http://www.uni-magdeburg.de/search

Pressemitteilungen Dezember 2015

Im Kampf gegen Alzheimer

21.12.2015 -

Ab 2016 wird die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg federführend ein europäisches Forschungsprojekt zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer Demenz (AD) oder Morbus Huntington (HD) koordinieren.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. rer. nat. Volkmar Leßmann vom Institut für Physiologie der Universität Magdeburg werden gemeinsam mit Kollegen aus Finnland, Frankreich, Norwegen, Deutschland und Italien die Wirkungen vielversprechender Pharmaka untersuchen, die zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen eingesetzt werden könnten.

Das internationale Verbundprojekt mit dem Titel CircProt - Synaptic Circuit Protection in AD and HD: BDNF/TrkB and Arc signaling as rescue factors wird durch das EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 mit insgesamt 2,3 Millionen Euro gefördert.

Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer Demenz und Morbus Huntington werden durch eine fehlerhafte Signalweitergabe zwischen Nervenzellen hervorgerufen. Im gesunden Organismus reguliert das von den Nervenzellen hergestellte Protein BDNF die Signalweitergabe zwischen den Neuronen. Das Protein sorgt dafür, dass Informationen im Gehirn als Gedächtnisinhalte abgespeichert werden. Im gesunden Zustand verhindert es das Auftreten von Demenzen, wie z.B. den Morbus Alzheimer, und ermöglicht die koordinierten Bewegungen unserer Muskeln, die beim Morbus Huntington gestört sind.

„Bei neurodegenerativen Erkrankungen wird ein reduzierter Stoffwechsel des Proteins in den betroffenen Hirnarealen beobachtet“, so der Physiologe Volkmar Leßmann. „Wir vermuten deshalb schon länger, dass Veränderungen der Proteinkonzentration, bzw. ein gestörter Transport in den neuronalen Netzwerken den Ausbruch der beiden Krankheiten mit verursachen. Die grundlegenden zellulären Zusammenhänge sind aber bisher unverstanden, was die Entwicklung effektiver Therapien bisher verhindert hat.“

Im Rahmen von CircProt wollen Mediziner, Biochemiker, Neurowissenschaftler und Informatiker in den kommenden drei Jahren gemeinsam erstmals messen und darstellen, wie eine reduzierte Verfügbarkeit des Proteins BDNF sich in den komplex verschalteten neuronalen Netzwerken in den betroffenen Hirnregionen auswirkt und den Krankheitsausbruch begünstigt. Mithilfe biochemischer, elektrophysiologischer, und verhaltensphysiologischer Methoden sowie mathematischen Modellen und computergestützten Simulationen wollen sie krankhafte Veränderungen in neuronalen Schaltkreisen erfassen und Pharmaka austesten, die diese Schaltkreise vor Degeneration schützen können.

 

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Volkmar Leßmann, Direktor des Instituts für Physiologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67 14282, E-Mail: volkmar.lessmann@med.ovgu.de

mehr ...

Zehn Millionen Euro für neurowissenschaftliche Forschung

21.12.2015 -

 Der neurowissenschaftliche Sonderforschungsbereich der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zur Erforschung motivierten Verhaltens SFB 779 wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG in den nächsten vier Jahren mit 10 Millionen Euro unterstützt.

Ab 1. Januar 2016 können die Magdeburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, des Leibniz-Instituts für Neurobiologie LIN und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen DZNE die erfolgreiche interdisziplinäre Erforschung der Hirnfunktionen, die motiviertem Verhalten zu Grunde liegen, fortführen. "Unser Team wurde nicht nur für seine wissenschaftlichen Spitzenleistungen gelobt, sondern auch für die zukunftsweisende Zusammenarbeit von Universität und außeruniversitären Forschungsinstituten", so der Sprecher des SFB 779, Prof. Frank W. Ohl, Lehrstuhl für Systemphysiologie am Institut für Biologie der Universität Magdeburg und Leiter der Abteilung Systemphysiologie des Leibniz-Institut für Neurobiologie.

