dann über praktische Anwendungen nachdenken, also darüber, wie unser Wissen für weniger CO2-Ausstoß und umweltfreundlichere Antriebe genutzt werden kann.“

Das Forschungsprojekt wird unter dem Titel PHOSPHOR – Synthesis of Novel Phosphor Sensor Particles for Advanced Flame Diagnostics von Februar 2017 bis Ende Juli 2019 durch das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation – Horizont 2020 gefördert.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr.-Ing. Frank Beyrau

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Welchen Technikunterricht brauchen Digital Natives?

27.02.2017 -

Technikdidaktiker und Bildungswissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben neue Lehr– und Lernplattformen sowie Unterrichtskonzepte für einen zeitgemäßen Technikunterricht an Sekundarschulen entwickelt. Auf der 6. Fachtagung Technische Bildung am 9. März 2017 werden sie die Forschungsergebnisse und neuen didaktischen Ansätze interessierten Techniklehrerinnen und -lehrern vorstellen und mit ihnen gemeinsam diskutieren. Die Experten gehen dabei in Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops vor allem auf die Herausforderungen und rasanten Veränderungen ein, die die neuen Medien für den Unterricht und für das Lernen mit sich bringen. Die Pädagogen können dafür in die Rolle eines Schülers schlüpfen und sogenannten situierten Unterricht erleben, in dem theoretische und technische Lerninhalte miteinander verknüpft und in multimedialen Lernszenarien dargestellt werden.

Die Bildungsforscher der Universität Magdeburg verfolgen das Ziel, Lehrerinnen und Lehrern neue Instrumente in die Hand zu geben, um den Schülerinnen und Schülern ein verbessertes grundlegendes Technikverständnis vermitteln zu können und sie für technische Ausbildungsberufe zu begeistern, um letztendlich den Fachkräftemangel zu entschärfen.

 

WAS: 6. Fachtagung Technische Bildung „Neue Medien und Lernumgebungen“
an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: Donnerstag, 09. März 2017, ab 9:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 40 D
Zschokkestraße 32, 39104 Magdeburg

 

„Wir versuchen bisher vergeblich, mit Kreidedidaktik und Frontalunterricht die mit Smartphones heranwachsenden Digital Natives für Technik zu interessieren“, so Prof. Frank Bünning vom Lehrstuhl für Technische Bildung und Didaktik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. „Wie gut das funktioniert, können wir nicht zuletzt an den vielen unbesetzten Lehrstellen beispielsweise für Mechatronik oder Chemielaboranten und –laborantinnen sehen. Wir wissen, dass Schülerinnen und Schüler insbesondere mit innovativen didaktischen Ansätzen moderne Technik besser durchdringen und so etwas wie Technikbegeisterung entwickeln können.“

Die Professur für Technische Bildung entwickelt daher gegenwärtig eine multimediale Lehr- und Lernplattform mit lehrplanorientierten Unterrichtskonzepten für einen zeitgemäßen Technikunterricht an allgemeinbildenden sowie beruflichen Schulen. Ein erster Prototyp dieser Lehr- und Lernplattform CoSiTo, an dem das Projektteam unter der Leitung von Prof. Bünning in Zusammenarbeit mit Techniklehrerinnen und –lehrern arbeitet, soll ab April dieses Jahres in mehreren Schulen Sachsen-Anhalts erprobt werden. Die Ergebnisse werden anschließend in Empfehlungen für das Bildungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt einfließen.

Seit 2009 werden am Lehrstuhl Technische Bildung und ihre Didaktik der Universität Magdeburg Techniklehrerinnen und –lehrer für Sekundarschulen und für Gymnasien ausgebildet.

 

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Mit der Uni in die Zukunft

22.02.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lädt Schülerinnen und Schüler am 27. April 2017 ein, einen Blick in ihre Zukunft zu werfen. Mit einem Thementag zur Studien- und Berufsorientierung beteiligt sich die Universität unter dem Motto „Mit der Uni in die Zukunft!“ zum fünften Mal erfolgreich am bundesweit stattfindenden Girls‘- und Boys’Day.

