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Maschinenbaukonstrukteur

Hochqualifiziert, jung, mit mehrjähriger Berufserfahrung: So stellen sich Unternehmer idealtypisch ihre künftigen Bewerber vor. Für die meisten Studierenden ist das schlichtweg nicht zu leisten. Aber der Maschinenbaukonstrukteur Nils Bergmann konnte liefern. Der Grund: Er hatte sich frühzeitig für ein Duales Studium an der Uni Magdeburg entschieden. Im Rückblick hat er alles richtig gemacht. „Man sollte versuchen, frühestmöglich im Studium für sich zu erkennen, was man später einmal gern machen würde.“ Nils Bergmann nutzt den höflichen Konjunktiv und er weiß, wovon er spricht. Denn für ihn stand schon früh fest, was aus ihm werden sollte und das half ihm, die doppelte Last eines dualen Studiums auszuhalten.

Nils Bergmann (©privat) bearbeitetDen Impuls für seine Entscheidung gab, wie so oft, eine eher zufällige Begegnung. In seinem Fall war es der Geschäftsführer der smb Schönebecker Maschinenbau GmbH. Thomas Mittrenga hatte im Rahmen der Neugründung des Unternehmens 2006 Schülern am Schönebecker Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium angeboten, in seinem Unternehmen den berufsqualifizierenden Teil eines dualen Maschinenbaustudiums zu absolvieren. „Aufgrund meines Interesses für Mathematik und Physik konnte ich mich nach kurzer Bedenkzeit schnell mit dem Gedanken anfreunden, dieses Angebot anzunehmen“, so der heute 26-Jährige im Rückblick. „Da ich die praktischen Erfahrungen im Teil der Berufsausbildung erlernen würde, wollte ich das theoretische Wissen an einer Universität erlangen und nicht an einer Fachhochschule. Auch die Nähe zu meinem Heimatort Elbenau und zum Unternehmen sprachen sehr schnell für die OVGU.“


Doppelleben mit Arbeitsplatzgarantie

2008 begann sein Doppeleben als Vollzeitstudent an der Uni Magdeburg und Auszubildender der smb GmbH. „Die großen Vorteile des Dualen Studiums sind klar: die Kombination aus Theorie und Praxis, die finanzielle Unterstützung und berufliche Perspektive. Es ist aber auch kein typisches Studentenleben“, so Nils Bergmann. Denn durch das duale Studieren fiel für ihn etwas Wesentliches der viel gerühmten schönsten Zeit, der Studienzeit, weg: die Semesterferien! „In der vorlesungsfreien Zeit absolvierte ich meine Berufsausbildung und habe gleichzeitig für die Prüfungen gelernt. Das war dann immer die schwierigste Phase, da je nach Prüfung der zu lernende Stoff recht umfangreich sein konnte und 9 Stunden am Tag schon für die Ausbildung vergeben waren. Die zeitliche Einschränkung durch ein Duales Studium sollte einem vorher bewusst sein. Während des Semesters war ich Vollzeitstudent und konnte wie alle anderen den Unialltag genießen.“

Nach seinem Bachelorabschluss hieß seine Entscheidung: Weitermachen! Er hing den berufsbegleitenden Master dran, ganz nebenher qualifizierte er sich noch zum Schweißfachingenieur.

Zweifache Belastung - zweifache Bereicherung

2015 stieg er, nun als fertiger Konstruktionsingenieur, wiederum bei der smb GmbH in Schönebeck ein. Nils Bergmann ist angekommen und hat Freude an seinem Beruf. Er erstellt Risikoanalysen und Computersimulationen, berechnet Bauteile und Konstruktionen und dokumentiert Projekte. Was hat ihm auf diesem Weg geholfen? Vor allem Disziplin und Zielstrebigkeit, so Ingenieur Bergmann. „Dass der Weg nach dem Studium nicht immer nach Plan verläuft, ist klar, aber während des Studiums hilft es, sich zu motivieren und eine gewisse Zielstrebigkeit an den Tag zu legen.“

Er würde es immer wieder so machen und auch an der Uni Magdeburg, meint Nils Bergmann. Man ist quasi von Anfang an das Verbindungsstück zwischen Theorie und Praxis und lernt beide Seiten kennen. „Die Ausbildung durch die Uni ermöglichte mir, die technischen Zusammenhänge und Hintergründe im Alltag zu verstehen und anzuwenden. Durch die Einbindung in ein Unternehmen konnte ich mich schon im Studium auf die Dinge konzentrieren, die mir jetzt im Beruf weiterhelfen.“

Letzte Änderung: 16.05.2017 - Ansprechpartner:

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