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Medizintechnik

Moderne Medizintechnik steigert die Lebensqualität und kann Menschenleben retten. Besonders durch unsere alternde Gesellschaft steigt der Bedarf an Medizintechnik und qualifiziertem Fachpersonal in diesem Bereich. Herzschrittmacher, Implantate oder Hörgeräte sind die bekanntesten medizintechnischen Produkte, doch das Themenfeld ist weitaus größer. Im Medizintechnik-Studium lernen Studierende ein breites, interdisziplinäres Fachgebiet kennen und erwerben somit zahlreiche Kenntnisse. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden Studierende optimal auf die Herausforderungen in Forschung und Wirtschaft vorbereitet. Wir haben mit Studienfachberater Dipl.-Inf. Peter Knüppel über den Einstieg in das Medizintechnik-Studium, Themeninhalte und die erstklassigen Berufschancen gesprochen.

Stellen Sie sich doch bitte kurz vor:

Ich heiße Peter Knüppel und bin Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizintechnik sowie Studienfachberater für den Bachelor Medizintechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Worum geht es im Studiengang?

Der Studiengang Medizintechnik richtet sich an Studierende, die Interesse an einer Arbeit in den Ingenieurwissenschaften mit dem Anwendungsfeld der Medizin haben. Durch die Kombination der Fachbereiche Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Informatik vermitteln wir zunächst das nötige theoretische Rüstzeug für die interdisziplinären Herausforderungen in diesem Bereich. Danach geht es mit speziellen medizintechnischen Kernfächern weiter – unter anderem zu den Themen computergestützte Diagnose oder auch der medizinischen Bildgebung.

MedizintechnikPraxisnähe: Im Bachelorstudiengang Medizintechnik lernen Studierende mehr als nur Wissen aus Büchern.

Was muss ich für das Studienfach mitbringen?

Studieninteressenten sollten solide Physik- und Mathematikkenntnisse mitbringen und sich für technisch-naturwissenschaftliche Fragestellungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Medizin und Biologie interessieren. Eine Begeisterung für die Entwicklung und Anwendung technischer Lösungen in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen sowie für die Unterstützung körperlich benachteiligter Menschen hilft sicherlich, die etwas theoretischen ersten vier Semester „zu überstehen“.

Wie ist das Studium aufgebaut? Welche Vertiefungsmöglichkeiten besitze ich?

Der Studiengang unterteilt sich in Pflicht- und Wahlpflichtmodule. Die Pflichtfächer gliedern sich in MINT-Grundlagen (Mathematik, Physik, Informatik, Elektrotechnik), in Medizinische- und Biologische Module (z. B. Anatomie und Physiologie), in Kernfächer der Medizintechnik und schließlich nicht-technische Fächer. Vertiefungsfächer der Medizintechnik oder Forschungsprojekte dienen als Wahlpflichtmodule. Zusätzlich sind im letzten Studiensemester ein Industriepraktikum und die Bachelorarbeit vorgesehen.

Welche Berufsfelder ergeben sich aus dem Studiengang?

Als interdisziplinär ausgebildeter Ingenieur eröffnen sich sehr viele Optionen. Diese reichen von forschungsnahen Tätigkeiten - im Bereich Bildgebung, Mechatronik, Elektrotechnik, Anwendungsentwicklung und Softwareentwicklung jeweils mit medizinischem Anwendungsschwerpunkt - über die Entwicklung von medizinischen Geräten und Unterstützung sowie Beratung der Ärzte im Krankenhaus, bis hin zum Produkt- oder Qualitätsmanagement. Wir sehen unsere Absolventen als Bindeglied in interdisziplinären Teams, die die Sprache von Ingenieuren sprechen und die Anforderungen der Ärzte an ihre Arbeitsgeräte verstehen. Da der Medizintechniker ein vollwertiger Ingenieur ist, stehen ihm aber auch die Wege in andere Industriebereiche offen.

Wie erfolgt der Einstieg in das Berufsleben und welche Verdienstmöglichkeiten besitze ich?

Das lässt sich kurz und knapp beantworten: Die Medizintechnik-Branche boomt weltweit! Da die Menschen immer älter werden, steigt der Bedarf an Medizintechnik und entsprechend der Bedarf an hochqualifiziertem Personal, was sich natürlich in den Einstiegsgehältern widerspiegelt. Sowohl in Deutschland als auch international ist deshalb ein Direkteinstieg in mittlere und große Unternehmen der Branche möglich und attraktiv – aber auch eine weitere Qualifizierung und Spezialisierung in unserem englischsprachigen Master-Studiengang Medical Systems Engineering stellt eine Option dar.

Welche Einstiegsvoraussetzungen bestehen für den Studiengang? Gibt es einen NC?

Nein, es gibt keinen NC - der Studiengang ist zulassungsfrei.

Wird ein Auslandssemester angeboten und wie wird es speziell gefördert?

Wir haben den Studiengang so strukturiert, dass im sechsten Semester ausschließlich Wahlpflichtmodule vorgesehen sind. Dieses Semester bietet sich dadurch sehr für ein Auslandssemester an. Statt die Wahlpflichtmodule bei uns zu belegen, bringt man die im Ausland erworbenen Leistungen ein, ohne dass hierdurch zum Beispiel durch das Verpassen von Pflichtvorlesungen zeitliche Nachteile entstehen. Da wir auch einige ERASMUS-Kooperationen mit Europäischen Universitäten haben, können besonders leistungsfähigen Studierenden derartige Auslandssemester auch direkt vermittelt werden.

Warum sollte ich Ihren Studiengang an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wählen?

Bei uns studiert man ein zukunftssicheres und interdisziplinäres Fach, welches darüber hinaus darauf abzielt, den kranken, alten, körperlich benachteiligten Menschen zu helfen. Und das Ganze bei kleinen Gruppengrößen, die eine sehr individuelle Betreuung ermöglichen, mit hervorragend ausgestatteten Laboren und an einer Universität, die sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen internationalen Forschungsstandort in der Medizintechnik entwickelt hat.

Wie lässt sich der Studiengang am besten in einem Satz zusammenfassen?

Ein spannender, zukunftssicherer und sehr interdisziplinärer Mix aus zwei Dritteln Ingenieursstudium mit einem weiteren Drittel an medizinisch-biologischen Fächern.

Letzte Änderung: 20.02.2017 - Ansprechpartner:

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