 

WAS: „Mit der Uni in die Zukunft!“ Thementag zum Girls‘Day und Boys’Day 2017
WANN: Donnerstag, 27. April 2017, 8:15 bis ca. 15.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen Mädchen und Jungen der Klassenstufen 6 bis 9 einen Tag lang die vielfältigen Berufs- und Karrierechancen auf, die sich aus einem Studium an der Universität Magdeburg ergeben. Die Schülerinnen und Schüler haben Gelegenheit, mit Forschenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen, sie lernen Männer und Frauen kennen, die Elektroautos entwickeln, neue Werkstoffe erfinden, Krankheiten mit Hightech-Medizintechnik behandeln, Blut für Patienten aufbereiten oder mittels MRT dreidimensional in den Körper schauen.

Mit diesem Angebot möchte die Universität Magdeburg die Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach der passenden Ausbildung, dem passenden Studium unterstützen und zeigen, dass der Maschinenbau nicht nur etwas für Jungs ist und das Erziehen und Unterrichten nicht nur zu Mädchen passt. Die Schüler werden ermuntert, Neues zu entdecken und auch abseits der üblichen Vorstellungen ihre Zukunft zu planen.

Das Angebot ist kostenfrei. Nachfolgend finden Sie Informationen zur Anmeldung sowie das vollständige Programm.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Zukunftstag 2016 an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

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Professorin stärkt weiblichen Nachwuchs in Elektro- und Informationstechnik

21.02.2017 -

Prof. Dr.-Ing. Ulrike Steinmann ist soeben auf den Lehrstuhl Messtechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen worden. Sie nimmt damit als erste Universitätsprofessorin an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik ihre Arbeit in Forschung und Lehre auf.

Nach einem 2002 erfolgreich abgeschlossenen Studium des Wirtschaftsingenieurwesens Elektrotechnik an der Universität Magdeburg folgte 2008 die Promotion. Anschließend war Ulrike Steinmann ein Jahr als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Automatisierung und Kommunikation ifak e. V. Magdeburg tätig, bevor sie dort Leiterin des Forschungsschwerpunktes Mess- und Analysesysteme wurde. Seit 2013 dann war sie stellvertretende Geschäftsfeldleiterin Messtechnik und Leistungselektronik. Mit Beginn des Sommersemesters 2017 wird sie nun als frischberufene Professorin Studierende an der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik ausbilden: „Es ist ein besonderes Gefühl, auf einmal selbst vor Studentinnen und Studenten zu stehen, wenn man vor 15 Jahren noch selbst auf den Hörsaalstühlen saß. Ich kann mich sehr gut in die Studierenden hineinversetzen und möchte in meiner Arbeit als Lehrende vor allem auch junge Frauen für die Elektrotechnik fit machen und deren entscheidende Bedeutung für innovative Technologien, sei es für die Medizintechnik, die Energiewende oder für die Mobilität des 21. Jahrhunderts, vermitteln.“

Der Forschungsschwerpunkt Prof. Dr.-Ing. Ulrike Steinmanns liegt unter anderem in der Weiterentwicklung einer barrierefreien Mensch-Technik-Interaktion. So setzt die manuelle Bedienung von Touchscreen-Geräten eine visuelle Wahrnehmung des Bildschirms voraus. Liegen individuelle Einschränkungen der Nutzer vor oder beeinträchtigt eine ungünstige Umgebung die Sichtbarkeit, so ist eine uneingeschränkte Bedienung unmöglich. Eine haptische, also tastbare Rückmeldung wie im Fall spürbarer Tasten fehlt. Die Ingenieurin Steinmann arbeitet daran, die Steuer- und Bedienbarkeit auch über vibro-taktile Empfindung, also ein haptisches Feedback, zu ermöglichen.

Darüber hinaus sucht die Wissenschaftlerin in einem weiteren Forschungsbereich nach Lösungsmöglichkeiten für die eingriffsfreie Integration von Messtechnik in spritzgegossene Einmalartikel. Diese sog. „Single-Use-Systeme“ können in nahezu beliebiger Bauform gestaltet und funktional entsprechend der jeweiligen Anwendung ausgelegt werden, wie etwa bei Einwegfermentern oder Bioreaktoren in der Biopharmazie. Durch Kombination von geeigneter Sensorik und anwendungsoptimierter, kostenreduzierter Hardware könnten solche Wegwerfsysteme künftig auch in der Umweltanalyse oder der individualisierten Medizin und Point-of-Care-Diagnostik eingesetzt werden.