Unser Lernen ist nicht erst mit dem Schuleintritt von unserer Motivation abhängig. Auch bei Erwachsenen-Weiterbildungen ist der Lernerfolg ohne Motivation nur gering. Doch wie entsteht Motivation im Gehirn, und wie wirkt sie auf eine Gedächtnisspur ein? Welche Krankheiten können auftreten, wenn diese Prozesse nicht richtig funktionieren? Wie verändert sich unsere Motivation, wenn wir Belohnungen erwarten oder uns vor etwas fürchten? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Magdeburger Forscher aus historisch eher getrennt arbeitenden Wissenschaftsdisziplinen: Psychologen und kognitive Neurowissenschaftler testen die Motivation von Probanden bei neuropsychologischen Aufgaben und registrieren dabei die Hirnaktivierungsmuster. Neurologen und Psychiater arbeiten mit Patienten, die unter Störungen in ihrem Motivationssystem leiden. Verhaltensbiologen und Neurophysiologen messen die elektrische Aktivität von einzelnen Nervenzellen oder ganzen Hirnregionen und entschlüsseln , welche Schaltkreise des Gehirns für Motivation verantwortlich sind. Pharmakologen testen die Wirkung von Aktivatoren und Hemmstoffen der hirneigenen Belohnungssysteme, Biochemiker analysieren Änderungen in der Proteinzusammensetzung des Gehirns bei motiviertem Lernen und Molekularbiologen entschlüsseln die Funktion einzelner Gene und Proteine in den Nervenzellen des Gehirns.

Der Sonderforschungsbereich SFB 779 wurde 2008 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ins Leben gerufen und ist mittlerweile zu einem strukturbestimmenden Faktor für die neurowissenschaftliche Forschungslandschaft Magdeburgs geworden. Sowohl die Universität als auch das Land Sachsen-Anhalt haben die Neurowissenschaften als ausgezeichneten Schwerpunkt für Forschung und Förderung definiert. Entsprechend hat der SFB 779 während seiner ersten beiden Förderperioden nicht nur renommierte Forscher aus dem In- und Ausland als neue Mitglieder gewinnen können, sondern auch für eine nachhaltige Frauenförderung und die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern, beispielsweise durch den Aufbau eines in den SFB integrierten Graduiertenkollegs und durch die Einbeziehung von exzellenten Nachwuchsforschern als Projektleiter, gesorgt

Die Dachstruktur zur Vernetzung der neurowissenschaftlichen Forschung in Magdeburg bildet der Forschungsschwerpunkt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Center for Behavioral Brain Sciences CBBS. Weiterführende Informationen unter www.cbbs.eu/

Mehr Informationen zum Sonderforschungsbereich SFB 779 unter www.sfb779.de/pdf/SFB779_Broschuere.pdf und www.sfb779.de.

Ansprechpartner:
Prof. Frank Ohl, Lehrstuhl für Systemphysiologie am Institut für Biologie der Universität Magdeburg und Abteilungsleiter Systemphysiologie des Leibniz-Instituts für Neurobiologie, Tel.: 0391 6263 95481; E-Mail: frank.ohl@lin-magdeburg.de

 

mehr ...

Abschied von der Verwaltungsspitze der OVGU

17.12.2015 -

Während eines Festaktes wurde heute, Donnerstag, 17. Dezember 2015, der amtierende Kanzler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, LRD Volker Zehle, in den Ruhestand verabschiedet. Unter den Gästen im vollbesetzten Hörsaal 6 des Universitätscampus waren neben akademischen Würdenträgern und Amtskollegen des Kanzlers auch Vertreter der Landesrektorenkonferenz, der Landes- und Kommunalpolitik, aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt.

