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Wirtschaftsmathematikerin im Finanz- und Risikomanagement

Auf die Frage, ob denn Wirtschaftsmathematik nicht eine ungewöhnliche Studienwahl für eine Frau sei, antwortet Franziska Jahr kurz und bündig: „Nein, das ist alles nur Klischee.“ Sie hat von 2010 bis 2016 erst im Bachelor und dann im Master Mathematik in der Studienrichtung Wirtschaftsmathematik an der Fakultät für Mathematik studiert.

Glücksgefühle bei abstraktem Denken

Franziska Jahr (c) privat_bearbeitetMathematik erfordert ein hohes Abstraktionsvermögen und sehr viel Ausdauer. Die Bewältigung neuer schwieriger Aufgaben sollte als Herausforderung angenommen werden. Davor scheute sich die junge Frau nicht, denn für sie war Mathe schon von Kindesbeinen an interessant. Am logischen und abstrakten Denken hatte sie schon immer Freude. Und gegenüber dem reinen Mathematikstudium baute der Wirtschaftsteil in ihrer Studienrichtung die Brücke zu realen Anwendungsmöglichkeiten. Als spätere Berufsfelder sind in der Studiengangsbeschreibung anspruchsvolle Tätigkeiten und Leitungsfunktionen unter anderem in Forschung und Entwicklung im technischen und wirtschaftlichen Bereich, bei Banken und Versicherungen, in Administration und Consulting, in der Softwareentwicklung oder der Medizin und Pharmazie aufgeführt.

Das notwendige Know-How lehrte sie die Uni

Die OVGU-Absolventin entschied sich direkt nach dem Studium für eine Tätigkeit bei dem Frankfurter Beratungsunternehmen d‑fine GmbH. Auf fachliche und technische Finanz- und Risikomanagement-Themen ist es spezialisiert. Für einen großen internationalen Industriekonzern erweitert sie derzeit die gruppeninternen Rechnungsprozesse auf lokale Währungen. Sie erstellt Präsentationen und Entscheidungsvorlagen und führt Systemanpassungen und Regressionstests im Treasury System durch, also Wiederholungen von Testfällen, um sicherzustellen, dass Modifikationen in bereits getesteten Teilen von Softwarelösungen keine neuen Fehler verursachen. Mit den Vertriebsgesellschaften steht sie regelmäßig über Meetings und Telefonkonferenzen in Kontakt. Das Rüstzeug für ihre derzeitige Tätigkeit hat ihr die Uni gegeben. „Sicher gibt es Probleme, für deren Lösung konkrete mathematische Methoden angewandt werden müssen. Aber vor allem die analytische Art des Herangehens an Fragestellungen habe ich an der Uni gelernt“, erzählt die junge Wirtschaftsmathematikerin.

Auf einer Firmenkontaktmesse speziell für Wirtschaftsmathematiker in Braunschweig sei sie auf ihren späteren Arbeitgeber aufmerksam geworden und bewarb sich. Fit gemacht in allem, was zur Bewerbung gehört, hat sich die angehende Absolventin im Career Service der Universität. Da gab es von Anja Deutschmann Beratung zur Gestaltung der Bewerbung, zum Verfassen des Anschreibens und zur Anfertigung des Lebenslaufs. Und auch einen Bewerbungsworkshop, der vom Career Service angeboten wurde, besuchte Franziska Jahr.

Keine Spur von Reue

Warum entschied sie sich damals für die Uni Magdeburg? "Die Magdeburger Fakultät für Mathematik war in einem Universitätsranking unter den besten Mathe-Fakultäten Deutschlands. Nachdem ich mir mehrere Unis angesehen hatte, überzeugte mich Magdeburg“, erinnert sich Franziska Jahr. Die Entscheidung hat sie nicht bereut. Weder für die Uni noch für Magdeburg. „Die Fakultät für Mathematik ist eine kleine Fakultät. Egal ob wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professor oder Dr. Thiele vom Prüfungsamt, sie hatten immer ein offenes Ohr für die Fragen von uns Studierenden. An die Studienzeit in Magdeburg werde ich immer gern zurückdenken, denn die Stadt hat mehr zu bieten als man denkt. Es lohnt sich, Magdeburg kennenzulernen.

Auf die obligatorische Frage zum Schluss nach einem guten Rat für Studierende und Absolventen, macht sie gern auch ein bisschen Werbung in eigener Sache und ermuntert: „Nutzt Praktika, um Erfahrungen zu sammeln, d-fine bietet interessante an, und gute Absolventen mit einem quantitativen Background sind bei d-fine stets willkommen.“

Letzte Änderung: 18.09.2017 - Ansprechpartner:

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