Ein weiteres Forschungsfeld Steinmanns ist die Entwicklung von mikroresonanten Multisensoren für chemisch-biologische Anwendungen, wie zum Beispiel in der Funktionsüberwachung von Arzneistoffträgersystemen. Durch ein neues Layout und angepasste Elektrodenstrukturen lassen sich die ansonsten massesensitiven Sensoren funktionell so erweitern, dass zusätzlich zur mechanischen (Dichte, Viskosität) auch eine dielektrische (Leitfähigkeit, Permittivität) Analyse eines Mediums erfolgen kann. Anwendungsbereiche für diese Art Multisensoren gäbe es vor allem in der Pharmazie, Biochemie, Elektrochemie oder Biotechnologie, z. B. beim Monitoring von Zellen und deren Anlagerungsverhalten.

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr.-Ing. Ulrike Steinmann

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Multi-Energie-Systeme der Energiewende

20.02.2017 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg startet ein millionenschweres Forschungsprojekt, das die Energienetze für Strom, Gas, Wärme und Wasser miteinander koppeln und zu einem effizienten und nachhaltigen Multi-Energie-Netz zusammenführen will. Ziel der daran arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, durch die Mehrfachnutzung von Infrastrukturen, durch die Schaffung von Synergien und Flexibilitäten in den unterschiedlichen Energienetzen kostspielige Eingriffe der Betreiber zu reduzieren und Einschränkungen für die Netznutzer zu minimieren. Dadurch werden perspektivisch Betriebskosten gesenkt, Klimaschutzziele erreicht und ein intelligentes Ressourcenmanagement gewährleistet, wodurch letztendlich auch die Energiekosten für die Verbraucher sinken.

Zum Start des Forschungsprojektes findet im Beisein von Vertretern der Landesregierung, von Energieunternehmen, der Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt und wissenschaftlicher Projektpartner ein Kick-off-Meeting statt.

 

WAS: Kick-off-Meeting Forschungsprojekt SmartMES „Intelligente Multi-Energie-Systeme“
WANN: 22. Februar 2017, 10.30 bis 13.00 Uhr
WO: Experimentelle Fabrik Exfa, Sandtorstraße 23, 39106 Magdeburg

 

Hintergrund des über drei Jahre von der EU geförderten Forschungsprojektes ist die zunehmende Auslastung der vorhandenen elektrischen Netze.Das Überangebot elektrischer Energie – insbesondere aus erneuerbaren Quellen - führt bereits heute regelmäßig zu Netzengpässen“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Martin Wolter vom Institut für Elektrische Energiesysteme der Universität Magdeburg. „Die Energiemengen können im elektrischen Netz alleine nicht mehr abgeführt werden. Der erforderliche Netzausbau ist aber teuer und dauert zu lange. Daher müssen Netzbetreiber immer häufiger in die Erzeugung eingreifen und insbesondere Windenergieanlagen abschalten, um das Netz nicht zu überlasten. Das wiederum erhöht den CO2-Ausstoß, da die nicht nutzbaren Energiemengen durch netztechnisch günstiger gelegene, konventionelle Kraftwerke kompensiert werden müssen.“ Betreiber Erneuerbarer Energieanlagen haben bei diesen Eingriffen Anspruch auf Entschädigung der entgangenen Einnahmen. „Diese summierten sich 2015 bundesweit auf 478 Millionen Euro und müssen vom Endkunden getragen werden“, führt Wolter weiter aus.

Um das gesamte Energieversorgungssystem langfristig zuverlässig, stabil, nachhaltig und wirtschaftlich zu betreiben, seien – neben dem weiteren Ausbau der Energienetze – neue, wirksame und kostengünstigere Lösungen erforderlich. Durch eine ganzheitliche Betrachtung aller einzelnen Energiesysteme sollen nun mögliche Schnittstellen und Synergien definiert, Potenziale zur Energiespeicherung und -umwandung gehoben und modellartig in einem intelligenten Multi-Energie-System zusammengeführt werden. Hierzu seien, so Martin Wolter, insbesondere die Nebenbedingungen und Anforderungen der jeweiligen Energieträger und deren Anwender exakt zu erforschen und einzubinden.