In einem Grußwort dankte der Abteilungsleiter aus dem Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Michael Lehmann, dem scheidenden Kanzler für seine unaufgeregte und zuverlässige Amtsführung.

Der Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung und -verwaltung. Die Stadt profitiere enorm von der Universität und gemeinsam könne auch in Zukunft viel erreicht werden.

Der 1950 in Magdeburg geborene Volker Zehle übernahm im März 2010 die Funktion des amtierenden Kanzlers und stand seitdem an der Spitze der Universitätsverwaltung. Bereits von 1990 bis 1993 war er amtierender Kanzler der Pädagogischen Hochschule Magdeburg. Volker Zehle sei kein selbstverliebter Macher, sondern jemand, der sich in den Dienst der Sache stelle, so Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Die Universitätsleitung hat seit der Gründung der Alma Mater immer an einem Strang gezogen, eine gute Tradition, zu der auch Kanzler Zehle einen wesentlichen Beitrag geleistet hat.“

In die Amtszeit fielen grundlegende und wichtige Entscheidungen für die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, sowohl im Bau- als auch im Finanzbereich, so der Rektor. Die zurückliegenden zwei Jahre waren vor allem geprägt von der intensiven Arbeit am Hochschulentwicklungsplan für die Universität, dem Abschluss der Zielvereinbarungen mit dem Land und durch die Sparauflagen der Landesregierung. Beeindruckende Bauvorhaben wurden realisiert, so der Forschungsneubau Systembiologie, das Forschungsgebäude vom Institut für Kompetenz in AutoMobilität IKAM, der Hörsaal 6 sowie die Sanierung des Gebäudes 40 und der Sporthallen.

Der scheidende Kanzler blicke mit Stolz, aber auch mit Demut auf seine Amtszeit zurück: „Ich konnte mich vom ersten bis zum letzten Tag auf ein hervorragendes Team und verlässliche Mitarbeiter verlassen. Ohne deren tatkräftige und kollegiale Unterstützung wären viele Erfolge nicht möglich gewesen, es waren gemeinsame Erfolge.“

Volker Zehle wird bis zum 31. Dezember 2015 die Amtsgeschäfte führen. Bis zur Einsetzung eines neuen Verwaltungsleiters 2016 wird die bisherige Personaldezernentin der Universität Angela Matthies die Aufgabe der amtierenden Kanzlerin übernehmen.

 

Ansprechpartnerin:
Sabine Radt, Referentin des Kanzlers der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-58502, E-Mail: sabine.radt@ovgu.de

 

mehr ...

Erste Firmenansiedlung am Forschungscampus STIMULATE

17.12.2015 -

Der medizintechnische Forschungsschwerpunkt STIMULATE zieht mit der Ansiedlung der ACES Ing.-GmbH das erste Unternehmen auf den Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Die ACES Ing.-GmbH ist ein ingenieurtechnisches Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Medizintechnik mit Sitz in Filderstadt bei Stuttgart. Das Unternehmen entwickelt Geräte, Instrumente und Software zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule und anderer Gelenke.

Im Zuge der Ansiedlung in Magdeburg zum 1. Januar 2016 plant die ACES Ing.-GmbH, mit perspektivisch 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen neuen Geschäftszweig aufzubauen, der seinen Fokus auf der Entwicklung neuartiger bildgebender Geräte legt.

Aus der nachbarschaftlichen Kooperation des Unternehmens mit Ingenieuren und Medizinern des Forschungscampus STIMULATE sollen Synergieeffekte entstehen. „Die Ansiedlung von ACES am Standort von STIMULATE demonstriert in hervorragender Weise die Attraktivität unserer Forschungen für Unternehmen der Sparte Medizintechnik“, so Prof. Dr. Georg Rose von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität und Vorstandsvorsitzende des Forschungscampus STIMULATE. „Zurzeit werden Gespräche mit weiteren Firmen geführt, die die Nähe zu unserem Forschungscampus suchen.“

„Für unser Unternehmen bietet die Nähe zum Forschungscampus STIMULATE einerseits Zugang zu bestens ausgebildeten Fachkräften in einer hochspezialisierten Branche, andererseits sind unsere Forschungsbemühungen durch die enge Kooperation mit den verschiedenen universitären Einrichtungen von STIMULATE damit auf Augenhöhe mit wesentlich größeren Mittbewerbern in unserer Branche, was unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig positiv beeinflussen wird“, erläutert Frank Trautwein, Geschäftsführer der ACES Ing.-GmbH.

