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Wirtschaftsmathematikerin im Fraunhofer-Institut

Grete Kaffenberger begann ein Bachelorstudium Politik und Volkswirtschaftslehre und schwenkte dann auf Wirtschaftsmathematik um –  für sie die richtige Entscheidung.

"Es ist keine Schande, sich neu zu orientieren."

Obwohl ihr Mathematik bereits in der Schule Spaß machte und nicht schwer fiel, hat Grete Kaffenberger sich nach dem Abitur erst einmal für ein Bachlorstudium in Politik und Volkswirtschaftslehre entschieden. Rasch merkte sie jedoch, dass ihr ein naturwissenschaftliches Fach mehr liegt und schwenkte um auf Wirtschaftsmathematik. „Wenn man während des Studiums oder auch später im Berufs­leben merkt, dass der eingeschlagene Weg doch nicht der richtige ist, ist es keine Schande, sich noch einmal neu zu orientieren – besser spät als nie“, weiß sie aus eigener Erfahrung. Das sei auch keine ‚verlorene Zeit’, schließlich habe man Erfahrungen gesammelt, dazu gelernt, und wisse nun umso besser, was man will. In ihrem Fall war es dann also doch die Mathematik. „Mathematik bietet einen guten Mix aus analytischem und abstraktem Denken auf der einen Seite sowie kreativem und problemlösungs­orientiertem Vorgehen auf der anderen Seite“, begründet Grete Kaffenberger ihre Entscheidung.

"Bei der Jobsuche muss man kreativ sein und sich ruhig auch auf Stellen bewerben, die gar nicht primär auf den jeweiligen Studienabschluss ausgeschrieben sind." 

Nach dem Studium an der OVGU zog es die Absolventin wieder Richtung Heimat ins Rhein-Main-Neckar-Gebiet. „Ich suchte nach einem Job, bei dem ich praxis­nah arbeiten, im Idealfall aber trotzdem mein Studium immer noch anwenden kann. Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern bietet genau das und suchte gerade neue wissenschaftliche Mitarbeiter als ich meinen Masterabschluss machte“, erinnert sich die junge Wissenschaftlerin. „Bei der Jobsuche muss man kreativ sein und sich ruhig auch auf Stellen bewerben, die gar nicht primär auf den jeweiligen Studienabschluss, wie in meinem Falle Wirtschaftsmathematik, ausgeschrieben sind. Die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren zahlreichen unterschiedlich ausgerichteten Instituten bietet allen, die ihren fachlichen Hintergrund nicht verlieren, aber dennoch praxisnah arbeiten wollen, sehr gute Berufsmöglichkeiten in einem jungen Arbeitsumfeld.“

„Ich lernte im Studium, auch bei schwierigen Aufgaben durchzuhalten." 

Seit zweieinhalb Jahren arbeitet Grete Kaffenberger nun beim ITWM in der Abteilung „Optimierung“, leitet Industrie- und Forschungsprojekte in verschiedenen Branchen, programmiert individuelle Software-Tools zur Entscheidungsunterstützung für den Einsatz in Unternehmen, entwickelt und setzt geeignete Lösungsansätze für Praxisprobleme um, vor allem in den Bereichen Produktion, Logistik und Supply Chain Management. Dabei hält die Wirtschaftsmathematikerin engen Kontakt mit Unternehmen zur Anforderungsanalyse und Umsetzung. „Die Arbeit bei einem anwendungsorientierten, mathematischen Fraunhofer-Institut bietet abwechslungsreiche Projekte in unterschiedlichen Branchen. Vieles aus mei­nem Wirtschaftsmathematikstudium kann ich hier direkt anwenden oder hilft mir indirekt durch die strukturierte Herangehensweise bei der Problemlösung“, schätzt die OVGU-Absolventin ein. Durch den richtigen Mix aus Mathematik, Wirtschaft und Informatik habe sie ihr Studium an der Universität Magdeburg sehr gut auf ihren jetzigen Beruf, aber auch auf Positionen in der Industrie vorbereitet. „Ganz persönlich lernte ich während des Studiums vor allem, selbstständig und im Team zu arbeiten sowie auch bei schwierigeren Aufgaben durchzuhalten. Die Praktika und Nebenjobs waren wichtig, um den Anwendungsbezug nicht zu verlieren, das normale Arbeitsleben kennenzulernen und in die Lage versetzt zu werden, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu denken.“

Magdeburg bleibt als studentenfreundliche Stadt in Erinnerung

Das Studium an der OVGU machte für Grete Kaffenberger das sehr gute Betreuungsverhältnis im Masterstudium mit kleinen Kursgruppen in den Vorlesungen und Seminaren an der Fakultät für Mathematik und das gute Angebot an Vertiefungen und wechselnde Gastprofessoren am relativ kleinen Lehrstuhl Optimierung aus. Und auch der Lehrstuhl  Operations Research bot interessante quantitative Vertiefungen an. Gern denkt sie an den kompakten Campus der Uni Magdeburg im Zentrum der Stadt, die gute Bibliothek mit den studentenfreundlichen Öffnungszeiten und die Mensa mit ihrem leckeren Essen zurück. Magdeburg selbst bleibe ihr als eine studentenfreundliche Stadt in Erinnerung und habe durch Elbe und zahlreiche Parks viele schöne Ecken.

 

Letzte Änderung: 16.05.2017 - Ansprechpartner:

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