Lösungen, die das elektrische Netz mit dem Gas- und dem Wärmenetz koppeln, werden dafür bereits getestet. „Die Erzeugung gasförmiger oder flüssiger Kraftstoffe durch den Einsatz von überschüssiger elektrischer Energie, Power-to-Gas- oder Power-to-Liquid-Technologie, verhindert die kostenintensive Abschaltung von erneuerbaren Energieträgern im Fall von Netzengpässen und ist ein Beispiel für Effizienzsteigerung und Kostenminimierung“, skizziert Professor Wolter.

Das mit knapp 1,5 Millionen Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte Forschungsprojekt „SmartMES – Intelligente Multi-Energie-Systeme“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat eine Laufzeit von drei Jahren (Januar 17 bis Dezember 19) und bündelt Kompetenzen aus den Bereichen elektrische Energietechnik (Lehrstuhl Elektrische Netze und Erneuerbare Energie), Thermodynamik (Lehrstuhl Technische Thermodynamik) und Verfahrenstechnik (Lehrstuhl Thermische Verfahrenstechnik) sowie das Wissen über Energiemärkte und deren Regulierung. Assoziierte Partner sind das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung IFF Magdeburg, die ABO Wind AG und die Stadtwerke Burg Energienetze mbH.

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Junge Filmemacher gehen für ihren Kurzfilm offline

20.02.2017 -

Ständig sind wir online – ohne Smartphone, Tablet und Laptop kann sich kaum jemand mehr den Alltag vorstellen. Doch was bedeutet es eigentlich, heutzutage offline zu sein? Dieser Frage können Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 12 Jahren im Rahmen der 13. Medienwochen unter dem Motto „Offline“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg nachgehen.

Lehrer und Lehrerinnen von interessierten Schulklassen der Stufen 4 bis 6 aller Schultypen aus Magdeburg und der näheren Umgebung können sich ab sofort bis zum 24. Februar 2017 für die Teilnahme bewerben.

Im Mai werden die Schülerinnen und Schüler von Studierenden der Universität aus den Bereichen Medienbildung und Bildungswissenschaft fachkundig begleitet und beim Produzieren ihres Kurzfilms unterstützt. Von der Erstellung eines Storyboards über die Dreharbeiten bis hin zu Filmschnitt und Nachbearbeitung am Computer liegt alles in der Hand der jungen Filmemacher. Somit erhalten sie einen praktischen Einblick in die Machart von Filmen und können sich in die verschiedenen Rollen von Regisseur, Schauspieler und Produzent hineinversetzen. Pro Schulklasse ist dabei ein Drehtag vorgesehen.

Die fertigen Filme feiern zum Abschluss der Medienwochen Mitte Juni im großen Saal des CinemaxX-Kinos ihre Premiere.

Weitere Informationen und einen kleinen Bewerbungsbogen gibt es zum Download hier

Die Magdeburger Medienwochen sind ein gemeinsames Projekt der Professur Medien- und Erwachsenenbildung der Universität Magdeburg, des Vereins magdeburgkind e. V. und des Kulturbüros der Stadt Magdeburg. Sie gehen auf die Initiative von Prof. Dr. Johannes Fromme, Bereich Erziehungswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, zurück und werden seit 2005 regelmäßig einmal im Jahr durchgeführt.

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Haben PPP und Privatisierung kommunaler Daseinsvorsorge ausgedient?

15.02.2017 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg treffen sich Vertreter von Kommunalverbänden und Ökonomen, um über die Folgen der zunehmenden Privatisierung kommunaler Daseinsvorsorge zu diskutieren und sich über Chancen und Risiken der bundesweiten Rekommunalisierung von Krankenhäusern, Nahverkehrsbetrieben, Heizkraftwerken oder Schulen aus Sicht der Steuerzahler, aber auch der Unternehmen auszutauschen.

Dafür werden Vertreter des Städte- und Gemeindebundes, vom Bund der Steuerzahler, vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft und des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft erwartet. Darüber hinaus bringen Vertreter regionaler kommunaler Unternehmen, wie der Sprecher der Geschäftsführung der Städtischen Werke Magdeburg, Helmut Herdt, ihre Erfahrungen und Expertise ein.