Gemeinsam mit den Ingenieuren und Medizintechnikern des Forschungscampus STIMULATE arbeitet die ACES Ing.-GmbH bereits an einem Gerät, das sowohl die Visualisierung als auch Präzision von Wirbelsäulenoperationen verbessern soll. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Leiter des Instituts für Neuroradiologie der Universitätsmedizin Magdeburg, Prof. Dr. med. Martin Skalei, im Bereich klinischer Studien, die die Sicherheit und Effizienz neuer Medizinprodukte und Behandlungsverfahren bewerten.

Der Forschungscampus STIMULATE ist eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und insgesamt 20 Partnern, welche vorwiegend aus dem Bereich der Medizintechnik kommen. Es handelt sich dabei um mittelständische Firmen, Forschungsinstitute sowie überregionale Unternehmen wie die Siemens Healthcare GmbH. Alle Kooperationspartner sind in einem STIMULATE-Verein organisiert, der die Interessen der kleineren Partner innerhalb des Forschungscampus vertritt.

Mehr Informationen unter www.forschungscampus-stimulate.de


Ansprechpartner:

Prof. Dr. Georg Rose, Lehrstuhl für Medizinische Telematik und Medizintechnik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-18862, E-Mail: georg.rose@ovgu.de

 

mehr ...

Spitzenplatz für Informatikstudium

02.12.2015 -

Masterstudierende an der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg fühlen sich hervorragend während des Studiums betreut. Das ergab das aktuelle CHE-Ranking, das bundesweit die Masterstudiengänge Informatik an Hochschulen und Universitäten evaluierte.

Studierende bewerteten dazu im Zeitraum von März bis Juli 2015 die Erreichbarkeit der Lehrenden, ihre Sprechstunden, die informelle Beratung durch Lehrende, die Besprechung von Hausarbeiten und Referaten sowie die Betreuung von Praktika.

„Wir freuen uns sehr über die positive Bewertung. Die Fakultät sieht sich in ihrer Strategie einer individuellen Unterstützung ihrer Studierenden - die sich in den Leitbegriffen ‚praktisch, persönlich, interdisziplinär’ widerspiegeln - bestätigt. Wir werden dies auch in den nächsten Jahren weiterführen und ausbauen und dabei auch weiterhin auf kritische Anmerkungen unserer Studierenden reagieren“, so Prof. Dr.-Ing. Andreas Nürnberger, Dekan der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Die Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist mit fast 20 Professuren die größte Informatikfakultät des Landes Sachsen-Anhalt. Etwa 1.600 Menschen unterschiedlichster Herkunft und Perspektiven lehren, forschen und studieren hier. Unter anderem in deutschlandweit einzigartigen interdisziplinären Studiengängen wie Computervisualistik oder Digital Engineering.

Das CHE-Hochschulranking ist das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum und ein wesentliches Instrument bei der Studienorientierung. Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen hat das CHE untersucht. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an den Hochschulen.

Mehr Informationen zum CHE-Ranking unter www.ranking.zeit.de

 

Ansprechpartnerin: Dr. Carola Lehmann, Referentin des Dekans der Fakultät für Informatik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-58871, E-Mail: carola.lehmann@ovgu.de

 

mehr ...

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner:

Sie können eine Nachricht versenden an: Webmaster
Sicherheitsabfrage:
Captcha
 
Lösung: