Otto-von-Guericke-Universität wirbt über 17 Millionen Euro für internationale Spitzenforschung ein

20.11.2009 -  

Spitzenforscher der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) haben im Wettbewerb der Hochschulen um Forschungsgelder der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine bisher einmalige Fördersumme eingeworben.

Mit der Bewilligung eines neuen Sonderforschungsbereiches in der Medizin, zweier Transregio-Projekte und zweier Graduiertekollegs werden in den nächsten vier Jahren insgesamt 17, 5 Millionen Euro in hochspezialisierte Grundlagenforschung der Universität Magdeburg fließen. Die Otto-von-Guericke-Universität gehört in dieser Vergaberunde damit zu den erfolgreichsten Universitäten des Landes.

"Unsere Anträge konnten sich gegenüber konkurrierender namhafter Standorte in noch nie erlebter Anzahl durchsetzen. Wir sind richtig glücklich über diesen Erfolg und danken allen Beteiligten!", so der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Klaus Erich Pollmann. "Mit diesen fünf erfolgreichen Anträgen ist eine Forschungs- und Nachwuchsförderung verbunden, die unsere bisherige Bilanz signifikant aufwertet und uns erlaubt, ca. 50 neue Doktoranden zu gewinnen."

Für den Sonderforschungsbereich (SFB) 854 "Molekulare Organisation der zellulären Kommunikation im Immunsystem" werden in den kommenden vier Jahren 9,3 Millionen Euro für die interdisziplinäre Erforschung von Kommunikationsprozessen in und zwischen Zellen im Immunsystem bereitstehen. Langfristiges Ziel des Sonderforschungsbereichs ist es, neue Möglichkeiten zu finden, die Reaktion des Immunsystems medikamentös zu beeinflussen.

Der von der DFG mit 8 Millionen Euro geförderte SFB/Transregio 63 "Integrierte chemische Prozesse in flüssigen Mehrphasensystemen" befasst sich mit der Entwicklung neuer Produktionsverfahren, die künftig wichtige Grundchemikalien aus Erdöl durch vergleichbare Stoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe ersetzen können.

2009 ist auch der neurowissenschaftlich ausgerichteten Transregio/SFB 31 "The Active Auditory Systems", gemeinsam mit der Universität Oldenburg und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg verlängert worden. Dabei wird interdisziplinär untersucht, wie unser komplexes Hörsystem eine auditorische Botschaft unter vielen konkurrierenden Botschaften selektiert.

Außerdem sind zwei Graduiertenkollegs der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bewilligt worden, durch die besonders qualifizierte Doktorandinnen und Doktoranden aus dem In- und Ausland zu herausragenden Nachwuchswissenschaftlern ausgebildet werden können. Zum einen das Graduiertenkolleg "Zell-Zell-Kommunikationssystem in Nerven- und Immunsystem: topologische Organisation von Signalwegen" sowie der Neuantrag für das Graduiertenkolleg "Mikro-Makro-Wechselwirkungen von strukturierten Medien und Partikelsystemen".

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die größte Forschungs­förderungsorganisation und wichtigster Förderer für die wissenschaftliche Grundlagenforschung in Deutschland. Jährlich vergibt sie Forschungspreise und finanziert Förderprogramme in Höhe von über einer Milliarde Euro.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner:

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