 

WAS: „Daseinsvorsorge und Rekommunalisierung“
Tagung der Arbeitsgruppe Wettbewerb des „Vereins für Socialpolitik“
an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 6. und 7. März 2017
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsbibliothek, Konferenzraum
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Ob beim Bau von Schulen, bei der regionalen Energieversorgung oder der Straßenreinigung: Viele vormals kommunale Aufgaben zur Daseinsvorsorge wurden in den letzten 10 Jahren in dem Glauben privatisiert, dass Dienstleistungen besser, billiger und bürgernäher angeboten werden könnten. Das Konzept „Public Privat Partnership“ zog in Müllkraftwerke, Krankenhäuser und Schulen ein. Ein Prozess, dessen Chancen und Risiken von Kommunen jetzt neubewertet werden und eine Rekommunalisierung in Gang setzt, um eine auf sozialen Ausgleich angelegte Daseinsvorsorge mittels bürgernaher Beratung, gestaffelter Gebühren und unentgeltlicher Nutzungen sicherstellen zu können.

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20. Methodenworkshop zur qualitativen Bildungs- und Sozialforschung

14.02.2017 -

Rund 400 Forschende aus dem gesamten Bundesgebiet sowie den europäischen Nachbarländern werden vom 17. bis 18. Februar 2017 zu einer Forschungswerkstatt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erwartet. Der inzwischen 20. bundesweite Workshop zur qualitativen Bildungs- und Sozialforschung wird vom Zentrum für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung (ZSM) der Universität organisiert und bietet mit diesem ungewöhnlichen Format Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihr erhobenes Datenmaterial aus Forschungsprojekten zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

 

WAS: 20. Methodenworkshop Qualitative Bildungs- und Sozialforschung
an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 17. bis 18. Februar 2017
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Zentrum für Sozialweltforschung und Methodenentwicklung ZSM
Zschokkestraße 32, 39104 Magdeburg

 

Die Doktoranden, Habilitanden, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler arbeiten in einem Forum, in dem sie unter fachlich kompetenter Anleitung voneinander lernen und sich austauschen. Die Arbeit findet in Kleingruppen statt und ist nach dem Vorbild von Forschungswerkstätten organisiert, d. h. konkrete Methodenprobleme und Lösungswege sowie methodische Alternativen werden am realen Beispiel erörtert.

In diesem Jahr feiert der Workshop sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet bereits am 16. Februar 2017 eine Jubiläumsveranstaltung mit Festvorträgen und einer Abendveranstaltung im Hotel Raatswage statt.

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Sportlich in die Existenzgründung

10.02.2017 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg können künftig in einem Performance Lab Unternehmensgründungen und Geschäftsideen entwickelt und erprobt werden. Gründungsinteressierte Sportstudierende, Forschende, aber auch Gesundheits-, Rehabilitations-, Freizeit-, Breiten- sowie Hochleistungssportlerinnen und -sportler können ebenso wie Mediziner, Neurowissenschaftler, Künstler, Pädagogen oder Psychologen ihre innovativen Ideen ausprobieren.

Mit dem Performance Lab steht den Ausgründerinnen und Ausgründern in wenigen Wochen eine hochmoderne technologische und organisatorische Infrastruktur zur Verfügung, ausgestattet mit Diagnostik- und Trainingsgeräten wie z. B. für Neurofeedback, zum Eye-Tracking, für Aufmerksamkeits-, Intelligenz- und Wahrnehmungstest, aber auch für die Aufzeichnung von Elektroenzephalografien (EEG) oder Elektrokardiogrammen (EKG). Weitere mögliche Standards der sportwissenschaftlichen Diagnostik sind Laktatmessungen, Koordinationstests, Bewegungsaktivitätsmessungen oder Wirbelsäulenvermessungen und viele mehr.

 

6. „Brutkasten“ an der Uni Magdeburg

„Wie in einem Brutkasten, einem Inkubator, können unter fachlicher und organisatorischer Betreuung Gründungsideen von allen Studierenden oder Mitarbeitern, die sich im engeren oder weiteren Sinne mit dem menschlichen Leistungsvermögen beschäftigen, heranwachsen“, erläutert Prof. Dr. Elke Knisel vom Lehrstuhl Sportpädagogik und Sportsoziologie, die gemienssam mit Prof. Dr. Jürgen Edelmann-Nusser, Lehrstuhl Sport und Technik der Universität Magdeburg, das Projekt leitet.

Das Performance Lab ist der inzwischen 6. sogenannte ego.-Inkubator an der Universität der Landeshauptstadt und wurde von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt mit ca. 700 Tausend Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert. Er wird in den nächsten Wochen und Monaten aufgebaut. 

2010 hat das Land das Förderprogramm ego.-INKUBATOR ins Leben gerufen, um den Ausbau der Gründerinfrastruktur an Hochschulen in Sachsen-Anhalt zu fördern. Unternehmerisches Denken soll ausgebaut, neue Lösungsansätze erforscht und akademische Unternehmensgründungen erleichtert werden.

 

Logo_Sachsen-Anhalt und EFRE   Logo_AWI-LAB

 

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Moderne Medizin - gesundheitserhaltend oder perfektionierend?

09.02.2017 -

Durch die in den zurückliegenden Jahrzehnten entwickelten technischen und chirurgischen Möglichkeiten bildeten sich in der modernen klinischen Medizin Praktiken heraus, die nicht mehr bzw. nicht ausschließlich auf das tradierte medizinische Ziel der Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit ausgerichtet sind. Die ästhetische Chirurgie, die Rechts- und Reproduktionsmedizin oder Maßnahmen der Palliativmedizin und der technischen Lebensverlängerung gehören zunehmend zum Gegenstandsbereich medizinischer Praxis. Sowohl die klinische Medizin als auch das Selbstbild und die Tätigkeiten medizinischer Akteure haben sich dadurch drastisch gewandelt. 

Der Bereich Philosophie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg rückt den Begriff der Medizin und seine ethischen Implikationen in den Mittelpunkt der Tagung „Was ist Medizin?“ vom 15. bis 17. Februar 2107. Vor dem Hintergrund dieses Wandels fragen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach dem Wesen, dem Gegenstandsbereich und der Reichweite medizinischer Handlungen. Dabei thematisieren sie auch Probleme des ärztlichen Selbstverständnisses sowie medizinethische Herausforderungen.

 

WAS: Interdisziplinäre Tagung „Was ist Medizin? Der Begriff der Medizin und seine ethischen Implikationen“
WANN: 15. bis 17. Februar 2017
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften
Zschokkestraße 32, Gebäude 40, Raum 124

 

„Die Entwicklungen der modernen Medizin werfen nicht nur ethische Fragen auf, sondern betreffen auch das Wesen der Medizin als solches“, erläutert Prof. Dr. Héctor Wittwer, Lehrstuhlinhaber für Praktische Philosophie an der Fakultät für Humanwissenschaften der Universität Magdeburg. „Werden medizinische Tätigkeiten extern, d. h. durch gesellschaftliche Anforderungen und Erwartungen reguliert? Ist die Medizin eine Praxis, die sich ausschließlich der Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit verpflichtet sieht, oder hat sie auch eine optimierende, vielleicht sogar perfektionierende Funktion? Diese und weitere Fragen werden wir in einem interdisziplinären Rahmen aus der Sicht von Theoretischer Medizin, Philosophie und Wissenschaftstheorie der Medizin, aber auch der Geschichte der Medizin und der Medizinethik erörtern.“

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Nach Brexit und TTIP - wie organisieren wir künftig Europa?

07.02.2017 -

Führende Ökonomen suchen in Zeiten sich verändernder globaler politischer Rahmenbedingungen nach Lösungen für die Zukunft sowohl einer auf Export ausgerichteten deutschen, aber auch europäischen Wirtschaftspolitik. Auf der Jahrestagung des Wirtschaftspolitischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik, eine der größten und ältesten Vereinigungen von Wirtschaftswissenschaftlern in Europa, werden sie am 8. und 9. März 2017 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über neue Handelskonzepte und Vertragsdesigns für den globalen Strom von Geld und Waren diskutieren und die Belastbarkeit bestehender politischer Institutionen analysieren. Es werden rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwartet.

 

WAS: „Wirtschaftspolitik als Institutionendesign“
Jahrestagung 2017 des Wirtschaftspolitischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik
an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 8. und 9. März 2017, 9.00 - 17.00 Uhr bzw. 9.00 - 13.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Gebäude 30, Universitätsbibliothek, Tagungsraum
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Wie lässt sich in Zeiten eines angekündigten harten Brexits und einer von einem wiedererstarkenden Protektionismus geprägten US-Außenpolitik künftig grenzüberschreitender Handel koordinieren? Wie werden in Zukunft europäische Unternehmenssteuersätze vereinheitlicht und Kreditinstitute harmonisiert? War für einen fairen Handel bisher ein Vertragswerk mit Großbritannien nötig, würden demnächst 27 EU-Länder mit der Insel verhandeln, so der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Horst Gischer vom Lehrstuhl für Monetäre Ökonomie und öffentlich-rechtliche Finanzwirtschaft der Universität Magdeburg. Etwa 5.000 Verträge müssten neu ausgehandelt werden. Der europäischen Wirtschaft drohe zum einen ein Rückgang der Exporte, zum anderen könnte Fachkräften der Zugang zum britischen und US-amerikanischen Arbeitsmarkt erschwert werden.

„Einheitliche Regelungen für den Strom von Waren und Geld im globalen und regionalen Handel zu finden, wird in Zeiten von Brexit und einer von einem neuen Protektionismus geprägten US-Außenpolitik eine Herausforderung, der wir uns ökonomisch und politisch stellen müssen“, so der Ökonom Gischer weiter. „Institutionen bringen Sicherheit. Aber binnen kurzer Zeit werden durch die veränderten politischen Bedingungen die bisher gültigen und erprobten Institutionen und Verträge in Frage gestellt. Wir haben nicht viel Zeit, um das Institutionendesign des globalen Handels anzupassen.

Der Verein für Socialpolitik gehört zu den ältesten wissenschaftlichen Vereinigungen und vereint rund 4.000 deutschsprachige Ökonomen. Sie ist thematisch in verschiedene Ausschüsse unterteilt. Der Ausschuss für Wirtschaftspolitik als ältester führt in jedem Jahr eine Jahrestagung durch. Erstmals treffen sich die besten Ökonomen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Horst Gischer

 

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Uniradio lädt am Welttag des Radios zum Guericke FM-Open House ein

02.02.2017 -

Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens lädt das Uniradio Guericke FM der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am Weltradiotag zu einem Tag der offenen Tür ein. Am 13. Februar 2017 ermöglicht das studentische Internetradio einen exklusiven Blick hinter die Kulissen: Das gläserne Studio auf dem Campus wird für Studierende, Universitätsangehörige und natürlich alle interessierten Magdeburger einen Tag lang offen sein.

Sie können den jungen Radiomachern bei der Produktion von Live-Sendungen über die Schulter sehen und sind dabei, wenn die Moderatoren live Studiogäste empfangen und Mikrofone und Sendemischpult bedienen. Die Gäste sind darüber hinaus eingeladen, sich interaktiv am Jubiläumsprogramm zu beteiligen. Gemeinsam mit dem Radioteam geht es auf eine Hörreise von den ersten Radiowellen bis hin zum Digitalradio mit seinen neuen Möglichkeiten der Kommunikation.

 

WAS: Guericke FM-Open House zum Welttag des Radios
WANN: 13. Februar 2017, von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr
WO: Guericke FM-Studio, Campus Service Center der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Gebäude 01, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Grafik Guericke FM OpenHouse

Der UNESCO-Welttag des Radios findet zum 6. Mal statt. Er soll auf die weltweite Bedeutung des universellen Mediums hinweisen, das eine unmittelbare und weltweite Verbreitung von Nachrichten und Informationen möglich macht. 

 

Das Uniradio Guericke FM

Bereits seit fünf Jahren Radio machen - Radio sein. Gern etwas lauter und vor allem mit einer Menge Spaß. Guericke FM, das Uniradio der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ist innovativ, kreativ und humorvoll. Mit Radiothemen aus dem Bereich Hochschulpolitik, Kultur und Studium wird ein vielfältiges Programm von Studierenden für Studierende abgebildet. Dazu gehören Radiokonzerte, Off-Air-Aktionen auf dem Campus, Live-Moderationen von in- und externen Veranstaltungen oder die Lern- und Lehrtätigkeiten im Bereich Medien. Guericke FM verkörpert die Leidenschaft junger Medienmacher, die neben ihrem Studium etwas in die Welt tragen wollen. Durch diese Begeisterung und Präsenz haben sich die Mitglieder rund um Guericke FM bereits einen Namen auf dem Campus und auch außerhalb der Hörsäle in Magdeburg gemacht.

 

Bilder und Grafiken zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Das Team von Guericke FM im gläsernen Studio auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 
Grafik 1 // Quelle: Universität Magdeburg 
Grafik 2 // Quelle: Universität Magdeburg 

 

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Letzte Änderung: 03.04.2017 - Ansprechpartner:

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